Driver: Parallel Lines (PS2 Preview)
von Nedzad Hurabasic

In zwei Wochen soll die nächste Reinkarnation der Actionspiel-Reihe Driver veröffentlicht werden. Bei "Parallel Lines" handelt es sich um die vierte Auflage, die mit bewährten und neuen Elementen zu alter Klasse zurückkehren will.

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Eigentlich soll an dieser Stelle nicht allzu viel über die Hintergrundgeschichte verraten werden, um euch nicht den Spaß zu verderben. Ein wenig muss der Schleier aber doch gelüftet werden. Driver will sich mit der anfänglich im New York des Jahres 1978 angesiedelten Geschichte auf seine Wurzeln besinnen.

Im Mittelpunkt der actiongeladenen Geschichte steht der Protagonist The Kit, oder einfach nur T.K. Das Spiel beginnt (jedenfalls in der Previewversion) ohne lange Vorgeschichte und Aufwärmphase, plötzlich finden wir uns mitten im Schlamassel wieder und sitzen hinter dem Steuer eines Fluchtfahrzeugs, das von den Cops verfolgt wird.Schon wird massig Adrenalin ausgeschüttet, per Bildschirmeinblendung wird erklärt, was unsere Aufgabe ist ("Häng die Cops ab") und welche Bedeutung die Interface-Elemente haben.

Driver: Parallel Lines - Sex-Appeal, heiße Wagen, knallharte Action: Wir haben die Preview-Version angezockt!

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Eine Mini-Map gibt uns dabei Aufschluss darüber, in welche Richtung wir fahren, oder besser gesagt, rasen müssen und wo weitere Polizeiwagen auf uns warten. Schnell ist aber der erste Auftrag gelöst und wir haben den Räuber in Harlem abgeliefert. Eine sehr feine Cutszene führt uns schließlich in die Hintergrundgeschichte ein. Diese Vorgehensweise prägt das Spiel: Prägnante, sehr amüsante, unterhaltsame und perfekt die Atmosphäre der 70er Jahre wiedergebende Zwischensequenzen halten die Motivation hoch und treiben die Story zwischendurch voran. Es ist zwar noch die altehrwürdige PlayStation 2, auf der wir testen durften, doch hier haben die Entwickler Beachtliches geleistet und wohl das maximal Machbare aus der Konsole herausgeholt. Klasse!
Als Aufstrebender "Driver" müssen wir uns den Respekt der Unterwelt erarbeiten, genauer gesagt den eines gewissen "Slink", der so großzügig ist, sich als unser Mentor aufzuspielen. So fahren wir mit verschiedenen Aufgaben versehen durch die Straßen New Yorks und befördern geklaute Karossen von A nach B, treiben Geld ein oder liefern uns Straßenrennen. Oft sitzt uns dabei die Stoppuhr im Nacken, was nicht immer von Vorteil ist. Die ersten Missionen dienen dabei als Tutorial, bei denen wir die wichtigsten Aspekte des Gameplays erlernen, so z.B. auch den Umgang mit Schusswaffen. Der Schwierigkeitsgrad scheint insgesamt ziemlich deftig zu sein, zumal wir meist mehrere Dinge gleichzeitig machen müssen. Zum einen muss natürlich das Fahrzeug gesteuert werden, dann müssen wir ein Fahrzeug verfolgen, das allerdings nur als farbiger Pfeil auf unserer Mini-Map auftaucht.

Sobald wir das Vehikel aufgespürt haben, müssen wir den Fahrer dazu überreden seine Schulden zu begleichen oder das den Wagen gleich mitsamt Besitzer schrotten.

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Da wir es dabei meist eilig haben und wir deshalb Verkehrsregeln im Dutzendpack missachten, sitzt uns neben der Zeit auch meist noch die Staatsmacht im Nacken. Und diese ist nicht gerade zimperlich und nimmt weder auf uns noch auf Zivilisten Rücksicht. In den dicht befahrenen Straßen Manhattens keine Unfälle zu bauen ist dabei fast unmöglich, spektakuläre Crashs daher an der tagesordnung. Die Entwickler haben den Vehikeln ein detailliertes Schadensmodell spendiert, so sieht man den Autos nicht nur jede Delle an. Zu viele Karambolagen wirken sich auch auf das Fahrzeugverhalten, also die Steuerung und auch das Leistungsvermögen der Motoren aus. Wer zu oft crasht, fährt seinen Wagen buchstäblich zu Schrott.

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Aber da wir uns schließlich in einem GTA-mäßigen Spiel befinden, ist die Beschaffung eines neuen Gefährts kein Problem. Wir zerren entweder den Besitzer eines Wagens aus dem nächstbesten Auto oder "leihen" uns einfach ein am Straßenrand abgestelltes Fortbewegungsmittel aus. Sollten wir einen Wagen geschrottet haben, der in unserer Garage abgespeichert ist, dürfen wir den, gegen Cash, später in der Werkstatt von "Ray" reparieren, der Filialen in der ganzen Stadt verteilt hat.

Dort können wir unsere Karossen auch tunen, die Parameter und zukaufbaren Wagenteile halten sich dabei aber in Grenzen.Das ist aber auch gut so, denn schließlich liegt der Schwerpunkt des Spiels ganz klar auf der Action, den wilden Verfolgungsjagden mit der Polizei, anderen Verbrechern usw. Die Steuerung der Wagen wirkt ein wenig schwammig, grundsätzlich lassen sie die Wagen aber gut kontrollieren. Allerdings ist das Geschwindigkeitsgefühl nicht restlos überzeugend.

Interessant ist die Möglichkeit, Passanten niederschlagen zu können, anstatt sie einfach über den Haufen zu ballern. Dadurch übernimmt die Spielfigur das Aussehen der überfallenen Personen und kann sich somit besser vor der Polizei tarnen. Grundsätzlich steht es uns aber auch frei, nach Belieben Fußgänger über den Haufen zu fahren, soweit beobachtet erheben sie sich aber meist sofort wieder.Insgesamt wirkt die Szenerie sehr glaubhaft, vor allem die Silhouette Manhattans ist natürlich ein Hingucker. Dabei bekommen wir sogar die Twin Towers nochmals zu sehen, die 2001 beim Terroranschlag vernichtet wurden.

Ohne zu viel verraten zu wollen, soll noch erwähnt sein, dass die Story nicht nur in den 70ern, sondern auch in 2006 spielt. Wie es dazu kommt, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel sei gesagt: Rache wird euren Weg pflastern!

Ausblick
Beste Driver-Unterhaltung im Starsky & Hutch-Feeling, eine gehörige Portion 70er-Flair, Sex-Appeal, heiße Wagen, knallharte Action. So könnte man die wichtigsten Aspekte des Spiels zusammenfassen. Wenn die fertige Fassung des Spiels über einen etwas gemäßigteren Schwierigkeitsgrad verfügt (oder sich dieser zumindest einstellen lässt), dann könnte hier ein sehr amüsantes und vor Spielspaß strotzendes Game bevorstehen. Zwar kommt es nicht an die Komplexität von GTA heran, dafür ist die Aufmachung aber deutlich überzeugender, vor allem die tollen Cutszenen haben es mir angetan. Dieses Spiel solltet ihr definitiv (weiter) im Auge behalten, wenn ihr dem Crime-Genre etwas abgewinnen könnt.