Für 50 Millionen US-Dollar hätte Bethesda die kompletten Fallout-Rechte kaufen können. Doch das war dann selbst dem Entwickler und Publisher zu viel.

Fallout - Interplay wollte 50 Mio. USD für die Rechte, Bethesda lehnte ab

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2012 soll das Fallout MMO erscheinen
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Grund für diesen hohen Betrag waren vor allem die Möglichkeiten im MMO-Bereich, erklärt Interplay Präsident Eric Caen. „Hervé begann mit Bethesda über den Verkauf von Fallout zu verhandeln. Mein Bruder sagte: 'Wenn ihr die gesamte Marke haben wollt, beträgt der Wert 50 Mio. US-Dollar.' Darauf sie: 'Unmöglich, wieso 50 Mio. USD?' Wir antworteten: 'Weil die MMOG-Kraft dieses Universums einfach riesig ist.'“

„Bethesda daraufhin: 'Das wollen wir nicht. Lasst uns alles kaufen außer das MMOG. Das sollt ihr machen.' Sie erklärten, dass Interplay mit der Entwicklung beginnen und zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem vollwertigen Spiel arbeiten musste.“

Offenbar erkannte Bethesda selbst erst spät, wie wertvoll die MMOG-Rechte sein könnten. „Sie haben alles gekauft, aber die Lizenz für das MMOG blieb bei Interplay – unter besonderen Konditionen, mit dem Hintergedanken, dass Interplay diese niemals erfüllen könnte.“

Deshalb kam es auch schließlich zu den Streitigkeiten vor Gericht. „Ich glaube Bethesda, gestärkt vom Erfolg von Fallout 3, hat erkannt, dass Hervé mit dem Wert der Marke richtig lag. Sie dachten sich: 'OK, wie bekommen wir die, ohne etwas zu zahlen?'“

Doch Ende 2009 konnte Interplay vor Gericht schließlich einen Sieg einfahren, auch wenn die Streitigkeiten offenbar noch nicht ganz beigelegt sind.