EDITORIAL

Oma und Mirko sollen auch spielen!


Herzlich willkommen zur dritten Ausgabe des gamona-Magazins. Auch diesmal haben wir uns wieder bemüht, ein buntes und interessantes »Heft« online zu stellen. Im Mittelpunkt steht dabei ein ausführlicher Test von »Enter the Matrix«. Kann dieses Spiel den hoch gesteckten Erwartungen gerecht werden? Lohnt sich ein Kauf? Und wenn ja, für wen? Aber lesen Sie selbst ...

Ein weiterer Schwerpunkt ist eine umfassende E3-Nachlese. Und diese Reportage ist alles andere als die übliche Beweihräucherung der Szene. Wir glauben, ein wenig Sarkasmus tut der Spielbranche ganz gut, denn was man auf der Messe alles vorgesetzt bekommt, ist manchmal nur schwer nachvollziehbar. Damit sind nicht Highend-Titel und potenzielle Blockbuster wie »Half-Life 2« und »Doom 3« gemeint, sondern eher die Flut an Online-Rollenspielen, die auf uns zuschwappt. Wer bitte soll das alles spielen?Müssen wir jetzt alle unsere Omas fragen, ob sie nicht vielleicht doch noch eine Prise virtuelle Abenteuerluft schnuppern wollen? Es gibt da nämlich ein paar Hersteller, die dringend auf zahlende Kunden angewiesen sind. Egal wie alt, egal wie fit und egal warum ...

Ich könnte auch mal Mirko fragen, ob er nicht Lust auf eine Runde MMORPG hat. Mirko ist der Sohn meines besten Freundes und gerade vier Jahre alt geworden. Und was soll's, früh übt sich, wer ein Meister werden will.

Sage und schreibe 117 Online-Rollenspiele gab es auf der E3 zu sehen. Geht man mal von 20.000 angepeilten Spielern pro Titel aus - allein in Deutschland wohlgemerkt -, so wären für diese Games genau 2.340.000 Spieler notwendig. Dies entspricht in etwa der Anzahl der DSL-Kunden bei der Telekom. Mein Freund hat DSL. Warum also nicht den kleinen Mirko an diesem Spaß teilhaben lassen?

Online-Rollenspiele sind die Zukunft und sie kosten gerade einmal lächerliche zehn bis 15 Teuro pro Monat. Da kann sich doch jeder drei oder vier Spiele leisten, oder? Und dann kommt gleich die ganze Familie in den Genuss des Online-Vergnügens - an vier PCs, Tag und Nacht. Sonst lohnt doch der ganze Aufwand gar nicht, schließlich zahlt man ja für das Vergnügen. Apropos: Zeit haben wir dann allerdings nicht mehr, um weitere kleine Mirkos in die Welt zu setzen ...

Viel Spaß mit der vorliegenden Ausgabe wünscht Ihnen Ihr

Garry Leusch Online-Rollenspiele sind die Zukunft und sie kosten gerade einmal lächerliche zehn bis 15 Teuro pro Monat. Da kann sich doch jeder drei oder vier Spiele leisten, oder? Und dann kommt gleich die ganze Familie in den Genuss des Online-Vergnügens - an vier PCs, Tag und Nacht. Sonst lohnt doch der ganze Aufwand gar nicht, schließlich zahlt man ja für das Vergnügen. Apropos: Zeit haben wir dann allerdings nicht mehr, um weitere kleine Mirkos in die Welt zu setzen ...

Viel Spaß mit der vorliegenden Ausgabe wünscht Ihnen Ihr

Garry Leusch