Viele Tage wurden abertausende Leser, zu denen auch ich mich zähle, von den ersten beiden Bänden der »Eragon«-Trilogie in den Bann gezogen. Es will mir aber weiß Gott nicht gelingen, diese Faszination auch für die Spielumsetzung zu empfinden. Der Spielspaß erhält erst gar nicht die Chance zustande zu kommen, denn das simpel gestrickte Abenteuer leidet unter zahlreichen Mankos. Da wären eine unübersichtliche Kamera, lahmes Gameplay, eine schlecht inszenierte Geschichte und vieles mehr, was für Groll bei »Eragon«-Fans sorgt.

Lediglich selbsternannte Drachenreiter sollten einen Blick riskieren. Alle anderen greifen auf weit bessere Genrevertreter zurück und überlassen das virtuelle Königreich Algaesia lieber dem fiesen Galbatorix.

Eragon ist bereits für DS, PC, PS2, PSP & Xbox 360 erhältlich und erscheint demnächst für GBA. Jetzt bei Amazon kaufen bzw. vorbestellen.

Pro

  • Leichter Spieleinstieg
  • Viele Moves
  • Koop-Modus
  • Teilweise tolle Texturen

Contra

  • Bedenkliche Kamerawinkel
  • Abwechslungsarm
  • Schwach erzählt
  • Plumpe Gegnermodelle

Grafik

Mit seinen Fabelwesen hält "Eragon" zwar keinen Trumpf in der Hand, dafür können die teils feschen Schauplätze und hochauflösenden Texturen überzeugen.

Sound

Mal von den Patzern abgesehen hat man bei der Lokalisierung gute Arbeit geleistet. Noch besser schneidet der wohlklingende Soundtrack ab.

Gameplay

Dass Hack'n'Slay-Titel Gaudi machen können, wurde oft genug unter Beweis gestellt. "Eragon" stattdessen langweilt den Spieler fast ausschließlich mit faden Handgemengen.

Multiplayer

Wider allen Erwartungen lässt der enthaltene Koop-Modus keine Beanstandungen aufkommen. Und bekanntermaßen hälts sich zu zweit auch besser aus. Also, her mit dem zweiten Controller!