Der Gizmondo galt als eine der größten Hoffnungen auf dem Handheld-Markt und wurde - allein durch seine technischen Daten - als einziger nennenswerter Konkurrent zur PSP gehandelt. Doch leider kam alles anders. Denn obwohl der Gizmondo auf der britischen Insel Monate vor der PSP in die Läden kam, wollte kaum jemand zugreifen. Auch die Markteinführung in den USA hob die Verkaufszahlen nicht wie erwartet.

Anfang Februar 2006 stellte der Hersteller des Gizmondos, Tiger Telematics, beim britischen High Court auf Gläubigerschutz. Das Gericht lehnte ab, was die Liquidierung des Herstellers bedeutet - Entlassung aller Mitarbeiter, Einstellung der Geschäftstätigkeit, Veräusserung aller Firmenwerte. Die durch diesen Schritt frei gewordenen 70 Millionen US-Dollar sollen voll in die Schuldentilgung gesteckt werden.

Allein im Zeitraum von Januar bis September 2005 häufte die europäische Gizmondo-Niederlassung Verluste von über 200 Millionen Euro an.