Mit großen Schritten bewegen wir uns auf den Juli zu und noch immer sorgt das Wetter für Ernüchterung. Auch bei der Fußball-EM regnet es in jedem zweiten Spiel. Dank Nintendo dürfen wir dem bislang bescheidenen Sommer nun den Rücken kehren und in den Skilift steigen. Mit angeschlossenem Balance Board soll dabei echte Wintersportatmosphäre aufkommen. Wir schlüpfen in den Skianzug – der Berg ruft!

Vor wenigen Wochen erschien Wii Fit für Nintendo Wii. Ein wichtiger Bestandteil dieses Spiels ist das so genannte Balance Board, das ihr vor euch auf dem Boden platziert. Sobald ihr auf dem Balance Board steht ist es möglich, Spieleingaben durch bloße Gewichtsverteilung vorzunehmen. Diesen zweifelsfrei innovativen Gamecontroller macht sich nun auch Family Ski zunutze. Zwar lässt sich das Spiel auch ohne das Balance Board steuern, doch dann verliert der Titel einen Großteil seines Potenzials.

Family Ski - Skifahren a la Wii: Und wieder standen sie auf den Balance Boards und Pisten...

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Bei der Gestaltung eures Skifahrers dürft ihr später auch auf außergewöhnliche Kostüme zurückgreifen.
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Im Hauptmenü angekommen, registriert ihr zunächst mal euren Skifahrer. Dazu wählt ihr entweder aus einem Pool vorgegebener Charaktere, oder ihr schickt alternativ einen selbst gestalteten Mii auf die Piste. Letzterer muss allerdings auf coole Accessoires wie Sonnenbrillen und Kopfbekleidungen verzichten. Danach wählt ihr noch einen Skianzug, Handschuhe, Skier, Skistöcke und Schuhe aus, wobei ihr euch jeweils zwischen unterschiedlichen Designs und Farbzusammenstellungen entscheiden könnt. Zu Beginn stehen leider noch nicht sehr viele Klamotten zur Auswahl – das wird sich jedoch schon bald ändern.

Das richtige Balancing zählt!

Da jeder Anfang schwer ist, empfiehlt sich nun ein Besuch in der Skischule. Dort macht euch ein virtueller Skilehrer mit allen Grundtechniken vertraut. Wer sein Balance Board in Position gebracht hat, darf durch reine Gewichtsverteilung über die Schneedecke bügeln. Für den Vortrieb auf ebener Strecke sorgt ihr durch beherztes Schwingen der Skistöcke, die von Wiimote und Nunchuk repräsentiert werden. Gebremst wird dagegen eher konventionell durch das Zurückziehen des Nunchuk-Analogsticks.

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Immer wieder versammeln sich Gruppen von Skifahrern zu einem kleinen Erfahrungsaustausch.
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Was auf einen uninformierten Außenstehenden im Gesamtbild äußerst belustigend wirkt, sorgt im Spiel für eine recht intuitive Art der Fortbewegung. Insgesamt ist die Richtungssteuerung per Balance Board jedoch deutlich schwieriger als die alternative Variante, in der ihr diesen Steuerungspart ebenfalls mit dem Analogstick bewältigt. Grund dafür ist vor allem, dass sich bereits minimale Gewichtsverlagerungen signifikant auswirken und insbesondere schnelle Richtungswechsel große Probleme bereiten. Wer auf der Suche nach guter Unterhaltung ist, stellt einen völlig unerfahrenen Freund auf das Balance Board und lässt ihn eine Piste befahren, die mit zahlreichen Bäumen bestückt ist – ein köstliches Vergnügen!

Sobald ihr die Skischule verlassen habt, stellt ihr euch dem Berg. Mit zahlreichen Pisten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade kommen sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Spieler auf ihre Kosten. Das Szenario erlaubt völlige Bewegungsfreiheit, wie man sie aus dem letzten Wintersporturlaub kennt.

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Die Fahrten mit dem Sessellift dürft ihr wahlweise genießen oder zeitsparend überspringen.
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Wer eine Piste bis zum Fuß des Berges hinunter gedonnert ist, bekommt automatisch eine abschließende Wertung, in der die Skifahrkünste vom Beginn bis zum Ende des gefahrenen Abhangs bewertet werden. Dabei fließen nicht nur Geschwindigkeit und Anzahl der Kollisionen mit in die Wertung ein, sondern auch bewältigte Sprünge. Per Sessellift geht es dann wieder auf den Berg hinauf. Dabei könnt ihr wahlweise während der gesamten Fahrt die Aussicht genießen und euch frei per Analogstick umsehen oder per Tastendruck direkt zum Absetzpunkt springen.

Coole Tricks in schwindelerregender Höhe

Wer sich im Laufe seiner Abfahrt nach großen Hügeln oder speziellen Rampen in der Luft wieder findet, darf zudem das eine oder andere Kunststück zum Besten geben. Dazu wedelt ihr in der Luft eifrig mit Nunchuk und Wiimote – je nach ausgeführter Bewegung, zeigt euer Skifahrer dann einen entsprechenden Stunt.

Schön präsentiertes Skivergnügen für den Gelegenheitsspieler! Aufgrund einiger Schwächen bleibt der erhoffte Mehrspielerspaß jedoch aus.Fazit lesen

Wie von gut besuchten Skipisten gewohnt, tummeln sich auch bei Family Ski jede Menge Skifahrer auf den Hängen. Während die meisten davon lediglich als menschliche Slalomstangen und Hindernisse fungieren, versorgen euch andere mit größtenteils einfachen Herausforderungen.

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Auf dem Berg sprecht ihr mit anderen Skifahrern. Manche klopfen nur Sprüche, andere bieten Herausforderungen.
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Gefallen hat uns beispielsweise ein Orientierungslauf, bei dem wir zehn Personen finden mussten, die sich irgendwo auf dem Berg versteckt haben. Jede Person gab uns einen kleinen Hinweis über ihren Aufenthaltsort, der jedoch in Form eines Rätsels formuliert war. Andere Herausforderungen verlangen euch bestimmte Stunts ab oder lassen euch an kleinen Wettbewerben teilnehmen.

Damit ihr bei der Bewältigung der Herausforderungen nicht ständig auf die Sessellifte angewiesen seid, könnt ihr alternativ auch zeitsparend per Streckenkarte zu allen wichtigen Punkten auf dem Berg springen. Seid ihr erfolgreich, spielt ihr weitere Ausrüstungsgegenstände frei, mit denen ihr euren Skifahrer verschönern könnt.

Schwächen bei der Mehrspielertauglichkeit

Nimmt man den Titel des Spiels ernst, sollte Family Ski ein Vergnügen für die ganze Familie sein. Leider gibt es jedoch zwei große Kritikpunkte am Mehrspielermodus. Erstens seid ihr im Spiel mit geteiltem Bildschirm gezwungen, die konventionelle Steuerung zu verwenden, da sich maximal ein Balance Board mit der Wii verbinden lässt. Zweitens kommt es bereits bei zwei Teilnehmern zu starken Einbrüchen der Framerate, was den Spielspaß recht stark beeinflusst.

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Auch zu nächtlicher Stunde dürft ihr euch am Berg betätigen.
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Abgerundet wird das Spiel durch separat auswählbare Slalom-, Abfahrt- und Buckelpistenevents, die mit unterschiedlich schwierigen Herausforderungen aufwarten. Im Gegensatz zum zentralen Bergabenteuer kommen hier auch Profis auf ihre Kosten.