Wie es wohl ausschaut, wenn man Super Mario mit den Happy Tree Friends kreuzt und noch eine Prise Shrek hinzugibt, kann man sich bald bei Fairytale Fights anschauen. In dem unkonventionellen Action-Adventure spielt man mit knuddeligen kleinen Märchengestalten und versucht mit etwa 100 verschiedenen Waffen die Gegner auf möglichst blutige Art und Weise ihres Pixellebens zu berauben.

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Die Axt im Kopf erspart die Kopfschmerztabletten

Zur Auswahl stehen vier verschiedene Märchenfiguren wie Rotkäppchen oder Schneewittchen, mit denen ihr auf die Suche nach dem verschwindenden Märchenruhm geht. Mit der Figur eurer Wahl geht es also los, zunächst in den Holzfäller-Level. Flugs rennt und hüpft ihr durch eine knallbunte Welt, die wie der Bonbon-Alptraum von Hänsel und Gretel aussieht. Ihr stoppt kurz an einem Wunschbrunnen, werft eine Münze hinein und erhaltet einen zufälligen Gegenstand, in diesem Fall eine Axt! Die kommt auch gerade recht, denn schon stürzen sich die ersten Gegner auf euch.

Fairytale Fights - Blutrot-Käppchen und der böse Fleisch-Wolf

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Erst niedlich...
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Mit einigen wilden Axtschwüngen ist das Problem erledigt – rechts blendet sich eine Detailansicht der armen Opfer ein, wie eure Waffe durch sie hindurch fährt und sie in Einzelteilen zu Boden sinken lässt. „Real Time Dynamic Slicing“ nennt der Entwickler das. Interessant ist, dass bei all den Metzelorgien kein Gegner wie der andere über die Klinge springt, ihr zerteilt sie vielmehr dynamisch. Es soll also keine vorher berechneten Todesanimationen geben, sondern alles in Echtzeit geschehen – dort, wo eure Waffe trifft, gibt’s auch die Wunde!

Und schon kommen die nächsten Gegner auf euch zu. Ihr nehmt die Märchenbeine unter die Arme, rutscht noch einmal schnell durch die Blutlache eurer letzten Kampfgegner und wetzt – kleine rote Fußstapfer hinterlassend – weiter, bis riesige Kreissägen das Weiterkommen behindern. Ihr könnt schnell und geschickt rüberhüpfen, doch die kleinen Pixelholzfäller haben weniger Glück und werden von den rotierenden Riesenklingen geschnetzelt

Fairytale Fights - Blutrot-Käppchen und der böse Fleisch-Wolf

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...dann blutig.
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Die nächsten Widersacher warten schon. Ihr werft eure Axt, sie bleibt im Kopf des vordersten Übeltäters stecken, aber nur so lange, bis ihr sie wieder herauszieht und den Glory Mode aktiviert – nun könnt ihr der neuen Gegnerwelle in Zeitlupe den Garaus machen. So geht es eine Weile lang weiter, bis ihr plötzlich auf einem Floß steht und einer der Bosse aus dem Wasser springt – ein riesiger, wenn auch etwas stupider Biber, der mit der richtigen Taktik aber auch bald das Zeitliche segnet.

Blutiger Partyspaß

So weit hört sich alles nach gewöhnlichem Hack&Slay an, wenn auch mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor versetzt. Es geht darum, Gegner zu verprügeln, Schläge zu kombinieren, Boni einzusammeln und Fallen auszuweichen, ein paar Rätselelemente sind auch noch zu knacken. Ob das langfristig alleine Spaß macht, bleibt abzuwarten. Mit ein paar Freunden sieht die Fun-Prognose aber schon anders aus, in den verschiedenen Mehrspieler-Modi verspricht die Blutorgie gleich doppelt Spaß. Bis zu vier Spieler können gleichzeitig spielen, wobei man auch während eines laufenden Spiels einfach einsteigen kann. Derzeit klappt das zwar nur an der Konsole, die Entwickler von Playlogic arbeiten aber mit Hochdruck daran, den Mehrspieler-Modus auch online zu ermöglichen.

Fairytale Fights - Blutrot-Käppchen und der böse Fleisch-Wolf

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Das kreative Leveldesign erinnert ein wenig an Little Big Planet.
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Das Spiel läuft auf der Unreal Engine 3 und wird für PlayStation 3, Xbox 360 und PC gegen Ende des Jahres erscheinen. Vom Umfang sind etwa 20 Level versprochen, mit über den Daumen gepeilt 50 verschiedenen Gegnertypen, über 100 verschiedenen Waffen (inklusive Schusswaffen, magischen Tränken und Wurf-Gnomen), jeweils mit individuell unterschiedlichem Glory-Modus. Auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad wird die Spieldauer auf etwa 8-9 Stunden geschätzt.