Jean Philippe Grenet war gerade mal sechs Monate im Amt als Senior Director und Leiter der irischen Niederlassung von Electronic Arts, als eine amerikanische Kollegin ihn der sexuellen Belästigung bezichtigte. Das kostete ihn schließlich den gutbezahlten Job.

Jean Philippe Grenet ist nicht mehr länger Senior Director von EA Ireland

Vor rund einem halben Jahr trat Jean Philippe Grenet den 160.000-Euro-Job als Senior Director von Electronic Arts Ireland an und zog extra mit seiner Familie aus Frankreich nach Irland. Den Job ist der 56-Jährige jetzt aber wieder los, denn eine amerikanische Kollegin, Tracy Simmons, warf ihm sexuelle Belästigung vor. In einem der wöchentlichen Telefonate soll er am 9. November wörtlich gesagt haben: "Ich werde jetzt nicht meinen Schwa** auf den Tisch packen und hier einen Schwa**vergleich anstellen."

Vor Gericht bestritt Grenet, den Satz so gesagt zu haben, gibt aber zu, dass er durchaus einen ähnlichen Satz äußerte, der lautete: "Ich will jetzt keinen Schwa**vergleich." Simmons warf er vor, es auf seinen Posten abgesehen zu haben. Tatsächlich soll sie sich erfolglos um die Stelle beworben haben, die er schließlich erhielt. Sie sei ihm gegenüber nach eigenen Angaben von Anfang an nicht wohlgesinnt gewesen sein und habe stets versucht, seine Autorität zu untergraben.

Grenet wurde fünf Tage nach ihrer Beschwerde gefeuert. Seine Bemerkung, gesteht er, sei unbedacht und dumm gewesen, aber keineswegs wörtlich gemeint oder als sexuelle Belästigung gedacht gewesen. Ein fairer Prozess und eine genaue Untersuchung des Vorfalles, beschwerte sich der Manager, sei nicht vorgenommen worden, seine Kündigung innerhalb weniger Tage nicht rechtens. Grenets Anwalt erwirkte vor Gericht eine einstweilige Verfügung, die EA davon abhält, die Position neu zu besetzen. Nun wollen sie seine Kündigung anfechten.