Nintendo DS: Was taugen die Spiele?(von Jörg Pitschmann)

Vor einigen Tagen haben wir in unserem großen Technik-Special pünktlich zum Release über Nintendos neues Vorzeigebaby, den DS berichtet. Nachdem der kleine Freudenspender unseren Technikparcours mit Bravour durchlaufen hat, haben wir uns jetzt

einige der ersten Spiele näher angeschaut. Von den insgesamt 14 Titeln, die laut Hersteller derzeit am Markt verfügbar sind, haben uns die sechs von Nintendo vertriebenen Spiele bereits erreicht. Grund genug also, im zweiten Teil unseres großen »DS-Specials« die

Launchtitel genauer unter die Lupe zu nehmen. Besonders interessant ist dabei natürlich die Frage, inwiefern schon diese ersten Spiele die technischen Möglichkeiten des Kraftzwergs ausnutzen. Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen: wer bislang noch glaubt, der Touchscreen sei nicht viel mehr als ein Gimmick oder eine mehr oder weniger sinnvolle Beigabe, der wird garantiert eines Besseren belehrt. Und auf wen diese Aussage abschreckend wirkt, der sollte die Finger vom DS lassen. Aber wer will das schon? Lest also, was wir in hart durchzockten Nächten für Euch herausgefunden haben.

Project Rub: Blasen und RubbelnWie wir schon festgestellt hatten, möchte sich der DS, genau wie sein großer Bruder, durch ein hohes Maß an Familienkompatibilität hervortun. Wer also bei dieser Überschrift an Schweinkram denkt, der sei eines Besseren belehrt. Auch wenn das Cover von »Project Rub« mit der stilisierten Silhouette einer jungen Dame im Bikini wirbt, hat das Programm nichts schlüpfriges an

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

sich. Bei dem Titel, der vom Sonic-Team produziert wurde, handelt es sich vielmehr um eine Abfolge von schnellen Minigames, die in eine Rahmenhandlung eingebunden sind. Das Ziel: der Spieler will das Herz seiner Angebeteten erobern. Klar, daß so was nicht von selbst geht, denn bekanntermaßen wollen Frauen ja umschwärmt werden, und mann muß sich deshalb ein ums andere Mal zum Clown machen.Aber der Reihe nach; das Spiel startet mit einer quietschbunten Dudelmusik, die entfernt an schlechte Filme aus den Siebzigern erinnert. Die Figuren sind allesamt scherenschnittartig dargestellt, im Spiel überwiegen rot-

orange Farbtöne, was ebenfalls sehr an die Seventies angelehnt ist. Der Held - seltsamerweise trägt der Typ einen hässlichen Fahrradhelm, eigentlich ein ultimatives K.O.-Kriterium fürs Anbaggern - muß seinem Schwarm auf vielfache Weise klarmachen, daß nur er der Richtige für sie ist.

Dazu gilt es beispielsweise, durch heftiges Tippen auf den Touchscreen durchgeknallte Bullen von der Straße zu putzen. Oder man befördert Goldfische, die ein armer Kerl versehentlich verschluckt hat, durch heftige Aufwärtsstriche mit dem Stift in der Magengegend wieder ans Tageslicht. Wer es lieber mit mehrErotik mag, der darf seiner Traummieze den Schlamm vom Körper rubbeln oder ihr etwas malen. Gerne gesehen wird auch das romantische Candlelight.

Das wird allerdings schnell zum Großfeuer, wenn man nicht heftig in das DS-Mikrofon bläst und die Luft gleichzeitig mit dem Stift in die Flammen lenkt, um die Kerzen auszupusten. Egal, welche Übung man bevorzugt, in aller Regel ist nach fünf Levels Schluß. Dann geht's an die Abrechnung, und je höher die erreichte Punktzahl ist, desto stärker füllt sich das angezeigte Liebesherz rot auf. Wer alle Übungen meistert, der darf bei seiner Traumfrau landen und fortan im Liebesglück schwelgen.

