Echo - Wie der Mord an euch selbst zum Spielprinzip wird

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ECHO im Test: Auf der Flucht vor euch selbst
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Kommentare (4)
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Trumpledore
#4
hat Echo mit 70% bewertet@Marina Haensel

Dem Spiel fehlt einfach die Abwechslung im Gameplay. Rätsel, die dem Spieler bspw. ein gewisses Maß an Wissen bezüglich philosophischer Literatur abverlangt, hätte sicher den Gesamteindruck verbessert. Der Stealth Part hebt sich richtigerweise, mit zunehmender Spieldauer leider selbst auf, weil es eben einen Unterschied macht, ob ich mich ne halbe Stunde durch ein Areal "sneake", nur um dann vom Spiel wieder mal eins über die Rübe zu kriegen und alles von Vorne machen zu müssen, oder ich einfach "straight" durchrenne und das selbe Ziel in 2 Minuten erfüllt habe.

Insgsamt fand ich es gut, mal wieder eine richtige Herausforderung zu bekommen, die auch storytechnisch eine logische Einbindung hat. Aber die Entwickler torpedieren diesen Ansich genialen Gedankenansatz, leider durch schlechtes Game Design. Sowohl Gegnerzahl als auch Level Design, führen diese tolle Grundidee quasi ad absurdum, weil man die entsprechenden Situationen an einer Hand abzählen, in denen man sich wirklich mal einen Vorteil erarbeiten kann.

@Zonk

Der Schwierigkeitsgrad lässt sich einstellen, wirkt sich aber nicht direkt auf die KI aus, sondern nur darauf, wie viele Angriffe man durch die Klone aushält. Schon auf Normal ist ECHO an manchen Stellen, eine knackige Herausforderung, weil die Überzahl der Gegner Dich höchstens 2 Attacken wegstecken lässt.
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Zonk
#3
Hehe.. Klingt ja interessant, ein philosophischer Kampf gegen das eigene Selbst transponiert auf eine Art Stealthshooter. Gibt's eine Möglichkeit den Schwierigkeitsgrad anzupassen (z. B. Mehr Health) ohne die KI verdummen zu lassen? Wäre schön traurig eine Perle wegwerfen zu müssen, weil die Muschel sich kaum öffnen lässt.
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Marina Hänsel
#2
@Trumpledore
Da kann ich mich nur anschließen.

Mir persönlich hat ECHO sehr gut gefallen, gerade die Idee dahinter war toll. Aber der Kampf gegen Horden von Kopien, die auch noch immer wieder aufstehen (!), hätte anders gelöst werden müssen. Manchmal ist man eben einfach nur noch durchgerannt und das kann ja auch nicht das Ziel des Spiels sein.
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Trumpledore
#1
hat Echo mit 70% bewertetIch hab das Spiel durch. In etwa 10h durchlebt man ein Wechselbad der Gefühle, was von interessantem Storyansatz, bis hin zu frustrierendem Try & Error, alles bietet.

Der Art Style und das Ganze Konzept, ist angelehnt an Ghost in the Shell, meets 2001 Odysee im Weltraum.

Irgendwann hat man raus, wie man die Klone manipulieren kann, aber erst ab etwa 50% des Spiels, ist quasi die Ganze Palette an Fähigkeiten und Aktionen verfügbar. Bedeutungsschwanger versucht das Spiel, einem die Wichtigkeit der Aktionen zu vermitteln, aber irgendwann ist es wegen dem teilweise sehr schlechtem Balancing einfach nur noch Try and Error, weil der/die Gegner/Klone einfach massiv in der Überzahl ist/sind.

Fruststellen sind gegen Ende, an der Tagesordnung und ich stimme jeder Wahrnehmung zu, das ECHO zum Ende hin, zunehmend unfairer wird. Nur wenige werden demzufolge die Geduld aufbringen, bis zum Ende durchzuhalten.

Irgendwann versucht man einfach nur noch, eine unfaire KI zu überlisten.

Zwar resettet, sich diese bei jedem Ebenen-Wechsel, aber die schlichte Überzahl an Gegnern, macht aus dem vermeintlichem Stealth Game, ein Spiel, was behutsames Vorgehen quasi brutal bestraft, sobald man einen Fehler gemacht hat. Genau hier fängt der Try & Error Part an. Du wurdest entdeckt? Zu 85% kann man gleich neu laden, wenn man nicht die nächsten 3 Minuten damit verbringen will, vor den Gegnern ständig nur wegzulaufen, dessen Hatz sowieso zu 50% im Game Over endet. Oder man wird zur Verwendung von Fähigkeiten gezwungen, bspw. (Schusswaffen) was 2 Minuten später von den Klonen kopiert wird und das vorankommen nun stellenweise noch schwerer macht.

Hinzu kommen Stellen, die quasi direkt darauf setzen, das Du mindestens 15 Versuche brauchst, bis Du mit einer gewissen Portion Glück durchommst. Ich sag nur "Ballsaal".

Nicht falsch verstehen. Ich fand das Spiel vom Storyansatz her, sehr gut. Das Ende ist aber nur für jene interessant, die sich ansich für solch kryptischen Mindblow Stuff interessieren.

ECHO ist kein Spiel für Zwischendurch. Dazu ist auch die Zielgruppe zu speziell.
Wer auf Ghost in the Shell und Odysee im Weltraum steht, der wird hier ein Spiel vorfinden, was bisweilen interessant von der Story her, aber ermüdend im Gameplay ist. Gelegenheitsspieler werden spätestens nach etwa 4 - 6h frustriert aufgeben.

ECHO bestraft mehr, als es belohnt. Wer bis zum Ende durchhält, wird zwar verstehen, was das Ganze sollte, aber der steinige Weg dorthin, ist keine Freude.
Das Spiel versucht einen zu verkaufen, das man gegen sich selbst kämpft, aber man kämpft im Grunde nur gegen eine unfaire KI.

Ich nenne das, miserables Game Design! Stell Dir vor, Du stehst umringt von 5 Leuten mit Schusswaffen und sollst nun den Kugeln ausweichen. So spielt sich ECHO... an vielen Stellen.

Die Grundidee von ECHO ist Genial, aber nach einem Try & Error Marathon, wird letztlich hier nur eine kleine Zahl an Spielern wirklich glücklich werden.
Zuletzt editiert am 04.10.2017 07:39
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