Far Cry (PC-Test) von Tobias Wüst

Schon im Vorfeld wurde die Shooter Hoffnung »Far Cry« mit etlichen Vorschusslorbeeren überhäuft und sogar auf eine Stufe mit anstehenden Tophits wie Half-Life 2 oder Doom 3 gestellt. Wir verraten Euch in unserem ausführlichen Test, ob das Endprodukt seinem Ruf gerecht wird.

»Tolle Computerspiele aus deutschen Landen«. Bei diesem Satz wird wohl jeder erst einmal ins Grübeln kommen und den einen oder anderen Moment angestrengt nachdenken. Natürlich gibt es in auch hierzulande renomierte Softwarehäuser, die allesamt mit sehr guten Wirtschaftssimulationen und Strategietiteln auf sich aufmerksam gemacht haben.

Far Cry - Far Cry Vehicle Movie3 weitere Videos

Zwei äusserst populäre Beispiele sind hierbei die Siedler-Reihe und die beiden Anno Titel, die beide jeweils wochenlang die Charts anführten und mittlerweile Kultstatus erreicht haben. Ebenfalls sehr beliebt sind Managerspiele im Bereich Sport, man denke nur an Anstoss oder Bundesliga Manager, die ebenfalls aus Deutschland kommen. Kürzlich konnte die Softwareschmiede Ascaron mit Sacred einen weiteren Hit verbuchen und auf die deutsche Spiele-Industrie aufmerksam machen. Im Genre »Egoshooter« hingegen wird man vergeblich nach einem Erfolg in den zurückliegenden Jahren suchen. Ubisoft und Crytek betreten hierzulande mit »Far Cry« komplettes Neuland...und wie!

Erfolg aus Deutschland
Was wurde in den letzten Wochen und Monaten nicht alles über »Far Cry« geschrieben? Die zuständige Public Relations Abteilung hätte sich gut und gerne den ausstehenden Resturlaub der letzten Jahre nehmen können und trotzdem wäre »Far Cry «

regelmäßig in den Schlagzeilen der Fachpresse aufgetaucht. Man denke nur an die erste Demo, die binnen kürzester Zeit weit über eine Million Downloads verzeichnen konnte, oder die erste Razzia beim Entwicklerstudio »Crytek« wegen angeblich nicht lizensierter Software.

Doch damit nicht genug. Es folgte die zweite, ebenfalls sehr erfolgreiche Demo, die allerdings in Deutschland wegen des zu realistischen Ragdoll Verhaltens (sehr realistisches Verhalten der Gegner bei Treffern) indiziert worden ist, und schließlich gab es ein Hickhack um eine mögliche dritte Singleplayer-Demo.

Dann folgte endlich die eigentliche Veröffentlichung, die das Spiel allerdings nicht aus den Schlagzeilen brachte. Im Gegenteil. Diese Woche kam es zu einer zweiten Razzia in Cryteks Büroräumen und schliesslich zur Indizierung der englischen Verkaufsversion, woraufhin eine eigens entwickelte deutsche Version auf den Markt kommen wird.

Far Cry - Taktische Action im Karibik Look

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Man sieht, es gab und gibt noch immer massig Gesprächsstoff zum Karibik-Shooter. Natürlich nicht gerade schlechte PR. Manch anderer Hersteller würde sich über eine ähnlich hohe Aufmerksamkeit sicherlich sehr freuen. Man möge aber bedenken: durch die ganzen Schlagzeilen wird »Far Cry« nicht automatisch zu einem guten Spiel.

Wir möchten daher in unserem Test die Ereignisse der Vergangenheit vergessen und uns voll auf das eigentliche Spiel konzentrieren. Ist »Far Cry« wirklich der neue Genre-König oder war alles nur heiße Luft?Ein Blick auf die Story
Der Held des Spiels »Jack Craver« wurde von der Journalistin »Valerie Cortez« angeheuert sie am Strand der Karibikinsel Cabutu abzusetzen. Die Hinreise verläuft ohne Komplikationen, doch kurz nachdem Jack die hübsche Pressedame abgesetzt hat, hört er Schreie aus dem Dschungeldickicht, in das Valerie soeben entschwunden war.

Packshot zu Far CryFar CryErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Ohne die Lage richtig einordnen zu können, bemerkt Jack, daß sich eine Rakete im Anflug auf sein Schiff befindet. Gerade noch rechtzeitig kann er sich in Sicherheit bringen und muss tatenlos mit ansehen, wie sein Boot in den stürmischen Fluten versinkt.

