Gaming hat keinen einfachen Stand in der Gesellschaft. Das beweist erneut eine Aussage eines deutschen Politikers. Dieses Mal geht es um eSports und die Akzeptanz die virtuellen Matches als richtigen Sport zu verstehen. Der hessische Innenminister geht in die Offensive und möchte den Begriff lieber völlig loswerden.

Sind eSports richtige Sportarten?

Wir sind herausgefordert durch ein offenbar neues Sportverständnis. Ist diese Daddelei vor dem Fernseher am Ende auch Sport?“, hieß es vom hessischen Innenminister Peter Beuth in einer Ansprache beim Turn- und Sportkongress in Darmstadt (via Echo Online). „Mir ist noch nicht klar, wie Bewegen aus Daumen und Zeigefinger Sport sein soll, auch wenn sich auf Bildschirm was bewegt. Wenn uns die Frage der Bewegung beschäftigt, dann passt das nicht. eSport hat mit Sport nichts zu tun. Wir müssen diesen Begriff ausradieren. [...] Gaming hat seinen Wert. Aber es gehört nicht in eine Sportorganisation als solche hinein. Weil es sich mit einem Titel schmückt, dessen Werte ich dort vermisse.“

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Argumente treffen auf taube Ohren

Vielen wird das Schachargument direkt in den Kopf gesprungen sein. Schließlich gilt das Spiel der Könige auch als Sport. Der Leiter des Turnverbandes, Norbert Kartmann, ging in seiner Rede ebenfalls darauf ein. Seiner Meinung nach würde er heutzutage zögern, wenn es erneut um die Diskussion ginge, Schach in die Sportarten aufzunehmen. Für ihn sei "Daddeln" ein ähnlicher Fall und kein Sport, wie er ihn sich vorstellt.