DTM Race Driver 3 (PC Review)
von Oliver Dombrowski

Schweiß rinnt euch die Stirn herunter. Ihr könnt verbranntes Gummi in der Luft riechen. Der Fuß auf dem Gaspedal, bereit jederzeit voll durchzutreten. Eure rechte Hand zerquetscht den Schaltknüppel regelrecht. Ihr könnt das Adrenalin in euren Venen spüren - oder ist es Benzin?

Dann schaltet die Ampel auf Grün. Tausende PS werden losgelassen. Wie eine Herde wilder Stiere bohren sich die Rennwagen in die Gerade, und zerstören dabei alles, was sich hinter ihnen befindet.

Wenn ihr euch jetzt fragt wo ihr hier gelandet seid: Willkommen bei DTM Race Driver 3!

Schon seit 1997 liefert Codemasters eine Reihe von Rennspiel-Simulationen der Superlative. Schon als TOCA Touring Car Championship lief der Titel sehr erfolgreich und verdrängte seine Konkurrenz vom Treppchen. Richtig berühmt wurde die Spielreihe allerdings erst, als man sie in DTM Race Driver umbenannte.

DTM Race Driver 3 - Unzählige Spielmodi und heiße Flitzer: Die unglaubliche Rennsimulation geht in die nächste Runde!

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Jetzt ist Teil drei am Start, und natürlich wollten wir wissen, ob DTM Race Driver 3 den Kurs seiner Vorgänger hält. Start your engines!

Beinahe schon zu umfangreich
DTM 3 ist, um es vorweg zu nehmen, umfangreicher als alle seine Vorgänger zusammen genommen. Kein Wunder dass die Installation satte 7GB auf eurer Festplatte verschluckt. Wie schon im Vorgänger steht hier (für Fans sollte es an dieser Stelle "leider" heißen) der DTM- oder Tourenwagen Sport nicht im Vordergrund. Es wird ein noch größeres Augenmerk auf "Racing-Total" gelegt.

Insgesamt acht Rennserien schmücken den neuesten Flitzer der TOCA-Reihe. In der Klassik-Disziplin stehen vom Mercedes W25 bis hin zu den Muscle-Cars der 70er Jahre massig Autos zur Verfügung. Prestige- und Sportwagen finden sich in der GT-Serie wieder. Umfangreich sind auch die Offroad-Rennen ausgefallen. Hier wird das ganze Spektrum geboten: Rallye, Baja, Nissan Dakar, Rallycross. Es ist alles dabei. Auch die schnellste Motorsportklasse der Welt ist vertreten - die Ovalrennen.
Wer es allerdings fahrerisch anspruchsvoller mag, sollte sich in der OpenWheel versuchen. Hier gilt, Strecke und Auto perfekt zu beherrschen.

Packshot zu DTM Race Driver 3DTM Race Driver 3Erschienen für PC, PS2 und XBox kaufen: Jetzt kaufen:

Bunter Fuhrpark
Wo wir gerade bei Autos sind, DTM 3 kommt mit einem Fuhrpark von 75 Karren daher! Platz findet ihr unter anderem in Rallye Autos, Tourenwagen, Baja-Buggies, Dakar-Jeeps, Go-Karts, Race- und Monster-Trucks. Außerdem könnt ihr allen Boliden in über 22 Kategorien Upgrades zu verpassen. Verbesserte Pop-Off-Ventile erhöhen zum Beispiel die Leistung - allerdings auf Kosten des Benzinverbrauchs. In manchen Modi könnt ihr Einstellungen an der Gummimischung eurer Reifen, Federung, Übersetzung, Abtrieb, Bodenfreiheit und vieles mehr vornehmen. So kann das Auto problemlos euren Wünschen angepasst werden.

Zur Sache geht's es bei DTM Race Driver 3 auf über 80 Strecken. Das sind Doppelt so viele wie in DTM 2!

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Highlights sind ganz klar Spa, Silverstone, Shanghai, Bahrain und der Indianapolis Motor Speedway. Auch deutsche Strecken wie der Lausitz-, Hockenheim-, Nürburgring sind mit dabei. Nur die Nürburgring-Nordschleife ist leider erneut nicht mit von der Partie.

Der Weg zum Erfolg
32 Missionen hält die World Tour für euch bereit. Wie bereits in Race Driver 1&2 gibt es in der Fortsetzung ebenfalls einen Storymodus. Allerdings wird am Kurs nicht ganz festgehalten. Eine richtige zusammenhängende Geschichte bietet uns der DTM 3 Storymodus leider nicht. Im Pokal-Modus gibt es verschiedene Meisterschaften.