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Erneut bleibt aber keine Zeit zum Nachdenken, unzählige Söldner sind bereits auf der Suche nach Jack. Ohne sein Schiff bleibt unserem Helden nichts anderes übrig, als zu versuchen, unbemerkt auf die Insel zu gelangen und den Geschehnissen auf den Grund zu gehen. So wachen wir also in einer kleinen Höhle auf und müssen feststellen, dass es auf den micronesischen Inseln nur so von bewaffnetetn Söldner wimmelt. Wieso diese hohe Sicherheitsstufe soweit abseits der zivilisierten Welt?

Schnell gelangen wir über ein Walkie Talkie in Kontakt mit Doyle, der uns auf unserem Weg durch die Inselwelt unterstützt. Scheinbar nutzt ein Wissenschaftler namens »Doktor Krieger« die Insel Cabutu für seine mysteriösen Experimente, die bald die ganze Welt bedrohen könnten. Es geht also nicht nur darum unsere hübsche Begleiterin wiederzufinden, sondern Jack muss nebenbei die Welt retten. Herrlich! Ein Stoff, aus dem Männerträume sind.

Lasset die (Fest)Spiele beginnen
Bevor Jack siegreich die Insel verlassen kann, liegen noch viele gefährliche Stunden vor ihm. Schon nach wenigen Minuten fällt auf: »Far Cry« ist kein »Ab durch die Mitte«-Shooter. Wildes Anstürmen führt wesentlich seltener zum gewünschten Erfolg als geschicktes Taktieren. Welche strategisch wichtigen Punkte müssen zuerst eingenommen werden um gefahrlos weiterspielen zu können?Es empfiehlt sich, beispielsweise erst die Söldner auf den Wachtürmen auszuschalten, bevor man ins feindliche Lager vorstösst. Dies ist aber nur ein Beispiel, ähnliche Situationen finden sich im gesamten Spiel immer wieder. Was wäre ein Held ohne eine vernünftige Aurüstung? Jack braucht sich diesbezüglich keine Sorgen zu machen, denn in Far Cry sind von der Machete über die Falcon (eine Pistole) und das M4 Sturmgewehr bis hin zum Scharfschützengewehr alle Waffen vorhanden, die das Herz begehrt. Insgesamt gibt es elf verschiedene Ballermänner sowie drei verschiedene Granatentypen. Um zumindest etwas dem Realismus zu frönen ist die Zahl der gleichzeitg zu tragenden Waffen begrenzt.

Auch weitere Utensilien sind vorhanden. So verfügt Jack später im Spiel über Sprengsätze, die CryVision (eine Mischung aus Nacht- und Wärmebildgerät) und ein Fernglas, welches ein nicht zu unterschätzendes Hilfsmittel darstellt.Neben dem normalen Einsatz eines Feldstechers verfügt Jacks Fernglas über ein Richtmikrofon, welches ihm erlaubt Gespräche von weit entfernten Personen abzuhören, und einen Bewegungsmelder, der gegnerische Söldner per Radar einfängt, sobald diese geortet worden sind. Auf alternative Verkehrsmittel muss ebenfalls nicht verzichtet werden. Per Schlauchboot, Buggy oder sogar mit einem Gleitschirm können längere Strecken bequem zu Land, Luft und zur See überbrückt werden.

Abwechslungsreiche Level
20 Level sind im fertigen »Far Cry« vorhanden und keiner gleicht dem anderen. Frei nach dem Motto »Nieder mit der Langeweile« haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen. Mal muss ein Schiff eingenommen werden, dann wiederum sollen drei Funksender in die Luft gesprengt werden oder es gibt rasante Verfolgungsszenarien per Gleitdrachen in bester James Bond Manier. Das ist Abwechslung pur! Die Wechsel zwischen Innen- und Aussenlevel sind ebenfalls

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hervorragend gelungen und tragen erheblich zur tollen Atmosphäre bei.

Ab dem fünften Level kommen auch die sogenannten »Trigen« im Spiel vor, jene Wesen, die durch die Genversuche Doktor Kriegers entstanden sind. Im ersten Moment konnte ich mich damit gar nicht anfreunden, fühlte ich mich doch urplötzlich regelrecht in ein Doom 3 Video versetzt. Nach kurzer Zeit aber konnte ich feststellen, daß die Trigen sehr gut in die Story eingearbeitet worden sind und ebenfalls für reichlich Abwechslung unter der Heerschar der Gegner sorgen. Die KI in »Far Cry« ist nicht schlecht, aber nicht perfekt. Zwar versuchen gegnerische Einheiten hinter geeigneten Objekten Deckung zu finden und ihre Kollegen zu alarmieren. Trotzdem ist es mit etwas Geschick zumeist kein Problem auch größere Söldneransammlungen auszuschalten, agieren die Feinde doch immer gleich und lernen nicht oder nur selten aus den Fehlern ihrer Kameraden.Sensationelle Grafikorgie
Was soll man eigentlich großartig zur Grafikengine sagen? Die Screenshots sprechen eine deutliche Sprache und in bewegten Bildern sieht das ganze nochmal um einiges besser aus. Den Entwicklern ist mit ihrer selbst entwickelten »CryEngine« ein absolutes Meisterwerk gelungen.

