Angst ist eines der menschlichen Ur-Gefühle. Wir fürchten uns vor dem, was wir nicht kennen. Vor allem Dunkelheit treibt uns die Furcht in den Nacken, denn Menschen sind für das Leben in der Nacht nur denkbar schlecht gerüstet. Was Iron Maiden in "Fear of the Dark" hymnisch besingen wird in F.E.A.R. 2: Project Origin videogespielte Wirklichkeit: Der Kampf mit den eigenen Ängsten wird zur Mutprobe, verpackt in einen Ego-Shooter der eher traditionellen Sorte.
Seinen Phobien soll man sich stellen, so der generelle Rat. Wer sich vor Spinnen ekelt oder ganz schlicht Grausen vorm Fliegen hat, soll sich intensiv damit auseinandersetzen. Da die Abneigung vor Dunkelheit tief in unser aller Erbgut verankert ist und ein überliefertes Relikt aus längst vergangenen Tagen darstellt, kommt der Ausflug in die Welt von F.E.A.R. 2 einer Auto-Psychoanalyse gleich: Wir stellen uns aktiv unserem Schreckgespenst. Unser Ich projizieren wir dabei in einen gewissen Sergeant Michael Becket, der als Mitglied der Spezialeinheit Delta Force auf den Spuren der mysteriösen Alma mit unheimlichen Kräften konfrontiert wird.
Entwickler Monolith hat viel Erfahrung mit Videospielen, in denen wir uns unseren Ängsten auf die eine oder andere Weise stellen müssen. Dunkelheit ist beispielsweise auch in der Condemned-Reihe ein beherrschendes Stilmittel, das die F.E.A.R.-Serie als dominierendes Ausdrucksmittel prägt.
Die Finsternis ist dabei über weite Strecken so erdrückend, dass man sich oftmals danach sehnt, endlich einmal wieder die klaustrophobisch beengten Flure der 14 Levels verlassen zu können. Man fühlt sich fast, als wäre man lebendig begraben - eine weitere unserer Urängste. Verglichen mit F.E.A.R. 2 wirkt das beängstigend finstere Doom 3 teilweise wie ein Fanal des Lichts.
Das Ende und der Anfang des Desasters.Gelegentlich unterbricht man tatsächlich seine Wanderschaft durch das "dunkle Tal", die euch durch verlassene Schulen, Krankenhäuser oder U-Bahnstationen führt und gelangt, häufiger als noch beim Vorgänger, an die frische Luft. Diese Intermezzi tun nicht nur den Augen gut, die stundenlang nur im Lichtkegel eines dünnen Taschenlampenstrahls herumstochern dürfen. Auch die Seele atmet spürbar auf, sobald man die allbeherrschende Finsternis der Innenbereiche verlässt - und sei es nur für kurze Zeit. Richtig hell wird es jedoch auch draußen niemals, selbst dort überwiegt meist ein schummriger, fahler Schein.
Monolith schlägt die Brücke von der ersten Episode zum zweiten Teil (unter weitgehender Missachtung der beiden anderen Semi-Sequels) mit einem Kunstgriff: Unser Hauptakteur greift eine halbe Stunde vor dem Ende des Vorgängers in das Geschehen ein und erlebt die Explosion an dessen Ende hautnah mit, um dann in einem parallelen Erzählstrang seine eigene Geschichte zu erleben.
von Warner Bros. Interactive Entertainment, Monolith ProductionsGenre: Action, HorrorPC, PS3, XBox 360: 13.2.2009Offizielle WebseiteUSK: Noch nicht geprüft
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
habs durch und bin nur 2 mal gestorben XD
Das widerspricht doch sogar der cleveren KI auf der Pro-seite.
Ich finde das absolut nicht in Ordnung.. Wenn man durchgeschleift wird, kann man auch gleich nen Buch lesen / Film gucken.
Geht mir ganz genauso. Aber solche Momente sind auch net schlecht. Ich hab mich anfangs gefragt wo der Haken ist des ich so stark bin :D
i luv it.
Das mit dem Mech + Baller kommt meinem Größtenwahn und Killerinstinkt doch sehr gelegen. ;)
Das einzige, was mich echt stört, sind diese Mech-Sequenzen. Dieser massive Munitionseinsatz passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zu F.E.A.R. - man fühlt sich halt hinter einem dicken Mech-Panzer nicht mehr verwundbar und allein.