Die Total War-Serie aus dem Hause The Creative Assembly erfreut sich schon seit Jahren großer Beliebtheit unter Freunden von Echtzeitstrategiespielen, die auch Spaß an rundenbasierten Elementen haben.

Für die neueste Folge ihres erfolgreichen Total War-Franchise haben die Entwickler eine ganze Reihe neuer Features und Verbesserungen angekündigt, im Mittelpunkt stehen bei "Empire" die erstmals verfügbaren Seeschlachten - das nach eigenen Angaben am meisten nachgefragte Feature - die dem Spiel noch mehr Tiefe verleihen sollen.

So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Mannen um Studio Communications Manager Vispi Bhopti diesen Aspekt bei ihrer Präsentation auf der Games Convention in den Fokus rückten und anhand einer ausführlichen Demo veranschaulichten.

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Bei den maritimen Schlachten beeinflusst demnach nicht nur das taktische Geschick der virtuellen Strategen den Ausgang der Gefechte, auch das Wetter muss im Chaos von herumsausenden Kanonenkugeln, splitternden Masten und Bootsrümpfen, aufgepeitschter See und umherfliegenden Holzplanken von den Spielern in die taktische Planung miteinbezogen werden. Beispielsweise greift Feuer bei starkem Wind und nahe beieinander stehenden Schiffen von einem auf das andere über oder die Kähne kommen gleich ganz vom Kurs ab.

Empire: Total War - Völkerschlacht bei Leipzig

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Auch das Wetter spielt bei Seeschlachten eine Rolle.
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Darüber hinaus hat man bei der Produktion noch mehr Liebe zum Detail bewiesen, was alle Aspekte des Spiels betreffen soll. Noch mehr Einheiten als zuvor verfügen demnach nun über eigene Uniformen und Animationen und sollen durch mehr Individualität auf dem Schlachtfeld erkennbar sein.

Die Weiterentwicklung des Schießpulvers in "Empire" führt nicht nur zu verbesserten Waffensystemen, der hohe Detailgrad führt bei den Gefechten auch dazu, dass unzählige Mündungsfeuer und Rauchwolken das Feld vernebeln oder ihr den Soldaten dabei zuseht, wie sie ihre Bajonette für den Nahkampf aufpflanzen.

Packshot zu Empire: Total WarEmpire: Total WarErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

10.000 Soldaten

Die Animationen der virtuellen Zinnsoldaten wurden übrigens per Motion Capturing aufgezeichnet und sind daher besonders realitätsnah. Stolz weist man darauf hin, dass "kein anderes RTS das Aufeinandertreffen von 10.000 Soldaten bieten kann". Bei unserer Nachfrage, ob all diese Details bei der Masse an Einheiten nicht einen sehr guten PC voraussetzten, weicht man ein wenig aus.

"Die auf DirectX 9 basierende Gameengine erlaubt einen sehr hohen Grad an Skalierbarkeit, sodass auch vergleichsweise ältere Rechner genügen sollten", sagt man. Das könnte zwar aufgrund der bereits jetzt sehr ansehnlichen Optik und dem extrem hohen Zoomfaktor ein wenig optimistisch sein, unmöglich ist es aber nicht.

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Die Einheiten sollen natürlicher reagieren.
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Großen Wert legt man darüber hinaus auf die Weiterentwicklung der KI. Die computergesteuerten Einheiten sollen nun viel natürlicher reagieren und bei schlechter Kampfeslage selbständig den Rückzug antreten (Moralanzeige deutlich ablesbar) oder auch die Deckungsmöglichkeiten ausnutzen, um sich feindlichem Beschuss zu entziehen.

Neue Features, mehr Spieltiefe: Empire wird das Spielejahr 2009 gebührend eröffnen.Ausblick lesen

Ein diesbezüglich wichtiger Aspekt ist die realistische "Line of Sight", bei der wirklich nur die Einheiten Treffer erleiden, die im direkten Wirkungskreis bzw. Reichweite der Waffen sind. Im Umkehrschluss wird es nun jedoch schwerer, sich in offenen Feldschlachten oder gar im Nahkampf zu beweisen.

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Matschiger Untergrund bremst die Einheiten.
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Dem Spieler obliegt es jedoch, sich zum einen mit technisch fortschrittlicheren Waffen zu versorgen und sich dann andererseits damit der Umgebung und den Wetterverhältnissen anzupassen. So trübt beispielsweise Nebel die Sicht, Pferde und Kanonen werden durch matschigen Untergrund gebremst, oder das Schießpulver der Gewehre wird nass, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit von Fehlschüssen erhöht.

Das große Ganze

Auch das große Ganze sollte nicht vergessen werden, schließlich lautet der Titel "Empire". Daher kämpfen die Spieler diesmal um die Vorherrschaft eines großen Imperiums auf dem Globus, das sich locker von Indien bis nach Amerika erstrecken kann. Der rundenbasierte Teil des Spiels ist daher aufgebaut wie eine Art "Risiko", bei dem ihr eure Truppen von einer Region der Welt in die andere verschiebt und auf diese Weise versucht, euren Herrschaftskreis zu erweitern.

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Im Rundenmodus erobert ihr Stück für Stück die Welt.
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Interessant ist dabei, dass es bei den darauf folgenden Schlachten durchaus von Vorteil sein kann, die einzelnen Städte einzunehmen und nicht zu zerstören. Euer Spielstil wirkt sich nämlich auf den Fortgang des Spiels und vor allem die Diplomatie aus. Dieses Spielfeature soll nach Angaben der Entwickler eine viel größere Bedeutung erhalten. Theoretisch soll es sogar möglich sein, keine einzige Schlacht zu schlagen und trotzdem erfolgreich ein Imperium zu errichten. Aufgrund dessen wurde auch die Bedeutung von Handel im Spiel deutlich aufgewertet.