Danke Nintendo, jetzt weiß ich endlich, wie ich künftig meine Flamme garantiert rumkriegen werde. Aber eine Frage hätte ich da noch: was für einen Stift soll ich denn im wahren Leben benutzen, um meiner Süßen den Dreck vom Körper zu kratzen?Fazit:
Wer auf schnelle, schräge Spielchen steht, die einen sinnfreien Nachmittag garantieren, der liegt mit »Project Rub« genau richtig. Alle anderen sollten das Programm vielleicht vor dem Erwerb erstmal probezocken.

Polarium: KopfnußWer es gerne ein wenig anspruchsvoller mag und Spiele wie »Tetris« zu seinen absoluten Lieblingen zählt, der wird sich wahrscheinlich gerne mit »Polarium« beschäftigen. Das knifflige Rätselspiel verlangt dem Spieler nämlich im fortgeschrittenen Stadium einiges an Knobelei ab.

Das Prinzip: auf dem Bildschirm sind kleine quadratische Spielsteine in schwarz und weiß. Durch das Verbinden der Quadrate einer Farbe mit einer Linie werden diese umgedreht und nehmen dadurch die jeweils andere Farbe an. Besteht eine waagrechte Reihe nur noch aus einer Farbe, löst sich diese auf, und nachrückende Steine nehmen ihren Platz ein. Die Linien werden übrigens mit dem Stift auf dem Touchscreen gezogen. Da weitere Blöcke mit Quadraten kontinuierlich von oben nachfallen, müssen die Reihen möglichst sinnvoll und schnell aufgelöst werden. Wenn die Quader nämlich die Oberkante des Bildschirms erreicht haben, heißt es »Game over«.

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Was hier vielleicht zunächst verwirrend klingt, ist in Wahrheit ein simples und geniales Spielprinzip, das einen so schnell nicht wieder losläßt.

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Neben dem verzweifelten Linienziehen auf Zeit bietet »Polarium« übrigens noch einen Taktikmodus, bei dem es zwar kein Zeitlimit, dafür aber knackige Tüftelaufgaben gibt. Es müssen nämlich alle Steine einer Farbe mit nur einer Linie übermalt werden, wobei der Stift nicht abgesetzt oder die Linie gekreuzt werden darf. Wer mag, darf über das integrierte WLAN-Modul mit einem Freund gegeneinander zocken. Ob sich »Polarium« als Verkaufsschlager erweisen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Für mich ist es jedoch eines der ersten Highlights auf dem DS.

Fazit:

Knobelköpfe jeder Altersgruppe sollten dem Spiel eine Chance geben. Der Einstieg gestaltet sich ein wenig spröde, doch wenn man das Prinzip erstmal durchschaut hat, steht stundenlangen Zocken nichts mehr im Wege. Unbedingt anspielen!

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken
Wario Ware Touched:Zärtliche BerührungenNatürlich dürfen die klassischen Nintendo-Helden nicht fehlen, wenn ein neues Produkt des Hauses erscheint. »Wario Ware Touched« bringt den bösen Gegenpart zu Mario auf den DS. Ähnlich wie »Project Rub« handelt es sich hierbei um

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

eine Sammlung von kleinen und kleinsten Spielchen, die samt und sonders mit dem Stift gespielt werden. Begleitet von hektischem Mario-Gedudel wählt man eingangs seine Spielfigur. Der Charakter selbst ist allerdings völlige Nebensache und steht lediglich für unterschiedliche Fingerübungen.

So geht es zum Beispiel mit »Mona« darum, in immer schnelleren Abfolgen herabfallende Gegenstände wie Obst mit dem Stift zu zerteilen oder andere einschneidende Aufgaben zu erfüllen. Bei den Spielchen von »Jimmy T.« dreht sich alles ums Tanzen, das heißt, man muß in vorgeschriebener Reihenfolge über den Screen reiben.

