Von den japanischen Clan-Kriegen des 16. Jahrhunderts über die machtlüsternen Feldzüge römischer Kaiser bis hin zur mittelalterlichen Ära religiöser Konflikte deckt die „Total War“-Reihe bereits einen enormen Zeitraum ab. Mit „Empire: Total War“ bekommt der gelungene Mix aus rundenbasierter Strategie und Echtzeit-Schlachten ein neues Kapitel spendiert, das sich im turbulenten 18. Jahrhundert abspielt.

Dabei sollen das optimierte Benutzerinterface, ein überarbeitetes Handels- und Diplomatie-System und vor allem die neuen Seeschlachten den Spielspaß bei Freunden strategischer Mammutspiele wecken.

Empire: Total War - Die Revolution ist nah

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Im 18. Jahrhundert - zu Beginn der Industriellen Revolution - erwarten euch zahlreiche, revolutionäre Entwicklungen und Ideen.
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„Empire: Total War“ versetzt euch zurück in das Jahr 1700 und geht erst einmal von den damaligen Machtverhältnissen aus. Wie sich diese jedoch entwickeln, ob bekannte Persönlichkeiten wie Napoleon die virtuellen Schlachtfelder betreten werden oder nicht, hängt von den Rahmenbedingungen ab, die ihr schafft. Insgesamt stehen zwölf spielbare Nationen aus 50 Völkern zur Verfügung, deren Schicksale in Nord- und Südamerika, Indien und Europa inklusive Mittelmeerraum gelenkt werden können. Mit dieser globalen Verteilung besitzt „Empire“ die bisher größte Kampagnenkarte der „Total War“-Reihe.

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Zeit für historische Randale

Auf der umfangreichen Kampagnenkarte tut sich während des 18. Jahrhunderts auch allerhand: Globale Konflikte werden angezettelt, Revolutionen ausgerufen und die Anfänge der industriellen Revolution sorgen mit technischen Innovationen für einen grundlegenden Wandel im zivilen Leben wie auch auf dem Schlachtfeld. Creative Assembly ließ sich offenbar vom wandelfreudigen Jahrhundert inspirieren und hat zahlreiche neue Features implementiert, von denen vor allem die famosen Seeschlachten für Aufsehen sorgen.

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Die Seeschlachten wurden prächtig inszeniert. Welche Hardware dafür benötigt wird, ist jedoch noch nicht klar.
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Wie in der uns vorliegenden Preview-Version bereits ersichtlich sieht die Erweiterung der Echtzeit-Gefechte auf See nicht nur toll aus, sondern scheint auch spielerisch hinzuhauen. Während der Seeschlachten gilt es die unterschiedlich starken Segelschiffe mit geschickter Nutzung des Windes in vorteilhafte Positionen zu navigieren, um so möglichst effektiv den gegnerischen Kähnen eine volle Breitseite verpassen zu können – für eine optimale Navigation sorgt dabei die Möglichkeit, die Segel auf unterschiedlicher Höhe zu hissen.

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Kassiert ein Schiff zu viele Treffer, läuft es physikalisch korrekt voll, bis es letztlich ganz untergeht.
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Welche Kugeln eure Schiffskanonen dabei verschießen, könnt ihr selbst bestimmen und mittels Forschung neue Projektile entwickeln. So schießt ihr mit dem „Chain Shot“ dem Gegner die Masten vom Schiff und raubt ihm so seine Manövrierfähigkeit. Für kurze Distanzen eignet sich hingegen der „Grape Shot“, der unzählige kleine Projektile verschießt und die Schiffsbesatzung dezimiert – eine ideale Aktion, bevor die eigenen Mannen das gegnerische Schiff entern. Zu den Standardprojektilen zählen die „Round Shots“, mit denen man die Außenwände und die Kanonenstellungen der Schiffe zerlegen kann – muss ein Kahn zu viel einstecken, läuft er nach und nach voll, bis er ganz absäuft.

Spektakel auf hoher See

Dabei sorgt die Physik-Engine für ein realistisches Vollaufen. Überhaupt gehorcht das ganze Geschehen auf See möglichst exakt den physikalischen Gesetzen – von der realistisch fliegenden Kanonengugel bis hin zum detaillierten Schadensmodell der Schiffe. Für zusätzliche taktische Tiefe sorgt das Moralsystem, das den Kampfwillen der Matrosen beeinflusst. Dieser hängt vom Zustand der eigenen und der feindlichen Truppen, der Feuerkraft und Gegnernähe ab. Der Verlust des eigenen Flaggschiffs ist meistens ein böses Omen dafür, dass auch die Matrosen auf den restlichen Kähnen alsbald Bekanntschaft mit dem nassen Grab machen werden.

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Inferno auf hoher See: Die verheerenden Feuer können von Schiff zu Schiff übergreifen.
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Darüber hinaus spielt das Wetter eine wichtige Rolle. So wirkt sich eine unruhige See mit kräftigen Windböen direkt auf das Kampfgeschehen aus: Ein Feuer wird, begünstigt durch die entsprechende Windrichtung, auf andere Schiffe übergreifen. Die realistisch gestaltete Wasseroberfläche spiegelt dabei das Kampfgeschehen, das mit der physikalisch korrekten und detaillierten Zerstörung der Schiffe immer wieder Blicke auf sich zieht. Wenn wieder einmal eine volle Breitseite „Round Shots“ das gegnerische Flaggschiff durchlöchert, fühlt man sich wie Vizeadmiral Nelson höchstpersönlich.

