Wir wollen (keine) Blockbuster!Für viele von uns hat die Weihnachtszeit - Gott sei Dank - auch innerlich noch gar nicht begonnen, für die Spieleindustrie jedoch sehr wohl. Blockbuster stehen ins Haus, liebe Leser, sei es auf dem guten alten PC (vielleicht wird dieser zum Weihnachtsfest ja erneuert?), sei es auf den modernen Spielkonsolen. Da streiten sich ein Civilisation 4 mit einem HOMM5, ein King Kong mit einem Call of Duty 2 und ein PC mit der neuen XBox 360.

Wir wissen gar nicht mehr, wo wir zuerst unser sauer verdientes oder erspartes Geld ausgeben sollen. Spiele kaufen? Computer aufrüsten? Konsole kaufen? Wo soll die ganze Kohle herkommen, die die Industrie unbedingt von uns haben will. Oder sind wir nur zu geizig und lassen unser Geld auf der Bank liegen, wo die Zinsen nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen? Wohl kaum, eher schauen wir genauer hin und überlegen uns zweimal, ob es wirklich zwei Spiele sein müssen oder ob eines nicht auch ausreicht. Hm....

Die Lösung heißt vielleicht MMORPG. Einmal angeschafft, monatliche 10 Euro hingelegt und schon ist unsere Konsumsucht für das nächste Jahre befriedigt. Wir kaufen keine Spiele mehr, das eine MMO reicht doch. Wir kaufen auch keine Spielezeitung mehr, das Internet versorgt uns Verbraucher mit allem Wissenswerten. Wir brauchen keine neue Konsole, keine neue Grafikkarte. Wir brauchen lediglich ein wenig mehr Sitzfleisch.

Die Industrie stöhnt über solch "gefährliche" Titel wie World of Warcraft, Dark Age oder all die kommenden potentiellen MMO Hits. Sicher, die Hersteller und Betreiber solcher Titel verdienen bei Erfolg enormes Geld. Der Rest jedoch schaut ziemlich in die Röhre. Ein Spiel wie World of Warcraft saugt förmlich die Leser der guten alten PC Games und Gamestar aus dem Markt heraus. Mit ein wenig Überlegung kommt man auch schnell darauf, welch ein Rattenschwanz da dran hängt, man denke nur an die Werbeindustrie und nicht zuletzt Arbeitsplätze.

Schaden MMOs also der gesamten Spieleindustrie? Nun, so ganz schwarzmalen sollte man sicherlich nicht. Aber Berichte über sinkende Auflagenzahlen der Printmagazine machen die Runde und kommen nicht von ungefähr. Auf der anderen Seite sehen wir das Internet boomen und die Betreiber kommerzieller und professioneller Onlinemagazine rüsten immer weiter auf. Mehr Besucher und mehr Zugriffe verlangen mehr Hardware und mehr Support.

Nicht zuletzt deswegen haben auch wir von gamona.de nachgelegt. Neue Hardware für unsere Leser wurde beschafft und wir freuen uns über mehr Leistung und den Zuspruch unserer Besucher.