F.E.A.R. 2: Project Origin – Test

XBox 360

Die Wurzeln des Bösen

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von Nedzad Hurabasic, 11. Februar 2009 14:24 Uhr

Angst ist eines der menschlichen Ur-Gefühle. Wir fürchten uns vor dem, was wir nicht kennen. Vor allem Dunkelheit treibt uns die Furcht in den Nacken, denn Menschen sind für das Leben in der Nacht nur denkbar schlecht gerüstet. Was Iron Maiden in "Fear of the Dark" hymnisch besingen wird in F.E.A.R. 2: Project Origin videogespielte Wirklichkeit: Der Kampf mit den eigenen Ängsten wird zur Mutprobe, verpackt in einen Ego-Shooter der eher traditionellen Sorte.

Seinen Phobien soll man sich stellen, so der generelle Rat. Wer sich vor Spinnen ekelt oder ganz schlicht Grausen vorm Fliegen hat, soll sich intensiv damit auseinandersetzen. Da die Abneigung vor Dunkelheit tief in unser aller Erbgut verankert ist und ein überliefertes Relikt aus längst vergangenen Tagen darstellt, kommt der Ausflug in die Welt von F.E.A.R. 2 einer Auto-Psychoanalyse gleich: Wir stellen uns aktiv unserem Schreckgespenst. Unser Ich projizieren wir dabei in einen gewissen Sergeant Michael Becket, der als Mitglied der Spezialeinheit Delta Force auf den Spuren der mysteriösen Alma mit unheimlichen Kräften konfrontiert wird.

Fear of the Dark

Unterhaltsamer und nervernzerfetzender Horror-Shooter, der jedoch mit altbackenem Spieldesign daherkommt.FazitEntwickler Monolith hat viel Erfahrung mit Videospielen, in denen wir uns unseren Ängsten auf die eine oder andere Weise stellen müssen. Dunkelheit ist beispielsweise auch in der Condemned-Reihe ein beherrschendes Stilmittel, das die F.E.A.R.-Serie als dominierendes Ausdrucksmittel prägt.

Die Finsternis ist dabei über weite Strecken so erdrückend, dass man sich oftmals danach sehnt, endlich einmal wieder die klaustrophobisch beengten Flure der 14 Levels verlassen zu können. Man fühlt sich fast, als wäre man lebendig begraben - eine weitere unserer Urängste. Verglichen mit F.E.A.R. 2 wirkt das beängstigend finstere Doom 3 teilweise wie ein Fanal des Lichts.

Screenshot zu: Die Wurzeln des BösenDas Ende und der Anfang des Desasters.

Gelegentlich unterbricht man tatsächlich seine Wanderschaft durch das "dunkle Tal", die euch durch verlassene Schulen, Krankenhäuser oder U-Bahnstationen führt und gelangt, häufiger als noch beim Vorgänger, an die frische Luft. Diese Intermezzi tun nicht nur den Augen gut, die stundenlang nur im Lichtkegel eines dünnen Taschenlampenstrahls herumstochern dürfen. Auch die Seele atmet spürbar auf, sobald man die allbeherrschende Finsternis der Innenbereiche verlässt - und sei es nur für kurze Zeit. Richtig hell wird es jedoch auch draußen niemals, selbst dort überwiegt meist ein schummriger, fahler Schein.

Monolith schlägt die Brücke von der ersten Episode zum zweiten Teil (unter weitgehender Missachtung der beiden anderen Semi-Sequels) mit einem Kunstgriff: Unser Hauptakteur greift eine halbe Stunde vor dem Ende des Vorgängers in das Geschehen ein und erlebt die Explosion an dessen Ende hautnah mit, um dann in einem parallelen Erzählstrang seine eigene Geschichte zu erleben.

Kommentare 15
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Darth YautjaDarth Yautja31.03.2011 07:59
Ich habe mir heute Morgen einen runtergeholt...
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Crashman22.03.2009 00:51
das Spiel ist doch total einfach

habs durch und bin nur 2 mal gestorben XD
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BoZZ05.03.2009 19:03
Habs durch un is echt krass. Hat meine erwartungen übertroffen
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NelsathisNelsathis14.02.2009 21:09
Was soll denn das, einen hohen Schwierigkeitsgrad auf die Contraliste zu setzen?
Das widerspricht doch sogar der cleveren KI auf der Pro-seite.

Ich finde das absolut nicht in Ordnung.. Wenn man durchgeschleift wird, kann man auch gleich nen Buch lesen / Film gucken.
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egal13.02.2009 14:31
hab die demo gespielt. das spiel übersteh ich nicht ohne danach einen knacks zu haben. schade. wär ein schönes spiel gewesen...aber nichts für mich (obwohl ich schon ü20 bin XD)
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Crashman8Crashman812.02.2009 19:26
@Blitzechse

Geht mir ganz genauso. Aber solche Momente sind auch net schlecht. Ich hab mich anfangs gefragt wo der Haken ist des ich so stark bin :D
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steffi12.02.2009 16:05
echt schöner artikel, sowas liest man selten auf gaming-sites
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ChaotarchChaotarch12.02.2009 12:28
Ich hab zu große Angst vor kleinen Mädchen T.T
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Fear ftw12.02.2009 10:07
ich freue mich schon total auf das Teil - ich hoffe das es heute oder morgen in der Post liegt. Und das der Multiplayer klassisch ist freut mich auch. TDM ist und bleibt die Königsklasse - wer braucht schon so bombrun-, eroberungs- oder last man standig gedöns.

i luv it.
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@Blitzechse (cooler Name übrigens)
Das mit dem Mech + Baller kommt meinem Größtenwahn und Killerinstinkt doch sehr gelegen. ;)
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BlitzechseBlitzechse11.02.2009 18:57
Man kann die gleichen Dinge kritisieren wie noch beim ersten Teil, und dennoch glaube ich, dass ich persönlich wieder einen Heidenspaß haben werde. Klar, man hätte sich mehr gewünscht, nach dem Tamtam mit Vivendi/Sierra bei der Trennung von Monolith kann man aber von Glück sagen, dass dieses Entwicklerstudio überhaupt noch eine solche Klasse abliefert. Es hätte ja auch die Querelen nicht überstehen können.

Das einzige, was mich echt stört, sind diese Mech-Sequenzen. Dieser massive Munitionseinsatz passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zu F.E.A.R. - man fühlt sich halt hinter einem dicken Mech-Panzer nicht mehr verwundbar und allein.
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Remake Moster11.02.2009 15:55
ich warte noch 10 jahre^^
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Mork vom Ork11.02.2009 15:53
bin nächstes mal auch dabei:)
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Paxton Fettel11.02.2009 14:53
Und ich erst.
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Alma11.02.2009 14:43
Ich komme wieder.
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