In einem Interview sprach Electronic Arts ehemaliger CEO John Riccitiello über mobile Spiele, vor allem im Free 2 Play Bereich und Konsolentiteln. Dabei wies er darauf hin, dass man keinen Unterscheidung zwischen beiden Bereichen machen sollte, da auch Free 2 Play Spaß machen kann.

Electronic Arts - Ex-CEO John Riccitiello: Es gibt keinen Unterschied zwischen mobilem Free 2 Play und Konsolentiteln

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EA stand gerade wegen der mobilen Neuauflage von Dungeon Keeper in der Kritik
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Mobile Games sind auf dem Vormarsch, selbst in Japan, das einst fest in der Hand von Konsolen stand, nimmt die Zahl derer, die gern auf ihrem Smartphone oder ihrem Tablet zocken stetig zu. Doch für viele eingefleischte Spieler gelten weder die Liebhaber solcher Spiele als ernsthafte Spieler noch die Spiele selbst als Spiele.

Electronic Arts' Ex-CEO John Riccitiello sieht das allerdings anders. Für ihn gibt es keinen großen Unterschied zwischen Mobile Games und traditionellen Konsolentiteln.

"Die Leute versuchen immer noch, den Mobile Markt und den Konsolenmarkt als gänzlich unterschiedlich darzustellen", so Riccitiello. "Ich fahre einen Wagen auf der Autobahn und in der Stadt, und habe nicht etwa einen Wagen für jeden Bereich."

Es gehe weniger um diese universelle Frage, sondern es handle sich dabei mehr um die Frage nach der Größe des Bildschirms und ob es sich dabei um Touch-Bedienung oder um herkömmliche Controller dreht, weniger um Mobile Games versus Konsolentitel.

Ganz im Gegenteil, Riccitiello weist auf die allmähliche Verschmelzung beider Bereiche hin. Immer mehr traditionelle Konsolentitel finden den Weg auf die Bildschirme der Smartphones und Tablets, selbst komplexe Titel wie A Bard's Tale.

Es komme einfach darauf an, es nicht mit der Monetarisierung zu übertreiben. Denn, "es macht den meisten doch auch nichts aus, ins Bowlingcenter zu gehen und für die dort verbrachte Zeit oder für jedes Spiel zu bezahlen. Und es macht auch niemandem was aus, an alten Arcade-Automaten dafür zu bezahlen, um daran spielen zu können."

Das Problem sei einfach die Tatsache, dass viele dieser Free 2 Play Titeln aufgrund schlechter Spielmechanik den Spielern das Gefühl geben könnten, ausgenommen zu werden. Oder die Spieler haben den Eindruck, dass ihnen zu schnell das Geld aus der Tasche gezogen werden soll.

Das sei denn auch das Schlimmste, was ein Spiel machen könne, dem Spieler das Gefühl geben, dass er kein Free 2 Play Titel in den Händen halte, sondern ein Pay 2 Play- oder Pay 2 Win Titel. "Die Spieler sind nicht an Bezahl-Mechaniken interessiert, sie wollen das Spiel genießen und ihre Fähigkeiten demonstrieren."

Lobenswert finde er Supercells Clash of Clans oder auch Glus Kim Kardashian: Hollywood, das die Spitze der Charts erklommen hat und voraussichtlich Ende des Jahres einen Umsatz von 200 Millionen Dollar machen werde.