In einem Interview mit AusGamers gab Techlands Producer Tymon Smektala an, dass Dying Light nicht als eine Mischung aus Dead Island und Mirror's Edge verstanden werden soll.

Dying Light - Techland: Dying Light ist nicht Dead Island meets Mirror's Edge

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Dying Light soll kein Mashup sein
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Techland sei zwar eine relativ unbekannte Firma, doch bestehe sie aus mehreren Studios, von denen sich eine ganz auf die Engine-Entwicklung konzentriert. Auch die Engine, die bei Dying Light zum Einsatz kommt, basiere auf der hauseigenen Next-Gen-Engine und werde von dem Team entwickelt, das sich auch schon für Dead Island verantwortlich zeichnete. Mit Dying Light wolle man das Wissen, das man sich bei den 'Dead Island'-Spielen angeeignet habe, anwenden, um nun gegen die besten Spiele auf dem Markt antreten zu können.

Tymon Smektala glaube, dass Zombiespiele, selbst wenn sie als Open-World-Titel wie Dead Island oder Dead Rising angelegt würden, dem Spieler niemals die Wahl geben, ob er gegen die Zombies antreten wolle oder nicht.

"Daher wollten wir ein Spiel kreieren, das euch diese Wahl gibt, das euch die Freiheit gibt, euren eigenen Weg in dieser Welt zu wählen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das schon erklärt oder enthüllt habe, aber wir haben ein paar Jungs in unserem Studio, in unserem Team für die Qualitätssicherung, Spieletester, die das Spiel spielen, ohne Zombies zu töten. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, das Spiel fertigzuspielen, und dabei jede Mission zu beenden, ohne Zombies zu töten, und sie sind dazu in der Lage, das Spiel zu beenden, ohne einen einzigen Zombie zu töten", so Smektala.

Daher glaube Smektala, dass jeder Spieler prinzipiell dazu in der Lage wäre, das Spiel ohne Töten zu beenden. Ausnahme seien spezielle Momente, die das Töten eines Zombies voraussetzen [vielleicht Quick-Time-Events?] Aber Techland wolle in der finalen Version vielleicht ein paar Änderungen vornehmen, die sogar in den speziellen Momenten das Töten von Zombies unnötig machen. Es sei zwar noch nicht offiziell, aber Smektala sei sich sicher, dass dies möglich werden könnte.

In dieser Hinsicht wäre Dying Light dem 'EA / DICE'-Titel Mirror's Edge noch ähnlicher, denn auch da kann man das Spiel beenden, ohne einen Gegner zu erledigen.

Smektala stellt allerdings klar, dass viele Dying Light als Dead Island meets Mirror's Edge bezeichnen würden, was er in gewisser Hinsicht auch verstehen könne, denn die Mechaniken der genannten Spiele würden auch auf Dying Light zutreffen, aber er möge dieses Bild nicht. "Es ist nur ein sehr kleiner Ausschnitt von dem Bild, das wir versuchen, zu zeichnen. es ist so, als würde man Mona Lisa als das Portrait einer Frau bezeichnen, ok, es ist das Portrait einer Frau, aber die Beschreibung dessen wird den kleineren Details, den Feinheiten einfach nicht gerecht. Daher mag ich diese Beschreibung absolut nicht."

Zudem sei Mirror's Edge lediglich ein Korridor-Spiel, kein Open-World-Titel wie Dying Light. Hier sei man nicht in der Wahl der Wege und Methoden beschränkt und könne sich wirklich Gedanken machen, wie man eine Aufgabe bewältigen wolle.

Was den Koop-Modus betreffe, erklärt Smektala, dass man zu Beginn eines Spiels einen von vier Charakteren zur Auswahl habe, und man diesen Charakter auch im Koop-Modus steuere, selbst wenn das Spiel, das man betritt, bereits denselben Charakter habe. Techland überprüfe derzeit, wie man dieses Problem umgehen könne.

Auch wolle man durch ein Matchmaking-System garantieren, dass Spieler nur mit solchen zusammenkommen, die über denselben Fortschritt im Singleplayer-Modus verfügen. Lediglich Nebenmissionen würden nicht berücksichtigt, so dass man sie gemeinsam absolvieren könne. Techland denke zwar auch über eine Second-Screen-Funktion nach, könne aber zum Zeitpunkt noch nichts dazu sagen. Was es definitiv nicht geben werde, sei eine Companion App.

Gerade was die Nacht betrifft, habe sich Techland einiges einfallen lassen, um diese Zeitspanne so gruselig und spannungsgeladen wie möglich zu gestalten. Smektala vergleicht die Nacht mit Grand Theft Autos Wanted-Stufen. Es gebe unterschiedliche Stufen, die immer intensiver werden sollen und dem Begriff Überleben eine neue Bedeutung verleihen.

Techland wolle Dying Light als herausfordernden Titel anlegen, der nicht zu leicht sein soll, aber auch nicht unschaffbar schwer. Man wolle kein Dark Souls entwickeln.

"Ich denke, es ist einfach notwendig, wenn man ein Erlebnis kreieren will, an das sich soviele Menschen wie möglich erinnern sollen und vor dem sie sich hoffentlich fürchten und das Gefühle hervorrufen kann. Ich denke, der Schlüssel liegt darin, es nicht zu herausfordernd zu gestalten und einem stattdessen Werkzeuge in die Hand zu legen, um die Herausforderung meistern zu können. Wenn man sich unser Spiel anschaut, gibt es darin eine Menge Dinge, die einem eine Chance verschaffen, sich dieser Herausforderung zu stellen."

Da in den meisten Videos zu sehen ist, wie der Protagonist mit Nahkampfwaffen um sich schlägt, stellt sich natürlich die Frage, wie es mit Feuerwaffen und Munition aussieht.

"Munition ist schwer zu finden", so Smektala. "Waffen sind generell schwer zu finden, und sie folgen einem realistischen Muster. Wenn die Apokalypse jetzt ausbrechen würde, hier in diesem Gebäude oder in Sidney, dann glaube ich nicht, dass es allzu viele Feuerwaffen in der Umgebung geben würde. Daher ist es in unseren Augen eine realistische Herangehensweise."

Das Nutzen von Feuerwaffen würde sowieso auch nur weitere Zombies anlocken, von daher sei eine leise Vorgehensweise mit Nahkampfwaffen der Nutzung von Feuerwaffen vorzuziehen, wenn man nicht zuviel Aufmerksamkeit erregen will. Dying Light sei generell eine realistische Version einer Zombie-Apokalypse.

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