Gestern erst wurde von der Schließung des EA-LabelsEA Partners berichtet, jetzt kommt heraus, dass dies erst der Anfang war. Nach dem Rücktritt des CEOs John Riccitiello Mitte März und den Gerüchten um eine Schließung von Visceral Montreal, das gerade erst Army of Two: The Devil's Cartel fertiggestellt hat, wurde nun berichtet, dass eine Kündigungswelle durch das Unternehmen schwappt, die auch vor ganzen Studios nicht Halt macht.

Electronic Arts - Kündigungswelle und Schließungen von Studios

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Ist EA in größeren Schwierigkeiten als das Unternehmen zugibt?
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So sollen scheinbar rund 10 Prozent der Belegschaft wegrationalisiert werden. Wenn man bedenkt, dass im letzten Jahr rund 9000 Angestellte weltweit für Electronic Arts gearbeitet haben, kann man sich ja vorstellen, wieviele nun vor dem Aus ihrer Karriere bei EA stehen.
EA teilte allerdings weder mit, wieviele Mitarbeiter tatsächlich betroffen sind, noch welche internen Studios und Teams zur Ader gelassen werden.

Die offizielle Mitteilung liest sich dagegen fast schon wieder versöhnlich:

"In den letzten Wochen hat EA alle Elemente seiner Organisationsstruktur nach den Prioritäten in neuen Technologien und dem Mobile-Sektor ausgerichtet. Dies hat zu einigen schwierigen Entscheidungen geführt, um die Arbeitskraft an einigen Standorten zu reduzieren. Wir sind überaus dankbar für die Beiträge, die von jedem unserer Mitarbeiter geleistet wird - diejenigen, die EA verlassen, werden von ihren Kollegen und Freunden vermisst werden. Das sind harte, aber notwendige Änderungen, während wir uns darauf konzentrieren, großartige Spiele zu liefern und Spielern auf der ganzen Welt zu zeigen, warum sie ihre Zeit mit uns verbringen sollten."

Zu den Entlassungen kommt noch die Schließung der Studios PopCap Vancouver (Bejeweled) , und Quicklime Games (Need for Speed: World), beides Studios mit Schwerpunkt Online-Gaming.

Das wären dann schon drei Studios, wenn es der Wahrheit entspricht, dass auch Visceral Montreal, die Macher von Army of Two: The Devil's Cartel bereits geschlossen wurde. Zwar hat EA Kündigungen bestätigt, nennt aber weder spezifische Studios noch Teams.

Kotaku hat das interne Memo, das der derzeitige CEO Larry Probst an seine Mitarbeiter verschickt hat, erhalten und es veröffentlicht. Darin teilt er seinen Mitarbeitern mit, dass EA einen Betriebsplan aufstellt, um das Wachstum anzutreiben, die Mitarbeiterzahl zu verringern und die Kosten unter Kontrolle zu bringen.

So habe das ausführende Team in den letzten Wochen jeden Geschäftsbereich durchleuchtet, um die Prioritäten herauszufiltern und eine effizientere Organisationsstruktur zu etablieren.

Das Ergebnis ihrer Arbeit sei eine notwendige Mitarbeiterreduzierung und einige geschäftliche Änderungen. So werden die Bereiche Label Marketing Teams, Global Aquisition Marketing und Marketing Analytics in einem Team unter Todd Sitrins Leitung zusammengefasst.

Origin untersteht fortan der Organisation von Frank Gibeau, dem Präsidenten von EA Labels, während Andrew Wilson die Führung der Online-Plattform übernimmt.

Weitreichende, strukturelle Änderungen gehen da vor sich. Könnte es sein, dass wir den nächsten Mammutbaum vor uns sehen und nur noch auf den Ausruf "Baum fällt!" warten?