In Sibirien will ein Spieler von Fallout 4 gegen die Entwickler vor Gericht ziehen. Grund dafür ist seine Abhängigkeit vom Rollenspiel und der Schaden, den er durch das exzessive Spielen in seinem Leben angerichtet hat. Dafür verlangt er nun eine Entschädigung.

Fallout 4 - Spieler verklagt Bethesda wegen zerstörtem Leben

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Ein Spieler verbringt mehr als drei Wochen in Fallout 4 und verliert Frau und Job.
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Nachdem der 28-jährige Sibirier das Spiel in einer Werbeanzeige gesehen hat, kaufte er Fallout 4 noch am selben Tag und begann den Download. Schon kurz darauf verbrachte er den Großteil jedes Tages im Rollenspiel. Das uferte dann so aus, dass er eine etwa dreiwöchige Spielesession durchführte, bei der er fast ununterbrochen das apokalyptische Ödland von Boston durchstreifte. Darunter litt nicht nur die Beziehung zu seinen Freunden und seiner Frau, die ihn mittlerweile verlassen hat, sondern er verlor auch noch seinen Job.

500.000 Rubel Entschädigung für die Sucht

In seinem Schreiben erklärt der Spieler, dass er Fallout 4 niemals heruntergeladen hätte, wenn er sich der potenziellen Sucht bewusst gewesen wäre, die davon ausgeht. Er hätte sich das Spiel aufbewahrt, bis die Weihnachtszeit oder Neujahr vor der Tür stünden, um es ausgiebig zu spielen. Nun verlangt er 500.000 Rubel von Bethesda als Entschädigung für seine Sucht nach Fallout 4 und dem Schaden, der dadurch angerichtet wurde.

Zum Vergleich: Diese Summe entspricht in etwa 7.000 US-Dollar. Bislang gab es noch keinen ähnlichen Fall in Sibirien. Wie das Gericht entscheidet, bleibt abzuwarten. Die Rechtsvertreter des Klägers wollen laut eigener Aussage "sehen, wie weit sie mit diesem Fall gehen können."

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