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Die erkämpften Pokale können dann zum Freischalten von Autos, Strecken oder anderen Extras verwendet werden. Alles in Allem könnt ihr eure Gegner in etwa 170 Rennen das Fürchten lehren.

Inkonsequent realistisch
Die Toca-Reihe besteht darauf, als Racing-Simulation bezeichnet zu werden. Um das zu erreichen, geben sich die Jungs von Codemasters scheinbar auch alle Mühe. Jedes der über 75 verfügt über eine ausgefeilte Fahrphysik. Mit einigen Rennwagen lässt es sich super driften, andere kleben wie heißer Gummi auf der Piste. Stellt man die Schwierigkeit auf Simulation, kann der kleinste Fahrfehler das Ende des Rennens bedeuten. Super realistisch!

Leider wechseln die Wetterbedingungen nicht, was den Eindruck der Simulation ein wenig trübt. Außerdem sind die Boxenstops nicht animiert. Schade, hier hätten wir uns mehr Realismus gewünscht.

Hier fliegen die Fetzen!
Wir haben selten ein so überzeugend detailliertes Schadensmodellerlebt. Bei Unfällen oder Fahrfehlern leiden Gänge, Lenkung, Federung, Motor, Räder, Abtrieb und die Karosserie. Schäden an diesen Teilen werden individuell verursacht. Das bedeutet, nach einigen Remplern kann es durchaus passieren, dass eure Reifen nicht mehr richtig haften. Genauso kann euch der Kühler um die Ohren fliegen, wenn ihr den Motor überhitzt. Jeder Schaden beeinträchtigt Fahrzeug entsprechend.

Aber nicht nur Unfälle verursachen Schäden, diese können auch durch Verschleiß auftreten. Also immer schön die Boxengasse benutzen…

Neues Strafensystem
In den letzten DTM-Teilen war es möglich, sich über Rempler und Abkürzungen einen unfairen Vorteil zu verschaffen. In DTM3 schafft das neue Strafsystem Abhilfe. Wer unfair fährt, muss mit Verwarnungen, Zeitstrafen oder sogar einer Disqualifikation rechnen. Umgesetzt wurde dies - simulationsgetreu - mit offiziellen Rennregeln. Es blaue, schwarze, gelbe, grüne und weiße Fahnen. Sogar eine in Schwarz-Weiß und in Schwarz mit Punkt ist vertreten. Manchmal wundert man sich allerdings über die unfaire Strafenverteilung. So kann es schon mal vorkommen, dass euch der Gegner gnadenlos von der Strecke schiebt und ihr dafür eine Strafzeit erhaltet.

Mitten drin statt nur dabei
Die zwar nicht mehr taufrische, aber dennoch absolut solide und schön anzusehende Grafik erzeugt realistisches Renn-Feeling. Vor allem aber sind es die Autogeräusche mit der Liebe zum Detail, die uns begeistert haben.

Je nachdem in welcher Perspektive ihr durch die Kurven rast, es hört sich an wie in einem echten Rennwagen. Selbst das Klappern des Schaltgetriebes ist hörbar. Realistischer geht es kaum.

Neues Strafensystem
In den letzten DTM-Teilen war es möglich, sich über Rempler und Abkürzungen einen unfairen Vorteil zu verschaffen. In DTM3 schafft das neue Strafsystem Abhilfe. Wer unfair fährt, muss mit Verwarnungen, Zeitstrafen oder sogar einer Disqualifikation rechnen. Umgesetzt wurde dies - simulationsgetreu - mit offiziellen Rennregeln. Es blaue, schwarze, gelbe, grüne und weiße Fahnen. Sogar eine in Schwarz-Weiß und in Schwarz mit Punkt ist vertreten. Manchmal wundert man sich allerdings über die unfaire Strafenverteilung. So kann es schon mal vorkommen, dass euch der Gegner gnadenlos von der Strecke schiebt und ihr dafür eine Strafzeit erhaltet.

Mitten drin statt nur dabei
Die zwar nicht mehr taufrische, aber dennoch absolut solide und schön anzusehende Grafik erzeugt realistisches Renn-Feeling. Vor allem aber sind es die Autogeräusche mit der Liebe zum Detail, die uns begeistert haben.

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