Electronic Arts' Dungeon Keeper'-Neuauflage für Smartphones und Tablets ist aufgrund seines Mikrotransaktionssystems stark in die Kritik geraten. Nun äußerte sich auch EAs CEO Andre Wilson zu den Kritikpunkten.

Dungeon Keeper - EAs CEO Andrew Wilson äußert sich zur Kritik: Der Spieler kommt an erster Stelle

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Viele sehen in Dungeon Keeper ein Pay-To-Win bzw. Pay-To-Play-Spiel, das die Nutze ausbeutet
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Als Dungeon Keeper für Smartphones und Tablets neu aufgelegt wurde, war die Freude zunächst groß. Doch dann folgte die ebenso große Ernüchterung. Grund: Das Geschäftsmodell mit Mikrotransaktionen erweckte bei vielen Spielern das Gefühl, es hierbei mit einem Pay-To-Play- bzw. gar einem Pay-To-Win-Spiel zu tun zu haben.

Selbst Dungeon Keeper'-Schöpfer Peter Molyneux empfand den neuen Ableger als lächerlich. Vor allem kritisierte er die ewige Wartezeit, bis sich mal etwas tue. Dass man die lange Wartezeit mit Geld überspringen könne, sei nur ein weiteres Indiz für Pay-To-Play und / oder Pay-To-Win. So berichtete er von einem Erlebnis mit der Neuauflage. Er habe einen falschen Block angeklickt, daraufhin sollte er zwei Stunden warten. "Und ich dachte mir, was zum Teufel soll das?"

Nun äußerte sich EAs CEO Andrew Wilson zu den Kritiken. Neue Spieler fanden Dungeon Keeper cool, doch alte Fans habe man mit der Neuauflage vergrault. Es sei eine Schande, dass man schlicht und ergreifend die Ökonomie verkannt habe. Doch EA habe durch dieses Projekt auch etwas gelernt: "Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man eine Reihe für ein neues Publikum neu erfinden möchte, die in den Herzen und Gedanken und Erinnerungen eines existierenden Publikums eine ganz besondere Stellung einnimmt", so Wilson.

Es sei also wichtig, den Kern einer Reihe beizubehalten, selbst wenn man sie für neue Spieler konzipieren möchte. Zum Vergleich zieht er J.J. Abrams Reboot der Star Trek Reihe heran, das er für sehr erfolgreich befinde.

Darüber hinaus sei es wichtig, einen hohen Mehrwert zu liefern, egal um welches Geschäftsmodell es sich drehe, Premium, Abonnement, Free-To-Play, und es sei egal, um welche Beträge es sich dabei handelt, ob 1 Dollar, 10 Dollar, 100 Dollar oder gar 1000 Dollar, man muss einen mindestens ebenbürtigen Wert liefern. Lieber mehr als weniger.

Natürlich muss man anerkennen, dass EA nicht besonders bekannt dafür ist, auf seine Kunden und Spieler zu hören. Immer wieder geriet das Unternehmen in die Schlagzeilen, weil Gerüchte auftauchten, dass EA das Geld wichtiger sei als fertige, bugfreie Produkte. So auch bei Battlefield 4, das seit der Veröffentlichung mit Problemen zu kämpfen hat.

Im Grunde wolle Wilson, der seit September 2013 als CEO im Amt ist, den Spieler in seinem Unternehmen wieder als wichtigsten Angelpunkt integrieren. Es sei wichtig, die Spieler an erster Stelle zu setzen, und Wilson gibt zu, dass sich EA in einigen Bereichen von diesem Denken entfernt habe.

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