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Je nachdem, welche Figur man auswählt, wechseln die Aufgaben. Zu Beginn steht allerdings lediglich Wario zu Verfügung, dessen chaotische Minispielchen alle Bereiche abdecken und in scheinbar völlig willkürlicher Reihenfolge erscheinen. Je mehr Aufgaben man gemeistert hat, desto mehr Goodies werden freigeschaltet, und desto mehr Charaktere werden verfügbar.Keines der Minigames dauert übrigens länger als einige Sekunden, da es lediglich auf eine möglichst schnelle Reaktion ankommt. Auch wenn die jeweilige Aufgabenart durch die Spielfigur vorgegeben ist, erschließt sich nicht immer, was im Einzelnen zu tun ist.Gelegentlich möchte man deshalb den DS an die Wand klatschen, weil man sich zum wiederholten Male ein »Game over« eingefangen hat.

Die jeweilige Aufgabe wird nämlich nur zu Beginn für einen kurzen Augenblick eingeblendet und beschränkt sich auf ein bis zwei Worte.

Wer da nicht schnell genug liest oder wessen Auffassungsgabe gegen das Lernverhalten eines Kieselsteins tendiert, wird schnell die Lust am Kratzen, Wischen oder Rubbeln verlieren.

Fazit:

Wer es besonders schnell und dreckig mag und gegen immer hektischer werdende Dudelsounds resistent ist, der sollte sich an »Wario Ware Touched« versuchen. Reaktionslegastheniker lassen hiervon besser die Finger.

Pokémon Dash:Reib Dich zum ErfolgNatürlich darf beim Startaufgebot für den DS einer nicht fehlen: Pikachu, der hochnervige, gelbe Langohrpiepser, der sich im Spiel »Pokémon Dash« die Ehre gibt. Begeisterte GBA-Zocker, die die erste Klasse der Grundschule erfolgreich abgeschlossen haben, werden vermutlich vor Begeisterung in die kleinen Hände klatschen.

Denn die Pokémon-Spielreihe erfreut sich bei Kindern seit Jahren einer großen Beliebtheit, egal, wie sehr ich auch dagegen anschreiben mag.

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Gerechterweise muß man allerdings hervorheben, daß das vorliegende Spiel nicht wirklich schlecht ist. »Pokémon Dash« ist nämlich ein Fun-Racer der besonderen Art. Der Spieler steuert Pikachu im »Grand-Prix-Modus« ausschließlich mit dem Stift über Stock und Stein und muß mit anderen Figuren des Pokémon-Universums um die Wette laufen. Dargestellt wird das Ganze aus der Draufsicht, so daß es erfreulicherweise kaum Übersichtsprobleme gibt. Die Aufgabe besteht darin, Checkpoints in einer vorgegeben Reihenfolge zu passieren und als erster am Ziel zu sein.

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Wer mag, kann sich auch quer durch die Botanik zum nächsten Kontrollpunkt durchschlagen. Das ist aber nicht empfehlenswert, da die Geschwindigkeit des kleinen gelben Viechs stark vom Untergrund abhängt. Wald, Sumpf oder Sand verlangsamen Pikachu, Wasser führt sogar zum Ertrinken. Um solch unwegsames Gelände dennoch zu durchqueren, kann man unterwegs Goodies einsammeln, die eine zügige Geschwindigkeit auch auf unwegsamem Gelände oder das Rennen über Wasser ermöglichen. Einige Kontrollpunkte kann man auch nur aus der Luft erreichen. Dazu schnappt man sich ein paar Luftballons und steigt auf. Dann steuert man seinen Liebling in die korrekte Richtung, und über dem Ziel läßt man langsam die Luft aus den Ballons oder zersticht sie einfach. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn wenn der kleine Gelbling auf Stein oder einem anderen harten Untergrund aufschlägt, ist er eine Weile ohnmächtig. Auch wenn mir der Gedanke sehr gefällt, einen bewusst- und lautlosen Pikachu vor mir zu haben, ist dieser Umstand für den Spielverlauf eher hinderlich.Insgesamt gibt es fünf Kurse zu bewältigen. Hat man alle Strecken mindestens mit dem dritten Platz abgeschlossen, winkt ein Füllhorn an Belohnungen. Wer Pokémon-RPG-Spiele für den GBA besitzt, kann sie in den vorgesehen Schacht des DS einführen und so weitere Strecken freischalten.