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Das emsige Treiben der Seeleute ist immer wieder einen Blick wert.
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Überhaupt sorgt die gelungene Inszenierung immer wieder dafür, dass man lieber das Schlachtgetümmel beobachtet statt zu taktieren. Da kracht der Mast, fliegt der Matrose und splittert der Bug ohne Pause. Auch das emsige Treiben auf den Schiffen wurde gekonnt inszeniert. Die geschmeidig animierten Seemänner haben ständig irgendwas zu tun und im Falle einer Enterung schaut man sich das Miniaturspektakel auch gerne mal aus der Nähe an – falls das Kampfgeschehen dies zulässt.

Ohne Handel geht gar nichts

Creative Assembly haben sich aber nicht nur auf die Seegefechte konzentriert, sondern auch den Landschlachten neue Elemente spendiert. Neben der verbesserten KI sorgt die realistische „Line of Sight“ dafür, dass nur diejenigen Einheiten Treffer kassieren, die im direkten Wirkungskreis der Waffen sind. Hier gilt es neuerdings die Deckungsmöglichkeiten auf den Schlachtfeldern auszunutzen. Dazu zählen auch die Gebäude, die neuerdings betretbar sind. Darüber hinaus beeinflusst das Wetter auch an Land den Schlachtverlauf. So tun sich eure Soldaten im Nebel beim Zielen schwer und bei Regen verlangsamt der matschige Untergrund eure Einheiten.

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Im Nebel treffen eure Mannen schlechter und der Matsch verlangsamt schwere Einheiten wie die Kanonen.
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Neben den Echtzeitschlachten wurde auch die rundenbasierte Kampagnen-Karte überarbeitet. Neuerdings kann nicht nur in den Städten gebaut werden, sondern auch die umliegende Region mit Bauernhöfen, akademischen Institutionen oder Einrichtungen zur Produktion von Luxusgütern bepflastert werden. Gerade der Handel mit diesen Gütern spielt nun bei der Finanzierung der eigenen Nation eine zentrale Rolle – so müssen denn auch die wichtigen Handelsrouten zu Land und zur See verteidigt werden, da sonst der lukrative Handel zum erliegen kommt.

Verschluckt sich dieses Historienepos nicht am eigenen Umfang, erwartet uns mit Empire ein Taktik-Strategiespiel erster Güte.Ausblick lesen

Neben dem Güterhandel kann man der eigenen Nation neuerdings auch mit der Erforschung neuer Verfahren und Techniken dienen. Der Forschungs- und Technologie-Baum deckt dabei die Bereiche „Militär“, „Industrie“ und „Philosophie“ ab. An den akademischen Einrichtungen können sodann technische Verbesserungen wie Schrapnell-Schüsse oder Dampfmaschinen erforscht werden oder man sorgt für einen Wandel in der Gesellschaft, in dem man die Sklaverei abschafft.

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Innovation auch an Land: Neue Elemente wie die "Line of Sight" und betretbare Gebäude verlangen neue Taktiken.
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Bei der Weiterentwicklung dieser Bereiche müssen stets die Bedürfnisse der zwei Bevölkerungsschichten berücksichtigt werden. Wird zum Beispiel die Elite mit einem niedrigen Steuersatz bevorzugt und gleichzeitig mit der Entwicklung noch pompöserer Paläste belohnt, droht schnell einmal die Revolution des Proletariats. Je nach Staatsform kann dies unangenehme Folgen für sie als Staatsoberhaupt haben – im Extremfall kann sich eine aufständische Region sogar vom Reich lossagen.

Die Revolte der Proleten

Die unterschiedlichen politischen Systeme bringen jeweils Vor- und Nachteile mit sich. So sorgt das demokratische System zwar für eine bessere Wirtschaft, verlorene Wahlen führen aber dazu, dass das Kabinett vom Volk bestimmt wird. Die eigenen Minister und Gouverneure – mit individuellen Talenten versehen und den passenden Positionen zugeteilt – müssen dann abdanken und weniger geeigneten Politikern weichen. Neben der Republik als Staatsform stehen auch noch die konstitutionelle und die absolute Monarchie zur Auswahl.

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Bourgeoisie oder Proletariat? Ohne die entsprechende Umsicht zieht ihr schnell einmal den Zorn einer Bevölkerungsschicht auf euch.
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Waren die Spiele der „Total War“-Reihe immer schon riesig, setzen die Entwickler mit „Empire“ noch Einen drauf. Obwohl sich Kenner der Serie schnell mit der Bedienung zurechtfinden werden, hat man angesichts des riesigen Umfangs auch am Benutzerinterface gewerkelt. Des Weiteren wird laut Creative Assembly auch das Mikro-Management weniger Zeit als bisher beanspruchen. Nachschub für die Armee kann beispielsweise direkt über den General bestellt werden. Wer sich überhaupt nicht fürs Mikro-Management begeistern kann, lässt ungewünschte Abläufe einfach automatisch abwickeln.

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Die Tutorial-Kampagne "Road to Independence" führt euch durch die amerikanische Geschichte.
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Darüber hinaus sorgt die Einstiegs-Kampagne „Road to Independence“ für einen reibungslosen Start in die unruhigen Zeiten des 18. Jahrhunderts, in der der Weg zur amerikanischen Unabhängigkeit in drei Episoden nachgespielt wird: Als britische Kolonisten gründet ihr erstmal Jamestown, führt diese danach als George Washington im Franzosen- und Indianerkrieg an, um letztlich in der dritten Episode die Briten im Unabhängigkeitskrieg zurück nach Europa zu katapultieren.