Was war das für eine wahnsinnige E3, oder? Das neue Mirror's Edge: Catalyst, Dark Souls 3, Star Wars: Battlefront, Assassin's Creed: Syndicate, Halo 5: Guardians, Need for Speed, Uncharted 4 und dazu The Last Guardian, Shenmue 3 und ein Remake von Final Fantasy 7. Die beste E3 aller Zeiten sei's gewesen, sagen manche (stimmt übrigens nicht, das war die E3 1997). Doch wie jedes Jahr sind auch diesmal ob all der Kracher viele andere Perlen unter den Tisch fallen. Und das obwohl so einige davon ebenso Aufmerksamkeit und Berichterstattung verdient hätten. Denn diese kleineren und größere Spiele glänzen mit verdammt interessanten Ansätzen, packenden Geschichten und kuriosen Ideen – oder sind einfach nur cool. Daher hier 10 Spiele, die bei der E3 2015 viele übersehen haben.

#10: The Assembly

Entwickler: nDreams
Genre: VR-Adventure
Plattform: PC, PlayStation 4
Release: 2015

Spätestens seit Half-Life und Portal wissen wir, dass schattenhafte Organisationen überall in der Welt geheime Forschungslabore betreiben, in denen Wissenschaftler ohne Skrupel und Moral an bizarren Dingen herumforschen. In The Assembly kann man eine davon erkunden. Ähnlich wie Dear Esther oder Gone Home ist das VR-Spiel für Project Morpheus auf PlayStation 4, Oculus Rift und HTC Vive am PC ein ruhiges Erlebnis. Aus der Ego-Perspektive streunt man durch Labore, entdeckt Hinweise, aktiviert Maschinen, sammelt Gegenstände, klaut ein Sandwich und versucht sich aus alldem einen Reim zu machen. Denn vieles soll mehr als surreal anmuten. Vor allem die Versuchsaufbauten der verrückten Wissenschaftler. Roboter-Dummys sitzen da mit leuchtenden Hinterköpfen an einem Esstisch. Ein Mann rennt auf einem Laufband bis zur Erschöpfung und unterm Mikroskop zeigen sich echt hässliche Viren.

E3-Geheimtipps - Diese tollen Spiele habt ihr auf der E3 (vielleicht) übersehen

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In The Assembly erlebt man die Geschichte um die unlautere Forschungseinrichtung aus zwei Perspektiven. Dabei wird man sich sogar selbst in die Quere kommen.
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„Stell dir vor, Google wäre irre geworden“, sagt Patrick O'Luanaigh, Entwickler von The Assembly und Gründer des Studios nDreams. „Die Typen arbeiten da abgeschottet von der Außenwelt in ihrem Bunker in der Wüste vor sich hin. Was sie tun, kann Millionen das Leben retten – oder töten.“ Der Kniff an The Assembly ist allerdings nicht nur das VR-Erlebnis, sondern dass der Spieler das Labor aus zwei Perspektiven erleben wird. Zunächst einmal als die junge Wissenschaftlerin Madeleine Stone, die gerade bei der obskuren Einrichtung angeheuert hat, und zum Spielbeginn benommen und an ein Krankenbett gefesselt, in die Anlage geschoben wird. Und dann als Joel Pearson. Der ist hingegen ein ehemaliger Assembly-Angestellter, der das Treiben der Forscher beenden will, nachdem diese nun drohen, „endgültig zu weit“ zu gehen. „Damit ist jedes Kapitel unterschiedlich. Es gibt viele kleine Geschichten und moralische Fragestellungen“, so O'Luanaigh. „Du wirst dich auch in Situationen wiederfinden, in dem dein eines Ich das andere vor Herausforderungen stellt.“

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