Was für ein Dilemma: Da erschaffen die Black Isle Studios mit den ersten beiden Fallout-Titeln zwei der besten Rollenspiele aller Zeiten und dennoch zwingt der finanzielle Konkurs des Mutterkonzerns Interplay das kleine Programmierteam in die Knie. 2003 kündigt Interplay wenig überraschend allen Black Isle-Mitarbeitern, ein Jahr später muss auch der Publisher selbst dicht machen.
Die Rechte an Fallout blieben allerdings ein wertvolles Gut: Den Lizenzzuschlag erhielt letztlich Bethesda Softworks, die zu diesem Zeitpunkt gerade das hochgelobte „The Elder Scrolls: Morrowind“ veröffentlicht hatten und zuletzt mit „Oblivion“ für Aufruhr im Rollenspiellager sorgten. Die Fans blieben trotzdem skeptisch: Kann ein Neuling das traditionsreiche Fallout-Universum wirklich vorlagengetreu beleben?
Die Skepsis ist sicherlich nicht unbegründet, ist doch selbst für die Rollenspielprofis von Bethesda der Schritt ins Fallout-Szenario absolutes Neuland. Oblivion etwa ist den meisten Spielern wohl durch seine dichte Vegetation im Gedächtnis geblieben: Uralte Bäume wiegen sich dort geschmeidig im Wind, das idyllische Fantasyreich ist durchwuchert von saftigen Wiesen und dichten Sträuchern.
Es beginnt mit der Geburt: Vor dem Spiel durchlauft ihr verschiedene Stationen der Kindheit.Im Fallout-Universum müsste man da schon eine Weile suchen, um überhaupt einen knorrigen Ast oder grüne Wiesen zu finden. Und Blumen gibt es hier ganz sicher nicht. Denn nachdem im Jahr 2077 ein verheerender Atomkrieg die Erde auf einen Schlag beinahe entvölkert, hat sich der einstige blaue Planet über die Jahre zur wüsten Ödnis gewandelt, in denen selbst die zähesten Lebewesen nur schwerlich überdauern.
Und eben in dieser unwirtlichen Welt erwachen wir – bzw. unser Avatar. Wobei: So ganz richtig ist das nicht. Bisher hat der Hauptcharakter des dritten Endzeitabenteuers nämlich nichts als karge Betonwände gesehen. Wie die meisten seiner Generation, hat er die Jahre nach seiner Geburt in einem unterirdischen Atombunker verbracht, ist zur Schule gegangen, hat Geburtstage gefeiert, mit Freunden gespielt. Nur „nach da draußen“ durfte er nie.
Zum ersten Mal außerhalb des Bunkers: Die Suche nach eurem Vater verlangt euch viel ab.Bis jetzt: Eines Tages verschwindet unser Vater spurlos. Also packen wir das Nötigste zusammen, begeben uns zum Stahltor des „Vault 101“, atmen ein letztes Mal tief durch und begeben uns auf die gefahrvolle Suche nach unserem Erzeuger. Doch bevor es richtig losgeht, verlieren wir schon wieder etwas – unser Augenlicht.

aaron200502.08.2008 09:55
aaron200502.08.2008 09:54
quakegott01.08.2008 18:51
Soul01.08.2008 14:50
von ZeniMax Media, Bethesda SoftworksGenre: RollenspielPC, PS3, XBox 360: 30.10.2008Offizielle WebseiteFreigegeben ab 18 Jahren
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