"Edna bricht aus hat Herz. Hirn. Seele. Für mich schon jetzt das Spiel des Jahres", schrieben wir in unserem Fazit und vergaben rekordverdächtige 93%. Wie unsere österreichischen Kollegen von GamingXP nun aber berichten, bezeichnet die Wiener Zeitung "Heute" in ihrer aktuellen Ausgabe das Spiel als "infam" und skandalös.

Der Hintergrund: In "Edna bricht aus" geht es um eine "schuldlos eingekerkerte junge Frau" (Zitat "Heute"). In einer Szene wird Edna von ihrem Vater zur Bestrafung im Keller eingesperrt. Die Zeitungsreporter sehen darin einen geschmacklosen Zusammenhang zum kürzlich aufgedeckten Inzest-Skandal von Amstetten.

Entwickler Daedalic fühle sich laut "Heute" missverstanden: Eine Verbindung zu dem Fall in Amsdetten sei nicht geplant gewesen - zumal das Spiel bereits lange vor dem Bekanntwerden der schrecklichen Vorfälle dort entwickelt wurde. Daedalic wolle das Spiel nicht ändern, heißt es - und auch wir werden von unserer Wertung nicht abweichen.

Update: Publisher Daedalic hat nun offiziell Stellung zu den Vorwürfen genommen. Geschäftsführer Carsten Fichtelmann: "Anschuldigungen, unser PC-Spiel 'Edna Bricht Aus' würde in irgendeiner Form die Opfer von Amstetten verunglimpfen, sind völlig irrsinnig und empörend. Das Spiel nimmt in keiner Weise Bezug auf aktuelle Ereignisse, jedwede entsprechende Behauptung ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein rechtliches Vorgehen gegen diese bewusste Falschdarstellung werden wir prüfen." (Quelle: GamesMarkt)

Edna bricht aus ist bereits für PC erhältlich und erscheint demnächst für DS. Jetzt bei Amazon kaufen bzw. vorbestellen.