Das Dschungel-Feeling ist beeindruckend und schlägt ein »Battlefield Vietnam« um Längen. Sowohl Innen- als auch Aussenlevel überzeugen durch enormen Detailreichtum. Kein Baum gleicht dem anderen, das Gras bewegt sich im Wind, der Schattenwurf ist realistisch und vorbeifliegende Vögel lassen die Welt sehr real wirken.

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Die Weitsicht ist zudem atemberaubend und das Wasser sah bisher in keinem Spiel besser aus. Dieses grafische Feuerwerk hat logischerweise auch seinen Preis. Far Cry ist definitiv nichts für schwache Rechner und die auf der Packung angegebenen Systemvoraussetzungen (1 Ghz, 256MB RAM, GeForce 2) darf man getrost in die Kategorie »Lüge« einordnen. Mit einer GeForce4 sollte »Far Cry« aber optimal laufen, wenn auch nicht mit maximalen Details. Das ist aber auch nicht unbedingt notwendig, »Far Cry« macht auch ohne Super Highend Rechner eine Menge Spaß.Übrigens: Das Spiel ist exklusiv auf DVD erschienen. Wer bisher nicht über ein DVD Laufwerk verfügt, der sollte sich allerspätestens jetzt ernsthaft Gedanken über eine Anschaffung eins solchen machen. Lohnen tut sich das allemal und mehr als 50€ sollte man dafür nicht mehr berappen müssen.

Tolle Atmosphäre
Neben der genialen Grafik, die den Spiel tatsächlich auf eine tropische Insel zu transportieren scheint, trägt auch die gelungene Sounduntermalung zur Atmosphäre bei. Die Musik passt sich ideal der Spannungskurve an und ist nie unpassend. Auch die Soundeffekte können absolut überzeugen. »Mittendrin statt nur dabei« - so könnte man das Spielerlebnis wohl am besten umschreiben. Die Story selbst wird zwischen und manchmal auch während der Levels mittels kurzen Cutscenes weitererzählt und erfährt im Laufe des Spiels die ein oder andere interessante Wendung. Auch hier kommt niemals Langeweile auf.

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Die Weitsicht ist zudem atemberaubend und das Wasser sah bisher in keinem Spiel besser aus. Dieses grafische Feuerwerk hat logischerweise auch seinen Preis. Far Cry ist definitiv nichts für schwache Rechner und die auf der Packung angegebenen Systemvoraussetzungen (1 Ghz, 256MB RAM, GeForce 2) darf man getrost in die Kategorie »Lüge« einordnen. Mit einer GeForce4 sollte »Far Cry« aber optimal laufen, wenn auch nicht mit maximalen Details. Das ist aber auch nicht unbedingt notwendig, »Far Cry« macht auch ohne Super Highend Rechner eine Menge Spaß.Übrigens: Das Spiel ist exklusiv auf DVD erschienen. Wer bisher nicht über ein DVD Laufwerk verfügt, der sollte sich allerspätestens jetzt ernsthaft Gedanken über eine Anschaffung eins solchen machen. Lohnen tut sich das allemal und mehr als 50€ sollte man dafür nicht mehr berappen müssen.

Tolle Atmosphäre
Neben der genialen Grafik, die den Spiel tatsächlich auf eine tropische Insel zu transportieren scheint, trägt auch die gelungene Sounduntermalung zur Atmosphäre bei. Die Musik passt sich ideal der Spannungskurve an und ist nie unpassend. Auch die Soundeffekte können absolut überzeugen. »Mittendrin statt nur dabei« - so könnte man das Spielerlebnis wohl am besten umschreiben. Die Story selbst wird zwischen und manchmal auch während der Levels mittels kurzen Cutscenes weitererzählt und erfährt im Laufe des Spiels die ein oder andere interessante Wendung. Auch hier kommt niemals Langeweile auf.Dies soll den Spielspaß aber in keinster Weise trüben, schließlich macht »Far Cry« auch mit weniger Details und in einer kleineren Auflösung eine Menge Fun. Die Konkurrenz, sei es nun Half-Life 2 oder Doom3, muss sich verdammt warm anziehen um hier überhaupt mithalten zu können. Logische Konsequenz: der gamona Redaktions-Award. Selten hat ein Spiel diesen so verdient we »Far Cry«.

Ein Hinweis noch: Das Spiel ist freigegeben ab 18 Jahren, also Ausweis mitnehmen beim Kauf!

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