Die Rolle der Unterstützer ist vielleicht weniger deutlich definiert als die ihrer Kollegen, denn ihr Repertoire umfasst offensive, defensive und taktische Möglichkeiten, die je nach Situation wohlüberlegt eingesetzt werden wollen. Massive Feuerkraft, starke Buffs für das Team und einige Tricks auf Lagen – als Unterstützer muss man einen Blick dafür entwickeln, wann welcher Aspekt der eigenen Klasse gefragt ist. Dafür sind Supports aber dann auch erstaunlich vielseitig und in beinahe jeder Situation nützlich.

Klassenfähigkeit: Tarnfeld
Unterstützer können sich selbst und die um sie stehenden Kameraden kurzzeitig unsichtbar werden lassen. Sie hält nicht lange an und wird schlagartig durchbrochen, wenn die Getarnten eine Fähigkeit, einen Ausrüstungsgegenstand, eine Waffe oder ihr Jetpack einsetzen. Diese massiven Einschränkungen täuschen aber nicht darüber hinweg, dass das Tarnfeld immens mächtig ist.

Ob ihr nun eurem Team die Flucht ermöglicht, euch besser positionieren könnt, um das Monster zu überfallen oder auch einfach im Kampf für etwas Verwirrung beim Feind sorgt, das Tarnfeld erledigt all diese Aufgaben mit Bravour. Auch für Wiederbelebungen ist es bestens geeignet. Besonders nützlich ist es im Zusammenspiel mit dem Sanitäter Lazarus, der sich auf die Wiederbelebung von gefallenen Teammitgliedern spezialisiert hat. Der kann sich zwar selbst tarnen, um seinen Job besser zu erledigen, aber oftmals reicht die kurze Zeit nicht, und ein paar zusätzliche Sekunden können den Unterschied ausmachen.

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Evolve Klassen: Support – Hank: Fähigkeiten, Waffen und Ausrüstung

Hank ist der standardmäßige Support-Charakter und steht von Anfang an zur Verfügung.

Schildprojektor
Hanks Energieschild erlaubt es ihm, einen seiner Kameraden (aber nicht sich selbst) mit einem Schutzschild zu umgeben, der erst durchbrochen werden muss, bevor der geschützte Jäger Schaden nimmt. Hank muss seinen Kameraden dazu mit dem Schildgenerator im Visier behalten, was zudem den Nachteil hat, dass ein deutlich sichtbarer blauer Strahl zwischen Hank und seinem Schützling entsteht – eine gute Gelegenheit für ein Monster, Hank selbst ins Visier zu nehmen. Dafür ist die Reichweite des Projektors immens hoch – begebt euch mit dem Jetpack zu höhergelegenen Orten und schildet eure Freunde von dort aus, wo das Monster euch schlechter erreichen kann.

Benutzt den Energieschild nicht, wenn zum Beispiel euer Soldat seine Unverwundbarkeit benutzt habt oder wenn einer eurer Kameraden gar keine Aufmerksamkeit vom Monster hat – ihr zieht damit nur Aufmerksamkeit auf euch und euren Schützling. Der Schild hat nur eine begrenzte Kapazität, bevor er wieder aufgeladen werden muss und sollte pointiert und gezielt eingesetzt werden. Alle paar Sekunden einen dicken Panzerschild abfeuern ist einfach nicht drin. Daher solltet ihr auch punktuell schilden, nicht die ganze Zeit – der Projektor lädt seine Energie nicht auf, während ihr ihn benutzt, also benutzt ihn immer nur punktuell, wenn ein Teammitglied gerade wirklich angegriffen wird, um das Maximum aus seiner Ladung zu holen.

Laserschneider
Dafür, dass er "nur" Unterstützer ist, hat Hank eine erschreckend starke Waffe. Sein Laser Cutter ist eine Art schweres Maschinengewehr, mit dem ihr unzählige starke Geschosse in sehr kurzer Zeit abfeuern könnt. Man könnte denken, dass Hank angesichts dieser Feuerkraft am besten primär mit auf das Monster feuern sollte, aber das ist nicht unbedingt wahr. Wie bei seinen anderen Fähigkeiten ist es am sinnvollsten, nur in entscheidenden Momenten mit draufzuhalten, zum Beispiel, wenn das Monster eh schon kurz vorm Exitus steht.

Ansonsten fehlt dem Team nämlich einfach Hanks Vielseitigkeit und Unterstützung. Davon abgesehen sind die gelben Laser seines Geschützes extrem offensichtlich und ihr werdet zwangsläufig die Aufmerksamkeit des Monsters auf euch ziehen und dann ziemlich schnell zur Zielscheibe. Wenn ihr gerade niemanden zu schützen oder zu tarnen habt, wenn euer Medic eine Schwachstelle offenbart hat oder wenn es Zeit ist, den Feind mit überlegender Feuerkraft einfach zu überrollen, holt den Laser Cutter raus, setzt ihn sporadisch ein und steckt ihn dann wieder weg, wenn andere Fähigkeiten nötig sind.

