Die Matrix ist nicht nur eine wunderbare Illusion, sie ist dazu noch ein Wahnsinns-Geldmagnet. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, schlugen sowohl Game als auch Film ein wie ein Metiorit. In den USA durchbrach Enter the Matrix am ersten Tag die Verkaufsmarke von 250.000 - für ein Spiel sicherlich nicht unbeachtlich!

Das Game schafft zwar keine Einnahmen von 138 Millionen Dollar, die der Film bereits an den ersten vier Tagen nach seiner Veröffentlichung verbuchen konnte. Aber immerhin trägt Enter the Matrix zusammen mit seinem großen Filmbruder Matrix: Reloaded die Verantwortung, knapp 150 Millionen Dollar an Produktionskosten wieder in die Kassen zu bringen.

Weitab von Finanzen tut sich aber ein ganz anderes Problem auf. Doug Lowenstein vom Dachverband der US-Computerspieleindustrie hört die Nachtigall schon trapsen: Die Doppelpack-Veröffentlichungen von Spiel und Film würden zu einer "Zwangsjacke" für die Spielehersteller führen. Lowenstein sieht nach der Etablierung als eigenständiger Unterhaltungsbereich in Zukunft eine (finanzielle) Abhängigkeit von Hollywood. Das wiederum könne eine geringere Kreativität im Gaming-Bereich nach sich ziehen.

Ängste über Ängste! Was bleibt ist eine wachsende Paranoia im Spielebereich. Bloß nicht nach den Wünschen anderer richten, auch wenn sie eine gute Geldquelle darstellen könnten, die ja so dringend benötigt wird. Ein Teufelskreis ohne Sinn und Verstand - man stelle sich nur mal eine Verfilmung von Deus Ex 2 vor. So'n Quatsch!

Enter the Matrix ist für PS2, XBox, seit dem 15. Mai 2003 für GameCube und PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.