Es gibt einige Videospiele, die werden mit interaktiven Filmen verglichen. Auch Eternal Sonata könnte in diese Kategorie eingeordnet werden, noch näher kommt man diesem japanischen Rollenspiel aber wohl mit der Einordnung als virtuelles oder interaktives Gemälde - so opulent und beeindruckend sind die malerischen Umgebungen des Spiels. Lebendig gewordenes Stillleben sozusagen. Doch das Xbox-360-Spiel hat noch einiges mehr zu bieten als farbenfrohe Landschaften, wie wir bei einem Ausflug in die Traumwelt eines berühmten Komponisten erfahren durften.
Die Handlung von Eternal Sonata spielt in den Träumen des auf dem Sterbebett liegenden polnischen Pianisten Frederic Chopin. Während er im Jahre 1849 komatös nach außen hin dem Tode entgegensiecht, entfaltet sich in seiner Gedankenwelt ein buntes Abenteuer, das es farbenprächtiger bisher wohl noch nicht gegeben hat.
Da irrt der gute Doktor aber ganz schön...Vordergründig geht es dabei um eine Fantasywelt, in der ein gewisser Graf Waltz seine Untertanen tyrannisiert und mithilfe eines Minerals zu willenlosen Sklaven macht. Wer aber zwischen den Zeilen liest, kann durchaus die Verflechtung der Storyelemente wie Revolution (mit dem historischen Aufstand der Polen gegen Russland) und Krankheit (der des Musikers - Tuberkulose) durchschauen und somit die ernste Thematik hinter dem Rollenspiel erkennen.
Im Mittelpunkt steht aber natürlich das Rollenspiel japanischer Machart. Ihr trefft auf verspielte, kindliche Charaktere mit großen Augen, die bisweilen stark an das Anime-Genre erinnern. Die Spielfiguren tragen dabei Namen wie Polka, Beat oder Allegretto und spiegeln auf diese Weise die musikalische Bedeutung des Spiels wider, auch wenn man selber leider nur am Rande mit einer kleinen Side-Quest halbwegs musikalisch gefordert wird.
von Namco Bandai, Tri-CrescendoGenre: RollenspielXBox 360: 18.10.2007
Kingdoms of Amalur: ReckoningXBox 360, PS3, PC: 10.2.2012 Vorschau lesen
The Darkness 2XBox 360, PC, PS3: 10.2.2012 Vorschau lesen
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
Beim Lesen diesen Artikels wurde ich 3 mal von Tabula Rasa unterbrochen. Das geht so nicht!