Orbitalschlag
Wie der Name andeutet ruft der Orbitalschlag eine Reihe von Artilleriegeschossen auf das Schlachtfeld, die aus dem Himmel auf euer unglückliches Ziel regnen. Wichtig ist dabei, dass es eine zeitliche Verzögerung zwischen dem Rufen des Luftschlags und dem Einschlag gibt. Das sorgt dafür, dass die Fähigkeit nicht wirklich so übermächtig ist, wie sie klingt – die Monster sind in der Regel sehr mobil und oft wieder weg, bevor die Geschosse einschlagen.

Das bedeutet im Klartext, dass man den Orbitalschlag klug und im richtigen Moment einsetzen muss, um wirklich ein Maximum an Effizienz rauszuholen. Natürlich sollte man üben, dem Monster in den Lauf zu schießen, aber das ist höchstens vereinzelt die beste Taktik. Im Zusammenspiel mit den Harpunenfallen des Fallenstellers oder dem Betäubungspfeil des Sanitäters wird der Orbitalschlag deutlich gefährlicher, also lasst es auf das Monster regnen, wenn es sich nicht frei bewegen kann. Der Orbitalschlag kann auch eine Defensivoption sein, wenn ein Kollege zu Boden gegangen ist, benutzt den Orbitalschlag, um euren Kameraden Freiraum zur Wiederbelebung zu verschaffen.

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Hank legt sich mit einem Goliath an.
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Eine weitere Situation, in der der Orbitalschlag nützlich sein kann, ist, wenn das Monster bereits auf der Maximalstufe ist und den Generator angreift. Da es sich dazu in allerRegel direkt vor seinem Ziel aufhält, ist das eine Möglichkeit, ihm in kurzer Zeit massiven Schaden zuzufügen und so vielleicht das Match doch noch zu gewinnen.

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Evolve Klassen: Support – Bucket: Fähigkeiten, Waffen und Ausrüstung

Bucket ist der erste zusätzliche Support-Charakter, den ihr freischalten könnt. Um ihn zu erhalten, müsst ihr alle Fähigkeiten Hanks um einen Stern verbessern.

Zielgelenkter Raketenwerfer
Bucket bleibt gerne auf Distanz und ist dennoch effektiv, und seine Hauptwaffe spiegelt diese Spielweise wider. Nachdem ihr mit dem Raketenwerfer geschossen habt, fliegen die Raketen zur Position, auf die ihr anschließend zielt, ihr könnt sie also führen. Zudem haben die Raketen einen Näherungssensor und, das gehört zum guten Ton, einen Sprengradius, in dem sie bei der Detonation Schaden anrichten, ihr müsst also euer Ziel nicht ganz genau treffen, es reicht, wenn ihr die Geschosse in die ungefähre Richtung lenkt.

Mit dem Raketenwerfer können erfahrene Spieler richtige Kunststücke hinlegen, zum Beispiel um Ecken schießen. Das ist nützlich, wenn das Monster flieht und versucht, die Sichtlinie zu durchbrechen – für einen erfahrenen Bucket ist es durchaus eine Option, ihm dabei noch mehrere Raketen hinterherzujagen. Auch in normalen Kämpfen kann und sollte Bucket dank dieser Waffe eher auf Distanz bleiben und aus dem Hinterhalt das Monster beharken. Das sollte allerdings auch erst dann passieren, wenn die Geschütztürme sinnvoll verteilt wurden. Wenn euch das Monster bei eurer Kanonade zu sehr auf die Pelle rückt, tarnt euch, geht wieder auf Distanz und wiederholt das Spiel.

Automatische Geschütze
Bucket kann bis zu fünf automatische Geschütztürme in der Gegend platzieren, sowohl auf dem Boden als auch an Oberflächen. Die kleinen Mistviecher richten alleine nicht viel Schaden an, sind in der Masse aber durchaus gefährlich, störend und nützlich. Die offensichtliche Option ist natürlich, sie am Anfang eines Kampfes in der Pampa zu verteilen und so das Monster in einem Kreuzfeuer zu halten. Das wird es unter Anderem dabei stören, zu fressen, gestürzte Kameraden zu töten und für Ablenkung sorgt es außerdem.

Auf keinen Fall solltet ihr dabei alle Geschütze nahe beieinander platzieren, denn ein einzelner Flächenangriff des Monsters kann die fragilen Türme dann auf einen Schlag ausradieren. Platziert sie an verschiedenen Orten rund um das Monster, auch höhergelegenen Stellen, um ein Optimum aus ihnen herauszuholen. Eine weitere Alternative ist es, die Türme bei der Verfolgung des Monsters immer wieder im Dickicht zu platzieren, quasi als kleine Spähposten, die Bucket sagen, wann das Monster vorbeikommt. Übrigens: Geschütztürme greifen automatisch alle Feinde in Reichweite an, auch Tiere.

