Ab 24. August könnt ihr die F1-Meisterschaft mitentscheiden, denn dann erscheint F1 2018 aus dem Hause Codemasters. Neu mit an Bord: eine überarbeitete Fahrphysik, das umstrittene Halo-System und Interviews. Der Test klärt, ob sich das jährliche Update lohnt.

Wie gut sieht F1 aus? Seht es im Trailer:

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Auf einige Spielserien ist einfach Verlass: FIFA oder Call of Duty beispielsweise, die in jährlichem Turnus ihre Fans gleichzeitig begeistern und enttäuschen. Auch F1 2018 zählt dazu. Denn Hersteller Codemasters lässt kein Jahr ohne die hauseigene Rennlizenz verstreichen. Doch eine zwölfmonatige Entwicklungszeit ist äußerst knapp bemessen, vor allem wenn die Macher ihr Spiel noch mitten in der Saison im August ausliefern.

Doch glücklicherweise baut die diesjährige F1-Rennsimulation auf ein gutes Fundament, denn bereits F1 2017 konnte Anhänger und Kritiker überzeugen. Codemasters liefert jedoch mehr ab als die aktuellen Saisondaten. Das auffälligste Feature im Spiel sind wohl die Interviews. Regelmäßig besucht euch eine Reporterin und befragt euch über das letzte Rennen, die Performance oder euer Fahrzeug. Dann steht es frei, offen, egoistisch oder diplomatisch zu antworten.

Welche Antwort würdet ihr geben?

Sportsmann oder Egozentriker?

Pro Frage bleiben euch drei bis vier Antworten, die sich auf die Beziehung zum Team und auf euren Ruf auswirken. Natürlich könnt ihr zum Angeber mutieren, doch dann solltet ihr auch Erfolge vorweisen können. Denn das weckt das Interesse der Konkurrenz an euch.

Viel wichtiger ist jedoch, wie ihr euch an den Rennwochenenden schlagt. Bevor es losgeht, stehen Qualifying und drei Trainings-Sessions an. Bei letzteren absolviert ihr optional sechs Übungsprogramme. Dabei geht es darum, die Ideallinie kennen zu lernen oder benzinsparend zu fahren. Ebenso werdet ihr darin mit dem ERS vertraut gemacht. Denn dieses Energierückgewinnung-System sorgt im richtigen Moment für Extrapower.

Packshot zu F1 2018F1 2018Release: PC, PS4, Xbox One: 24.8.2018 kaufen: Jetzt kaufen:

Erfüllt ihr die Teamaufgaben, erntet ihr Ressourcenpunkte, die ihr in die Fahrzeugforschung steckt. Diese unterteilt sich in die vier Bereiche Antrieb, Strapazierfähigkeit, Chassis und Aerodynamik, in denen sich euer Vehikel in 126 Upgrades verbessern darf. Passt aber auf, dass euch eine künftige Reglement-Änderung nicht in die Quere kommt und harte Forschungsarbeit zunichte macht.

F1 2018 wurde auch grafisch aufgehübscht

Überrollbügel mit Sichtproblem

Schon auf den ersten gefahrenen Metern fällt das neue Halo-System auf. Im Cockpit ist eure Sicht direkt nach vorn eingeschränkter. Gut, dass sich dieser Sicherheitsbügel teilweise abschalten lässt.

Eine größere Änderung betrifft das veränderte Fahrverhalten. Codemasters hat die Reifenphysik realistischer gemacht. Deshalb kommt der Wagen schneller ins Rutschen als in F1 2017. Trotz zuschaltbarer Fahrhilfen solltet ihr mit dem Gaspedal behutsamer umgehen. Mit ein wenig Übung entwickelt ihr aber schnell ein Gefühl für den Grenzbereich.

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Große Streckenvielfalt

Auf 21 Strecken in der ganzen Welt ist euer Können gefragt. Dabei folgt die Karriere genau dem realen F1-Kalender von Australien bis Abu Dhabi. Zusätzlich zu F1 2017 fahrt ihr auch auf dem Hockenheimring und dem Paul-Ricard-Kurs in Frankreich. Letzterer ist optisch wenig eindrucksvoll und verzeiht dank asphaltierten Auslaufzonen so manchen Fehler.

Ähnliches gilt für das Schadensmodell: Schnell fangt ihr euch einen kaputten Frontflügel ein, doch bis zum Totalschaden müsst euch echt anstrengen. Auch da die Gegner-KI Blechkontakte weitgehend meidet. Doch die Rückspulfunktion kann nötigenfalls so manches Rennen retten. Vor allem wenn euch ein plötzlicher Wolkenbruch überrascht. Dann hilft nur ein schneller Reifenwechsel in der Box.

Neben den üblichen F1-Veranstaltungen steigt ihr auch ins Cockpit von Klassikerwagen. Sei es bei Einladungsrennen in der Karriere oder bei selbsterstellten Meisterschaften. 20 klassische Boliden von Lotus, Ferrari, McLaren, Williams oder Red Bull warten auf eine Ausfahrt.