Bei so manchem Spielentwickler wäre ich gerne mal die sprichwörtliche Fliege an der Wand, so zum Beispiel bei Obsidian Entertainment. Jahrelang waren die Jungs und Mädels aus Kalifornien Biowares persönlicher Fortsetzungsbastler – Knights of the Old Republic 2, Neverwinter Nights 2 und seine Add-ons gingen alle auf Obsidians Kappe.
Solides Spaßgeschnetzel ohne Tiefgang oder Höhepunkte, das nach einer Weile trotz seiner Stärken anödet. FazitAber bereits zuvor waren die meisten Obsidianer große Nummern im RPG-Business, arbeiteten doch zahlreiche ihrer Mitglieder bei Black Isle, den Machern von Fallout, Planescape: Torment oder Icewind Dale. Doch dann passierte etwas.
Vermutlich war es der 2010er-Kassenflop Alpha Protocol, ein sehr ambitioniertes und in gewisser Weise brillantes Agenten-RPG, der eine Schockreaktion auslöste. „Oh Gott, wir brauchen wieder einen kommerziellen Erfolg! Schnell, wir machen erst mal Fallout: New Vegas und danach bauen wir weiter auf Nummer sicher!“ Ja, dieses kreative Rollenspielstudio, das sich ein einziges Mal etwas gewagt hat und damit kommerziell furchtbar auf die Nase fiel, ist mit „Dungeon Siege III“ im Reich der Diablo-Klone angekommen. Denn wenn der Markt eines braucht, dann anspruchsresistente Schnetzel-Action aus der Iso-Perspektive...
Wo dieser Lucas zuschlägt, da wächst kein Gras mehr.Das Königreich Ehb, technologisch gefangen zwischen Schwertern, Vorderladerbüchsen und Steampunk-Robotern, wurde vor langer Zeit geformt, im sogenannten Zeitalter der Legionen, in dem sich verschiedene rauflustige Soldatenbanden gegenseitig für einen Platz an der Sonne umbrachten. Eine der sich beharkenden Militärfraktionen war die 10. Legion, die den Konflikt für sich entschied.
Während die eigentliche Herrschaft den Monarchen überlassen wurde, agierte die Legion als Polizei, Armee und Helfer in der Not gleichermaßen, eine gütige Soldatenmacht, welche die Bevölkerung vor Gefahren schützte. Bis dermaleinst der König ermordet wurde und das Volk, angestachelt von der Demagogin Jeyne Kassynder, die 10. Legion des Attentats bezichtigte.
Dreißig Jahre später ist Ehb in verfeindete Fürstentümer und Stämme zerfallen und nur noch einige wenige Legionäre und deren Nachkommen sind am Leben. Doch Kassynder, die nun zum Oberhaupt der Kirche geworden ist, lässt nicht locker und schickt Söldner und Meuchelmörder aus, auch die letzten Überreste der 10. Legion auszumerzen. Der ehrwürdige Odo, ältester noch lebender Legionär, beruft ein Treffen der letzten Mitglieder ein, das sich sogleich in einen Hinterhalt und eine Todesfalle verwandelt.
Nur eine Handvoll überlebt – darunter Lucas Montbarron, Sohn des letzten Großmeisters der Legion, seine gewehrschwingende Halbschwester Katarina, der Magier und Gelehrte Reinhart Manx und die Speerkämpferin Anjali, die ein Archon ist – ein mystisches Wesen, das seine Gestalt zwischen Mensch und Feuerdämon wechseln kann. Dies sind unsere Helden und die vier spielbaren Charaktere, deren Aufgabe es nun ist, die Legion wieder aufzubauen und Jeyne Kassynder zu konfrontieren.
Die Dialoge orientieren sich lose an Mass Effect und Dragon Age, bleiben aber viel blasser.Hier spürt man einen Funken Obsidian schlummern. Verschiedene Fraktionen mit unterschiedlichen politischen Interessen treffen während des Spielverlaufs immer wieder aufeinander und auch, wenn es nicht immer gelingt, ist doch teils deutlich die Absicht erkennbar, kein allzu plattes Schwarz-Weiß-Schema zu etablieren. Kassynder zum Beispiel hat bei ihrem kleinen Coup d'etat auch rechtschaffene Leute auf ihre Seite gezogen, die nun felsenfest die Legionäre für Königsmörder halten.
Die Handlung reicht lange nicht an die Höhepunkte der Rollenspielgeschichte heran, aber immerhin ist sie leicht einfallsreicher und komplexer gewoben als „Brutales Imperium unterdrückt Bürger – geh putschen!“. Wie sich jedoch noch zeigen wird, ist die ordentliche Prämisse rein spielerisch für die Katz.
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Keine Heiltränke, kein Zauberbuch, keine klassischen RPG-Elemente. Nur 2 Charaktere in der Party? Ich finde nichts was es verdienen würde DS3 ein RPG nennen zu dürfen. Das ist einfach nur ärgerlich - reiner Etikettenschwindel.
Das Entscheidungen (die rar gesät sind) eine große Rolle spielen habe ich in keinster Weise wahrnehmen können.
Der Skill, der lernbar ist und heilt, kann man nicht in die Skillleiste zum benutzen ziehen und von allein ist er auch nicht drin...
Und außerdem ist eine Community da um weiter zu helfen, auch wenn auf deutschen Seiten sich größtenteils nur egozentrische Selbstprofilierer tummeln, eine Schande.
Ein Tipp wäre hilfreich...
Die Alteregoentwicklung ist mal wieder ein Scherz, viel zu Simpel gehalten. Genderlocked Klassen sind einfach nicht mehr stand der Zeit.
