Autor: Nedzad Hurabasic

Als man noch in Spielhallen ging um seiner Spielsucht zu frönen, zog es mich meist zu den Arcade-Automaten. Flipper besaßen nicht diese Anziehungskraft, denn irgendwie waren die Games immer so schnell vorbei.

Heutzutage geht kaum noch jemand in Spielhallen, denn die heimischen vier Wände lassen sich viel bequemer und vor allem günstiger dazu ausbauen. Nach längerer Zeit ist nun wieder eine Flipper-Simulation erschienen, die uns das Spiel mit der kleinen Stahlkugel näher bringen möchte. Wir haben uns an den virtuellen Spieltisch gestellt und bis zum Highscore dran gerüttelt.

Na, schon 18?
Dream Pinball 3D bietet gegenüber einem herkömmlichen Flippertisch nicht nur den Vorteil, dass der finanzielle Aufwand sich in Grenzen hält und man dafür seine Wohnung nicht verlassen muss.

Dream Pinball 3D - Gib dir die Kugel - Spielhallenfeeling am heimischen PC. Stark!

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Wo ist die Kugel?
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Der Simulator bietet auch gleich sechs Tische in einem. Wer in den Genuss aller Tische kommen möchte, muss aber zunächst eine Zwangsaktivierung über sich ergehen lassen, die an die Zugangskontrolle in Spielhallen erinnert.

Die Aktivierung kann entweder per Internet oder Telefon abgewickelt werden. Per Internet geht alles sehr schnell und unkompliziert, lediglich die telefonische Aktivierung ist mit etwas mehr Aufwand verbunden, kostet zudem Geld (12 Cent/Minute) und ist am Wochenende nicht möglich. Bis zur Aktivierung steht nur ein Flippertisch zur Verfügung.

Nach der erfolgten Freischaltung befriedigen wir unsere Spielsucht auf den sechs unterschiedlichen Flippertischen, die vorbildlich im umfangreichen Handbuch beschrieben und erklärt sind. Das ist zwar für erfahrene Zocker nicht unbedingt nötig, wem sich aber die relativ übersichtlichen Szenarien nicht sofort oder im Verlauf des Spiels erschließen, findet dort die nötigen Tipps.

Erklärt werden neben den Basics wie Multiplikatoren, Bonuspunkte und Extrabälle vor allem auch die Bedingungen für Combos, Multiballs und Specials Modes. Gerade Letztere unterscheiden sich natürlich von Tisch zu Tisch und sind beim Punkte sammeln besonders lukrativ. Für das Treffen einzelner Ziele werden dann in einem bestimmten Zeitfenster mehrere Millionen Punkte auf einen Schlag ausgeschüttet.

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Ob sich das Mädel freischalten lässt?
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Wie viel Zeit dafür zur Verfügung steht ist davon abhängig, welcher Schwierigkeitsgrad ausgewählt wurde. Ob man sich als "Profi" an den Tisch stellt oder doch lieber auf "schwer", "normal" oder "leicht" zurückgreift, ist zum einen Geschmackssache. Zum anderen bestimmt diese Einstellung aber auch verschiedene Faktoren des Spiels. Beispielsweise wie viele Kugeln zum Start bereitstehen oder wie lang der Timer für den "Ball Save" ist (erneutes Abschießen desselben Balls nach Verlust). Auch Zeitlimits für Specials Modes, Multiball usw. sind vom gewählten Schwierigkeitsgard abhängig. Dazu gehört auch das Feature Ballchange.

Bällchen wechsle dich
Nach einer bestimmten Zeit und Punktzahl wird eine einmal in bestimmten "Ball Lock"-Slots festgeklemmte Stahlkugel gegen Spielgeräte aus anderen Materialien ausgetauscht. So werden dann etwa Kugeln aus Elfenbein, Marmor oder Gold ausgespuckt. Je nach Material verändert sich nicht nur das Gewicht, sondern auch die Ballphysik.

Der so genannte "Ballchange" bringt handfeste Vorteile - 10 (Elfenbein) bis 50 Mal mehr (Gold) Punkte werden für jeden Treffer ausgeschüttet, der mit diesen Kugeln erzielt wird. Daneben ist es für das Punktekonto und den endgültigen Highscore natürlich besonders lukrativ, wenn damit möglichst hohe Bonuswertungen und Multiplikatoren "abgeschossen" werden. Wer es schafft den Multiball-Modus zu aktivieren und drei Kugeln zu sammeln, darf mit allen Kugeln gleichzeitig spielen.

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Elfenbein Mal sechs!
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Standardmäßig wird der Flipper per Tastatur bedient, wer auf seinen Joystick nicht verzichten möchte, kann das Spiel aber auch darauf konfigurieren. Ansonsten steuern wir mit den "Strg"-Tasten und rütteln mit den Alt-Tasten am virtuellen Tisch - wenns übertrieben wird natürlich bis zum Tilt. Dieser hat zur Folge, dass alle bis dahin mit dieser Kugel gesammelten Punkte verloren gehen und der Ball im Aus landet. Daher sollte mit dem "Tischstoß"-Feature besonders behutsam umgegangen werden. Etwa, wenn die Kugel genau auf die Lücke zwischen den beiden Flippern zusteuert oder an den Seiten ins Aus zu gehen droht. Ein Allheilmittel ist aber auch das "Rütteln" am Spieltisch nicht.

Ritterspiele und Dino-Wars
Dream Pinball 3D erlaubt gleich sieben verschiedene Kameraperspektiven auf das Spielgeschehen. Welche man bevorzugt, ist sicherlich Geschmackssache. Die einen sind lieber näher am Geschehen dran, andere wollen lieber den gesamten Tisch im Auge behalten, um für alles gewappnet zu sein.

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Immer schön festhalten!
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Das Spielgefühl lässt sich durchaus als "authentisch" beschreiben. Die Kugeln prallen wie von den realen Vorbildern gewohnt ab und lassen sich von den "Flippern" sehr gut kontrollieren - wozu auch das "Festhalten" und gezielte Abschießen gehört. Insgesamt bieten die sechs Spieltische, die Namen wie "Knight Tournament", "Dino Wars" oder auch "Two Worlds" tragen, recht abwechslungsreiche Spielumgebungen, orientieren sich aber an realen Vorbildern. Daher bieten sie auch keine "abgefahrenen" Fantasy-Umgebungen, sondern übersichtliche "Classics". Tische mit mehreren Ebenen werden leider nicht geboten.

Generell gibt es an den Tischen aber nur wenig auszusetzen. Vielleicht ähneln sie sich aber vom Aufbau her letztendlich doch ein wenig zu sehr. Optisch sowie akustisch gibt es jedoch keinen Grund für Beanstandungen. Alle sechs Tische unterscheiden sich durch verschiedene Themengebiete und sollten für jeden Geschmack etwas anzubieten haben. Multiplayer-Games sind jedoch nur auf einem Rechner möglich, dafür können die eigenen Highscores online mit anderen Spielern verglichen werden.