John Riccitiello, Geschäftsführer von EA, geht davon aus, dass 3D-Spiele teurer werden könnten, als normale. Möglicherweise werden "Premiumversionen" eingeführt.

"3D könnte einer der nächsten und wichtigsten Faktoren für das Wachstum sein", sagt er. "Das wird sich noch zeigen und ich glaube nicht, dass das 2010 in irgendeiner Form passieren wird... in einer aussagekräftigen Form."

"Je mehr wir uns aber 2011 und 2012 nähern, desto wahrscheinlicher könnte es eine Chance für zusätzliches Wachstum und vielleicht Premium-Preise für Spiele werden, die 3D unterstützen."

Damit gibt EA den Weg für eine Spieleentwicklung vor, der auf erhöhte Preise für Spiele mit 3D-Funktionalität basiert. Hierbei ist allerdings fraglich, ob sich diese "Premium-Preise" auf alte Spiele beziehen, die entsprechend aufgewertet werden oder auch auf Neuerscheinungen. Im ersten Falle wäre eine entsprechende Preisanpassung für nachgerüstete Spiele verständlich. Um ein Spiel mit 3D-Unterstützung zu versehen, ist es notwendig, große Teile des Codes neu zu schreiben und mehr als eine HD-Ausgabe hinzuzufügen. Bei der Entwicklung einer 3D-Version für Crysis 2 gab das Entwicklerstudio Crytek zu, dass für ein Upgrade auf 3D-Funktionalität derartig viel gepatcht werden müsste, dass es viel weniger Aufwand wäre, ein Spiel von Anfang an in 3D zu programmieren.

Microsofts UK Chef Neil Thompson hält die 3D-Technik allerdings aktuell für nicht wirklich rentabel und tauglich für den Massenmarkt. Für die Zukunft aber, wäre es durchaus ein interessantes Anwendungsgebiet. So sagt er: „Wenn man sich die Einstiegskosten [von 3D] betrachtet und den Zeitpunkt, wann es massenmarktartige Verbreitung erreicht, dann finde ich, dass wir mit Kinect und dem natürlichen User-Interface, das wir herausbringen, dem Kunden über die kommenden Jahre ein verlockenderes Angebot bieten als etwa zu diesem Zeitpunkt über 3D nachzudenken“