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Wer es hingegen gern ein wenig zügiger mag, der kann bestandene Kurse auch im Tempo-Modus ein weiteres Mal absolvieren. Und wer gerne mit Kumpels während des Unterrichts zockt, der sollte einen Blick auf den Multiplayer-Modus werfen. Aber nicht vergessen, den nervigen Sound abzustellen, sonst merkt's die Lehrerin. Und das wird nicht gern gesehen.

Fazit:

Entgegen meiner bestehenden Vorurteile gegenüber Produkten, bei denen mir ein Pikachu widerlich entgegengrinst, ist »Pokémon Dash« gar nicht so schlecht. Die Steuerung ausschließlich über den Stift ist sehr präzise und geht schnell in Fleisch und Blut über.

Wer auf Fun-Racer steht und mit dem DS etwas neues ausprobieren will, sollte mal probezocken.

Mr. Driller Drill Spirits: BohrmeisterEbenfalls auf Reaktion und Geschwindigkeit kommt es bei Namcos Bohrorgie »Mr. Driller Drill Spirits« an. Von allen getesteten DS-Titeln ist dies der einzige, der nahezu ausschließlich über die Buttons gesteuert wird. Das Spielziel: man bohrt sich so tief wie möglich in die Erde, ohne dabei von herabfallenden Gesteinsbrocken erschlagen zu werden oder aus Luftmangel zu ersticken. Die »Erde«, in die man sich gräbt, besteht dabei aus kleinen Ziegeln unterschiedlicher Farben. Liegen mehrere Ziegel der gleichen Farbe nebeneinander, so verschwinden sie alle, wenn die Spielfigur einen von ihnen wegbohrt.

Gleichzeitig rutschen von oben Steine in die gleiche Position nach. Steht die Spielfigur dann nicht auf einem freien Feld, haucht sie eines ihrer drei Bildschirmleben aus. Also sollte man sich genau überlegen, welche Steine man in welcher Reihenfolge wegbohrt, sonst ist schnell Schluß mit der Bohrorgie. Möglich ist auch, sich schneller nach unten

vorzugraben, als einen die nachfallenden Teile erreichen können. Erschwerend kommt hinzu, daß es auch einzelne unzerstörbare Steine gibt, um die herumgegraben werden muß. Leider fallen auch die herab, sobald man ihnen die Steinreihe darunter entzieht. Also: Bohren mit Verstand ist angesagt.Und dann ist da noch die Atemluft, die natürlich bei zunehmender Tiefe immer knapper wird. Also liegen zwischen den Steinen verstreut kleine Luftkapseln, die eingesackt werden müssen. Wie es um den jeweiligen Luftvorrat bestellt ist, läßt sich übrigens jederzeit am rechten Rand ablesen. Da einem ziemlich fix die Puste ausgeht, sollte man seine Bohrung so steuern, daß man möglichst viele Luftkapseln freilegt. Dazu dreht man die Spielfigur in die gewünschte Richtung und betätigt den A-Button. Je weiter man nach unten vordringt, desto höher fällt am Ende die Punktzahl aus.Natürlich bietet »Mr. Driller Drill Spirits« auch jede Menge Optionen. So kann mannach bestandenen Levels neue, leistungsfähigere Bohrer kaufen oder einen anderen Charakter auswählen, der zum Beispiel bessere Geräte tragen kann als Susumu, die Anfangsfigur. Auch schön: der Multiplayermodus, bei dem man mit einem Freund um die Wette bohrt. Das ist allemal besser, als mit einem Freund um die Wette zu baggern. Das mache ich dann doch lieber ganz allein...

Fazit:

Wer auf schräge, quietschbunte Japano-Optik steht und eine abgefahrene Spielidee sucht, der sollte sich »Mr. Driller Drill Spirits« näher anschauen. Nach einer etwas sperrigen Einführungsphase steht einem stundenlangen, hektischen Spielvergnügen nichts im Wege. Schade: die Steuerung nutzt die genialen Möglichkeiten des DS in keiner Weise.

