Jedes Spiel, das auch nur ansatzweise über einen Online-Modus verfügt, schimpft sich heutzutage „MMO“, ungeachtet der Tatsache, dass in den drei Buchstaben neben dem Online und Multiplayer das „Massive“ an erster Stelle steht. Als MMO-Strategiespiel wurde uns „End of Nations“ angepriesen. „Ja, nee, is’ klar“, dachten wir und packten unsere Sachen, um uns das vom Entwickler persönlich vor Ort in San Francisco zeigen zu lassen.
MMO trifft Echtzeitstrategie: eine explosive Mischung.AusblickWenn die Entwickler bei Petroglyph über Strategiespiele reden, dann wissen sie genau, was Sache ist. Schließlich stammt aus ihrer Feder nicht nur das gelungene Star Wars: Empire at War, ein Großteil des Teams werkelte seinerzeit bei Westwood am allerersten Command & Conquer.
Auf den ersten Blick ist End of Nations ein typisches RTS - auf den zweiten Blick das erste MMORTS.Chef-Entwickler Noah Wagner gehörte gar dem Tüftlerkreis an, der sich seinerzeit Dune 2 ausdachte und damit den Genrestein maßgeblich ins Rollen brachte. Dass er zuletzt Chris Taylor bei dessen Supreme Commander unter die Arme griff, ist seinem neuesten Spross „End of Nations“ anzumerken, nicht nur wegen der bildschirmfüllenden Atomexplosion, sondern weil auch hier Innovation und Fremdeinflüsse über Tradition und Sicherheitsdenken gestellt werden.
Kawumms! Der Kampf um die Freiheit hat begonnen.Die Story allerdings wird vermutlich keinen Originalitätspreis gewinnen: In 30 Jahren blüht uns das, was Politiker und Bad Banker letztes Jahr schon in schwarzen Farben an den Horizont malten: Die Weltwirtschaft bricht zusammen und das Chaos aus. Der richtige Augenblick für eine Geheimorganisation, die schon seit langem im Hintergrund ihre Fäden zieht, um die Macht an sich zu reißen. Der „Orden der Nationen“ brachte der Welt den Frieden zurück, statt Freude und Eierkuchen hatte dieser jedoch Mord, Totschlag und Militärdiktatur zur Nebenwirkung.
Und so formiert sich bald Widerstand gegen die Unterdrücker. Weltweit. Denn hier kommt der MMO-Aspekt von End of Nations zum Tragen. Tausende von Spieler auf einem Server, bis zu gut 30 Spieler pro Partie sagen dem Orden der Nationen den Kampf an. Und das ist noch lange nicht alles…
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World in Conflict muß her das ist um längen
World in Conflict muß her das ist um längen besser als der misst hier .
Leider werden wir den wohl nie sehen, schließlich hat Ubisoft ja ne Menge Ocken auf den Tisch gepackt, um es zugunsten des lieblosen und unterfordernden ENDWAR einzustampfen. WiC ist Geschichte. Wer also noch immer daran glaubt, dass sich im Kapitalismus immer das bessere Produkt durchsetzt, der sei auf diesen Fall verwiesen.
Ich trag jetzt noch Trauer, wenn ich daran denke, dass WiC so untergegangen. Das war fantastisch inszeniert im Single-Player und ein atemberaubendes Erlebnis im Multiplayer. Das Konzept der Verbesserung eigener Truppen mit dem Aufsplitten in Gattungen gepaart mit gut regulierbarer Grafikengine und frei fliegender Kamera war meiner Meinung nach der Höhepunkt der Echtzeitstrategie.
Alle anderen Konzepte und Serien schwächeln extrem - ja, auch Dawn of War, bei dem es nur noch darum ging, möglichst schnell, möglichst viele Truppen auf den Gegner zu holzen. Taktik wie bei WiC - Fehlanzeige. Company of Heroes war ein klasse Spiel, aber hatte keinen Bedienkomfort (s. Tastaturbelegung) und Kamera-Probleme.
Nun ist das Feld nur noch lieblosem Casual-Kram wie CnC mit japanobunter Comicgrafik oder wiederaufgewärmtem Weltkriegsgedöns mit unterbelichteter KI wie bei RUSE überlassen.
Und was spielen all jene, die nicht mehr aus dem Fläschchen trinken?
Selbst die besten modernen RTS haben immer ein Problem, es fehlt einfach an Spielern. R.U.S.E. etwa. Klasse Spiel aber nichts los, auch dank schelchtem Multiplayer Code.
Und End of Nations hat einige erfrischende Elemente von Ruse, 30 Spieler gleichzeitig und ist anders als das letzte C&C mehr Innovation und diesmal auch in die richtige Richtung. Und dabei eben den Schritt vom Online Modus zum Online Spiel zu machen, allein das ist schon der größte Schritt in die richtige Richtung, den das Genre machen kann.
Jetzt noch eine gute Auswahl an verschiedenen Spielmodi. Richtig witzig wären auch ein paar Raid Instanzen und beim PvP aufpassen, dass Gilden und Zufallspieler gut getrennt sind, etwa so wie in Guildwars und dann könnt ich mir das Ergebnis schon sehr gefällig vorstellen.
World in Conflict muß her das ist um längen besser als der misst hier .
@ Ubisoft:
Rückt gefälligst die Rechte raus.
Jop und du bist auch der einzige, den das interessiert...
Ich finde das klingt nach einem interessanten spiel abseitz vom einerlei was man sonst so heutzutage findet.