Anfang August veröffentlichten Unbekannte im Namen der Hacktivistengruppe Anonymous eine Drohung, die sich an Facebook richtete. Darin machten sie auf einen Hacker-Angriff aufmerksam, der am morgigen Samstag stattfinden soll.

Facebook zeigt sich von den Drohungen aber unbeeindruckt. In einem Eintrag auf der eigenen Facebook-Seite schreibt das Unternehmen: "Wir erwarten einen möglichen Angriff von Anonymous genauso, wie wir andere Angriffe an jedem anderen Tag erwarten. Aufgrund unserer Größe drohen uns die gleichen Gefahren, wie sie überall im Internet zu finden sind."

Facebook habe bereits entsprechende Sicherheitssysteme errichtet, um gegen solche potentiellen Angriffe gewappnet zu sein. Was Anonymous da genau plant, darüber lässt sich nur spekulieren.

Gegenüber der Taz meinte ein Sprecher der Gruppe, dass man Facebook anfangs mit Denial-of-Service-Attacken lahmlegen wollte, es allerdings wegen der enormen Rechenkraft des Unternehmens utopisch sei. Datenklau stehe nicht zur Debatte, stattdessen könnte eine "spam-artige Aufklärungskampagne" genutzt werden.

In dem Anfang August veröffentlichten Video wirft Anonymous Facebook unter anderem vor, Informationen an staatliche Einrichtungen und Regierungen weiterzugeben. Zudem würden die Datensätze trotz Löschung des jeweiligen Zugangs auch weiterhin auf den Facebook-Servern gespeichert bleiben, so dass man jederzeit Zugriff auf verschiedene Informationen des Nutzers haben könne.

Schlussendlich soll Facebook mehr über den Nutzer wissen, als dessen eigene Familie. Facebook verdiene mit den Informationen Geld und Anonymous wolle die Nutzer schützen, ohne dass sie selbst die Wahl dazu hätten.

Gewählt für diese Aktion wurde der 5. November 2011, wobei das kein zufälliges Datum ist. Am 5. November 1605 gingen Guy Fawkes Day und Bonfire Night in die Geschichte Großbritanniens ein.