Drohne
Eigentlich keine Drohne, sondern eher Buckets Kopf. Bucket schraubt sich die Rübe ab und lässt sie durch die Gegend fliegen bzw. schweben, um nach dem Monster Ausschau zu halten.Wenn er das Monster findet und ins Visier nimmt, kann er es markieren, wodurch Bucket und sein Team es besser verfolgen können.

Die berechtigte Frage ist: Was passiert in der Zeit mit Buckets Körper? Der steht blöd in der Gegend rum und ist sehr anfällig, also solltet ihr die Drohne nicht benutzen, wenn es gerade nicht sicher ist. Auch bei einer aktiven Verfolgung, wo eh klar ist, wo sich das Monster aufhält, solltet ihr zweimal darüber nachdenken, ob ihr die Drohen einsetzen wollt – dadurch, dass Bucket sich bei der Benutzung nicht bewegen kann, fällt er zwangsläufig zurück und muss dann erst wieder Anschluss zum Team finden.

Wenn ihr sehr aggressiv spielt, könnt ihr die Drohne natürlich gleich am Anfang eines Matches benutzen und versuchen, das Monster so schnell wie möglich aufzuspüren. Das kann funktionieren, aber achtet darauf, dass euer Team nicht zu weit ohne euch weiterzieht und das Monster euch vielleicht im Startareal alleine überfällt. Ein idealer Zeitpunkt hingegen ist, wenn die Kuppel eines Fallenstellers gleich zusammenbricht und das Monster hinterher fliehen wird – startet die Drohne kurz zuvor und markiert das Monster direkt, bevor es seine Flucht startet.

Evolve Klassen: Support – Cabot: Fähigkeiten, Waffen und Ausrüstung

Mit Cabot erhaltet ihr den dritten standardmäßigen Support. Verbessert alle Fähigkeiten Buckets um einen Stern, damit Cabot verfügbar wird.

Schadensverstärker
Der Schadensverstärker ist ein kontinuierlicher Strahl, den Cabot auf ein Ziel schießen kann, damit es von anderen Quellen mehr Schaden erhält. Das macht dieses Gerät natürlich zu einer idealen Ergänzung der schadensintensiven Soldaten-Klasse. Wenn dann noch die Schwachstelle eines Sanitäters ausgenutzt wird, kann in kurzer Zeit eine verblüffende Menge Schaden angerichtet werden.

Gute Koordination ist dabei natürlich das A und O. Cabot muss gut überlegen, wann er lieber direkt angreifen sollte und wann Verstärkung sinnvoll ist. Seine Schienenkanone – weiter unten beschrieben – ist oftmals eher in Situationen sinnvoll, in denen das Monster flieht und Cabot noch zusätzlichen Schaden zufügen kann, während der Rest des Teams schon losheizen muss. Im direkten Getümmel und mit einem gefangenen Monster ist der Schadensverstärker als "Standardwaffe" meist die bessere Wahl.

Staubmarkierer
Sieht im ersten Moment aus wie Hanks Orbitalschlag, hat aber einen anderen Nutzen: Der Staubmarkierer schlägt nach wenigen Sekunden im markierten Areal ein und kennzeichnet dort alle Feinde, das Monster natürlich eingeschlossen. Die Feinde sind anschließend für eine Zeit durch Wände hindurch sichtbar.

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Man kann den Staubmarkierer zur Aufklärung einsetzen, ähnlich wie Buckets Drohne: Wenn ihr das Monster in der Nähe vermutet, setzt den Markierer ein und im Idealfall seht ihr sofort seine Position. Es hilft eurem Team nicht nur, das Biest zu verfolgen, sondern geht auch eine tolle Synergie mit dem Schienengewehr ein. Wie auch die Drohne kann man den Staubmarkierer natürlich auch präventiv einsetzen, zum Beispiel vor dem Zusammenbruch einer Fallensteller-Kuppel, um das Monster anschließend gleich besser verfolgen zu können.

Schienengewehr
Überall diese doofen Felsen, Bäume und Sträucher! Kann man da nicht was machen? Klar kann man: Cabots "Hauptwaffe"ist ein Einzelschussgewehr mit sehr respektablem Schaden und einer gewaltigen Besonderheit: Es kann durch solide Objekte schießen. Egal ob dicke Felswände oder ganze Wälder, mit dem Schienengewehr trefft ihr euer Ziel... also, wenn ihr es denn seht.

Das macht das Schienengewehr zu einer idealen Ergänzung des Staubmarkierers, aber natürlich sind andere Aufklärungsoptionen auch valide. Das Schienengewehr richtet zwar reduzierten Schaden an, wenn es durch Objekte schießt, dafür kann es aber eben auch Feinde treffen, die ansonsten unerreichbar sind. Im Getümmel und im beisein eines Soldaten ist der Schadensverstärker oft die bessere Wahl. Außerdem muss man aufpassen – ein nichtsahnendes Monster quasi zu "warnen", bevor das Team ankommt, ist keine gute Idee.

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