Die Story ist so lala, gut da kann man nun auch nicht andauerend ein Wunder erwartet aber die Steuerung bringt einen regelmäßig zu Verzweiflung. Andauernd ballert man auf das falsche Ziel weil der Autofokus es mal wieder zu gut meint man muss die Taste durch das Keyboard drücken damit ein Effekt auch wirklich ausgelöst wird und die Kamera zeigt einem häufig den falschen Winkel. Alleine das "Taste-E" teil kann einen echt zum kotzen bringen.
70% ist ok, weil es schon ein rundes Spiel ist, deutlich besser als viele Spiele die hier gern auch mal 80%+ bekommen.
Diese blinde Arroganz ist fast schon bewundernswert. Was der gute Davis da unter "Rollenspiel" und "Starke Story" versteht ist im Endeffekt ein 08/15 Plot, den man so schon gefühlte 200 Mal erlebt hat mit null Tiefgang. Dafür aber Levels wie auf Schienen. Wenn das Ihre Stärken sind, na dann gute Nacht.
Oder man diese doch eher peinlichen Rechtfertigungen und besinnt sich nächstes Mal wieder auf etwas geistigere Scharfzüngigkeit, statt plumper Schlagzeile ;)
Gelingt euch sonst recht gut.
Nu fall ich aber wirklich bald vom Glauben ab...
Das ist scheinbar eine Sache des persönlichen Geschmacks. Mal ganz abgesehen davon, dass in der Erweiterung "Mask of Betrayer" gerade einige Unzulänglichkeiten des Hauptspiels beseitigt wurden, insbesondere, was die Handlung anbelangt.
Aber wie gesagt, ich persönlich "liebe" die NWN2-Reihe (wobei Storm of Zehir vielleicht nicht so sehr) und gäb was drum, wenn es einen dritten Teil unter Obsidian (welche aus den gut 6 Jahren seit NWN2 womöglich einiges gelernt haben) gäbe.
Du willst von Obsidian ein NWN3? Von Obsidian?!? Die mit NWN2 mal eben das staubtrockenste RPG abgeliefert haben, das es bis DA2 gab?
Nu fall ich aber wirklich bald vom Glauben ab...
1. Keine Keybinding
2. Man kann nicht mit Klicken agieren... Truhe öffnen E drücken, Tür öffnen: E drücken, Leute ansprechen: E-Drücken.
Man merkt deutlich die Konsolisierung.
Selbst Dungeon Siege 1 hatte da mehr drauf...
DS1 hatte keine Ladezeiten.
DS1 hatte nicht nur 2 Zoomstufen.
DS1 hatte ein normales Inventar.
DS1 konnte man Skills mit der Maus wechseln und hatte ein Zauberbuch.
DS1 hatte eine vernünftige Maussteuerung.
Was man da per Fingerakrobatik machen muss ist einfach hirnlos.
Ein Spiel, dass wieder einmal den Konsolenhass schürrt... zu sehr wurde es versaut.
Ein Glück gabs zu Dungeon Siege III bei Steam Teil 1 und 2 Geschenkt dazu... wenigstens dafür hat sich das Geld gelohnt... Teil III ist sang und klanglos von der Platte gelöscht worden...
Supreme Commander 2 lässt grüssen was zerstörte Serien durch Konsolisierung betrifft.
Gut, hätte natürlich auch heißen können: "Mit kinetischer, in Form einer geballten Hand gebündelter Energie in Richtung des Mundbereichs statt ins Spielerherz" -- oder so ;)
Die Sprache ist hier womöglich als künstlerisches Gestaltungsmittel zu werten. "Auf die Fresse" kann beispielsweise den eher stupiden Spielablauf aber auch den fehlenden Spaß bzw. die eher platte Unterhaltung und die geringe "Fesselung" des Spiels im krassen Kontrast ("statt ins Spielerherz") zu bisherigen Werken Obsidians verdeutlichen.
Sicher hätte man das eher vulgär anmutende Element der Überschrift in Anführungszeichen setzen, und sich so persönlich von dieser Wortwahl distanzieren können. Aber letzten Endes ist es lediglich eine Überschrift und über verschüttete Milch sollte man ohnehin nicht weinen.
Für die Demo war aber Steam Pflicht und wir beide verabscheuen dies^^.
Keiner verlangt staubtrockene Titel. Aber ein Mindestmaß an sprachlichem Anspruch (der ja sonst auch von dir immer so hervorgehoben wird) sollte man schon leisten ;)
Wer macht bei euch eigentlich die Headlines...
Die Headline gibt exakt das wieder, was sich ein Spieler beim Spielen denken wird. Und wir sind hier Unterhaltung und keine Börsenseite ;).
Schreiben wir lieber Drohbriefe an Atari, damit diese die Rotznasen von Cryptic auf die Straße und Obsidian an ein Neverwinter Nights 3 setzen.
Drum hats der erste Teil schon nicht länger als ne
Stunde auf der Platte geschafft, der 2. Teil auch net.
Einzig warum ichs daheim hab, es gibt ne rege
Mod-Community.
Aber dass die Konsolen Lead Plattform sind merkt man sofort wenn man die grausige Maus Tastatur Steuerung links liegen lässt und den 360 Controller für den PC benutzt, auf einmal muss man nichtmehr seine Finger verknoten.
Werde auf Torchlight 2 und Diablo 3 warten, bis dahin kommt wohl nix mehr gescheites in Sachen Hack & Slay.
Nun steht das Game bei meinem Kollegn im Schrank und dort versauert es.
Was Obsidian aus Dungeon Siege gemacht hat ist für uns kein Dungeon Siege mehr. Man merkt echt, das mit für die Konsole entwickelt wurde. Vielleicht war auch eine Konsole die Lead-Plattform.
Nichts gegen die Grafik, aber das Gameplay ist absoluter Scheiss.
Wer macht bei euch eigentlich die Headlines...