Man könnte meinen, Prequels werden produziert, wenn einem nach dem dritten oder vierten Teil einer Serie die kreativen Ideen für eine Fortsetzung ausgehen. Drakensang - Am Fluss der Zeit ist jedoch erst die zweite Rollenspiel-Episode des deutschen Entwicklerteams Radon Labs, die auf den Regeln des Pen & Paper-Rollenspiels „Das Schwarze Auge“ basiert. Ein Rückschritt ist dieser Nachfolger trotz der um 23 Jahre zurückverlegten Handlung jedoch keineswegs. Im Gegenteil: Es hat sich einiges getan in der Welt von Aventurien, vieles hat sich im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert.
Der storytechnische Kniff verhindert jedoch auch, dass Fans des ersten Teils ihre Charaktere weiterverwenden können. Daraus ergibt sich auf der anderen Seite aber auch eine Chance, denn alle Tüftler und Zahlenspieler unter den Rollenspielern werden sich über den neuen Expertenmodus bei der Charaktererstellung freuen.
Dieser eröffnet euch nun die Möglichkeit, die Attribute, Talente und Merkmale der Spielfiguren bis ins kleinste Detail nach euren Vorgaben zu bestimmen - natürlich innerhalb des vorgegebenen DSA-Regelwerks. Außerdem dürft ihr das Aussehen der Figuren nun ein wenig manipulieren, insgesamt bleibt dieser Punkt jedoch ziemlich oberflächlich.
Das Anlegen eines neuen Spielavatars wäre ohnehin notwendig geworden, wenn ihr gleich mit einem der zwei neuen Archetypen ins Abenteuer ziehen wollt. Da wäre zum einen der aus dem Hochland stammende Gjalkskerländer, der aufgrund seiner körperlichen Vorzüge und Durchschlagskraft ideal als Tank einsetzbar ist. Zum anderen tritt der zaubermächtige Geode auf den Plan, ein magiebegabter Zwergenpriester, der sich die Erdkraft zunutze macht. Für welche der nun 22 Möglichkeiten ihr euch entscheidet, ist natürlich Geschmackssache.
Die Welt von Aventurien versprüht ihren eigenen Charme.Interessant ist jedoch die jeweilige Spieleinführung, die sich ein wenig an den individuellen Herkunftsgeschichten von Dragon Age orientiert. Während ihr als Kämpfer zunächst in der Stadtwache von Nadoret anheuert, leistet ihr als Zauberer euren "Grundwehrdienst" bei einem Waldelfen ab. Langweilige Latscherei gehört übrigens größtenteils der Vergangenheit an: Ein neues Schnellreisesystem sorgt für kurze Wege zwischen den wichtigen Orten auf der Map.
Der Spieleinstieg von „Am Fluss der Zeit“ ist jedoch betont langsam gewählt. Es vergehen mehrere Stunden, bis ein wenig Fahrt aufgenommen wird. Bis dahin quält ihr euch durch das zwar hübsche und mit atmosphärischen Klängen versüßte Mittelreich, allzu aufregend geht es dabei jedoch nicht zu. Die kleinen Aufgaben, mit denen ihr bedacht werdet, sind meist kaum mehr als einfache Botendienste. Wie ein Spannungsbogen von Beginn an hochgehalten wird, hat man beispielsweise bei Dragon Age: Origins erleben dürfen. Drakensang kommt dagegen etwas bieder daher und wirkt im Vergleich altbacken.
Vor allem das Charakter- und Kampfsystem bedarf einiger Eingewöhnungszeit. Auf der anderen Seite macht vielleicht gerade das Oldschool-Feeling diese mittelalterlich daherkommende Spielwelt sympathisch. Die Umgebung ist stark weich gezeichnet und in herbstlichen Farbtönen gehalten. Die Welt wirkt keineswegs strikt depressiv oder ist vom Bösen dominiert und bedarf nicht unbedingt einer mächtigen Heldengruppe, um sie vor dem Verderben zu retten.
von dtp Entertainment AG, Radon LabsGenre: RollenspielPC: 19.2.2010Offizielle WebseiteFreigegeben ab 12 Jahren
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Aber mir hats trotzdem seeeeehr gut gefallen, einfach mal was entspannteres, nicht so ne düstere Optik und das einzige Spiel wo ich restlos alle Nebenquests erledigt habe und auch noch Spaß dabei hatte^^
Wie passt den das?
Bin immernoch der Meinung dass es mal n aktuelles Piratenrollenspiel geben sollte.. Yoho
also sollte wieder was sein dass gut lutscht
Also bei mir und allen Bekannten lief Dragon Age ohne Probleme. Wahrscheinlicht sitzt auch bei deinem Kumpel das Problem wie in 99% aller Fälle vor dem Rechner ;)