Super Mario 64 DS:Echt Super, Mario!Last but not least steht der ultimative Nintendo-Held ins

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Haus, dessen unvermeidlicher, gleichwohl äußerst gelungener Auftritt in Form des legendären »Super Mario 64 DS« stattfindet. Wer den Vorgänger auf dem guten, alten N64 gezockt hat, wird sich sofort nach Einschalten des DS eine Träne der Rührung aus dem Auge drücken. Denn der furchtlose Klempner feiert zusammen mit seinen Kumpels Luigi und Yoshi sowie Wario seinen Einstand auf dem neuen Handheld - und das in bester N64-Qualität. Die Handlung ist genauso, wie es Fans der Reihe erwarten: Die edle Prinzessin Peach wurde vom Obermotz Bowser entführt. Natürlich eilen unsere Freunde

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

zu ihrer Befreiung herbei. Dazu gilt es, im Laufe des Spiels 150 überall versteckte Power-Sterne zu finden. Logisch, daß dabei schräge Rätsel und heftige Jump-and-Run-Einlagen nicht zu kurz kommen. Begonnen wird die Hüpfkarriere übrigens als Yoshi, der in verschiedenen Episoden herausfinden muß, was mit Mario und den anderen Kumpels passiert ist.

Das Spiel präsentiert sich als das technisch ausgereifteste der besprochenen sechs Titel. Sowohl die - selbst ohne Kopfhörer deutlich in Stereo wahrnehmbaren - Sounds

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

erfreuen dabei das Zockerherz, als auch die sehr gelungene grafische Umsetzung.

Mit dem Stift kann man seine Figur entweder über den Touchscreen steuern, oder man greift auf das analoge Steuerkreuz zurück, um seine Helden zu bewegen.

Die unterschiedlichen Aktionen wie Springen oder Sprechen führt man mit den vier Buttons aus, was des Öfteren zu einem hektischen hin und her zwischen Stiftlenkung und Knöpfedrücken führt.

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/16Bild 30/451/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Abgesehen davon ist die Umsetzung des Spieleklassikers auf die neue Zwergkonsole gelungen. Gelegentliche Kameraschwenks führen zwar zeitweise zu leichten Übersichtsproblemen, doch die halten sich dank der permanent verfügbarenMinimap auf dem Touchscreen in Grenzen. Einem ungestörten Spielvergnügen steht damit nichts im Weg. Wer mag, kann die Abenteuer der Klempnerfamilie natürlich auch im Mehrspielermodus erlebenoder sich an diversen eingebauten Minispielchen erfreuen. Wer sich erst einmal mit der Steuerung eingefuchst hat, wird sich vermutlich so schnell nicht wieder vom Bildschirm des DS lösen, sondern erst Ruhe geben, wenn die liebliche Prinzessin gerettet ist. Und wenn der Akku des DS versagt und man auf dem Weg zur nächsten Steckdose über diverse Tische und Stühle hüpft und wild auf dem Boden verstreute Münzen aufsammelt, ist alles zu spät.

Fazit:

»Super Mario 64 DS« ist der würdige Nachfolger des gleichnamigen Klassikers für den N64. Mario-Fans aller Altersklassen reiben sich begeistert die Hände und spielen die Abenteuer ihrer Helden ein weiteres Mal. Damit steht der erste Pflichttitel für Nintendos Konsölchen bereits fest.

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/1Bild /45/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die Farben des Nintendo DS

DS - Die ersten Spiele für den DS: voll auf Touchscreen

Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/1Bild /45/45
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Zielgruppeneignungder getesteten Spiele:

mit Einschränkungen geeignet für Handheld-Fanatiker und besonders für Fans des guten, alten N64. Alle Titel bis auf einen haben von der USK eine Freigabe ohne Altersbeschränkung erhalten. Lediglich »Project Rub« erhielt die Einstufung für Kinder ab sechs Jahren.

Hersteller: Nintendo

Vertrieb: Nintendo

Preis: zwischen 29,00 Euro und 39,00 Euro