Story mit Karma
gamona: Heutzutage wird das Geschichtenerzählen in Computerspielen immer wichtiger. Wie einflussreich ist die Geschichte für das Spiel selbst?
Pete Hines: Sie ist sehr wichtig. Es ist eine sehr fesselnde und interessante Geschichte, die dich durch viele verschiedene „Fallout 3“-Orte führt und dich auf unzählige Charaktere treffen lässt - da gibt es etliche großartige Handlungsmomente. Die Geschichte spielt eine viel stärkere Rolle als in den vorigen Spielen, wo die Hauptquest nur ein kleiner Bestandteil der Geschichte ist.
Die Story nimmt eine größere Rolle ein.Es gibt in der Welt viel mehr zu tun und viele Leute werden von der Story gefesselt sein und diese auch durchs ganze Spiel hindurch verfolgen. Aber noch einmal: Die Entscheidung liegt beim Spieler. Du könntest aus dem Bunker treten und 50 Stunden spielen ohne je der Hauptquest zu folgen. Es ist also wirklich eine vom User geformte Spielerfahrung.
gamona: Erzähl uns etwas über “Karma” und wie es das Spiel beeinflusst.
Pete Hines: Unser Ziel war es, den Spieler verschiedene Situationen erkunden zu lassen, um dann selber die Wahl zu treffen, wie er die Aufgabe lösen will. Das Spiel verfolgt, wie gut, böse oder neutral du bist und welche Konsequenzen dies mit sich bringt - ob man zum Beispiel einen Begleiter haben kann oder nicht. Die Art deines Begleiters hängt von deinem und seinem Karma ab. Wenn sich dieses unterscheidet, werden sie nicht bereit sein, dir zu folgen.
Ob gut oder böse entscheidet der Spieler.Es gibt auch Fraktionen in der Welt, die guten und die bösen Jungs, die sich dir gegenüber abhängig davon verhalten, auf welcher Seite du stehst. Wenn du beispielsweise böse bist, werden die guten Jungs an einem gewissen Punkt Leute aussenden, um dich zu töten, da du ihnen Probleme verursachst. Was auf der individuellen Basis passiert, manifestiert sich ganz von selbst; welche Personen bereit sind, dir zu helfen oder nicht, und ob du unter diesen Auswirkungen leiden musst oder nicht.
gamona: Wie wird man als gute oder böse Person erkannt? Ist es ein äußerliches Merkmal oder mehr eine Angelegenheit der KI?
Pete Hines: Das hängt wirklich von der KI ab. Es gibt keine Wachen und keine Polizei, grundsätzlich wird das gegnerische Team dann alarmiert, wenn du jemanden tötest oder etwas stiehlst. Es existiert eine Art Gesetz des Ödlandes, wo Menschen sich zusammentun und Gruppen sich vereinigen, um sich gegenseitig zu schützen. Für den Fall, dass du einen Unschuldigen tötest oder ihm seine Sachen stiehlst, verbreitet sich diese Nachricht in Windeseile, und plötzlich findest du dich womöglich vor einer Gruppe bewaffneter Dorfbewohnern wieder, die dich töten wollen.
von ZeniMax Media, Bethesda SoftworksGenre: RollenspielPC, PS3, XBox 360: 30.10.2008Offizielle WebseiteFreigegeben ab 18 Jahren
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