Willkommen in der bunten Welt der Mangas. Mit »Shin Budokai 2« ist der neueste Titel aus der beliebten Animereihe »DragonBall Z« erschienen, die uns bereits seit 2002 mit ihrer Anwesenheit auf diversen Konsolen beehrt. Fans der bunten Bildchen können jetzt einmal mehr ihre Lieblingshelden auf der PSP bei deren Schlägereien mit dem Megabösen unterstützen. Wir haben uns in die digitale Weltenrettung gestürzt und sagen Euch, ob sich der Kampf lohnt.

»Ich werde Dich trotzdem besiegen!«
»Dragonball Z« ist Kult. Die erfolgreiche Mangareihe hat es auf immerhin 42 Bildbändchen, eine TV-Reihe und diverse DVD-Editionen mit den gesammelten Abenteuern von Son-Goku und seinen Freunden gebracht. Auf Sonys und Nintendos Konsolen treiben die bunten Kerlchen mit den martialischen Sprechblasen ebenfalls seit Jahren ihr Wesen und klopfen heldenhafte Sprüche und zahlreiche Gegner, die den allgemeinen Weltfrieden bedrohen.

DragonBall Z: Shin Budokai 2 - Wie schlagen sich Son-Goku und Co. auf der PSP? Natürlich auf die Fresse!

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Der Beweis: Asiaten haben den Längsten.
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»Shin Budokai 2« reiht sich nahtlos in diese Tradition ein. Wie üblich gibt es auch im neuesten Titel eine Rahmenhandlung, die die einzelnen Kämpfe miteinander verknüpft. Das Geschehen ist diesmal in einer parallelen Zukunft angesiedelt, in der Son-Goku bereits das Zeitliche gesegnet hat und es keine Dragonballs gibt. Die Hauptfigur ist Trunks, der Sohn von Son-Gokus Kumpel Vegeta, der sich hier als Weltenretter betätigt und gegen seinen großen Rivalen Majin Boo und dessen Gesellen antreten muss.

Im Laufe der Handlung tauchen zahlreiche Charaktere aus der Animé-Serie auf. Außerdem lassen sich natürlich beliebte Helden wie zum Beispiel Son-Goku freispielen, der von Trunks aus der Vergangenheit geholt wird, um ein paar bösen Buben eine Abreibung zu verpassen.

Wer allerdings komplexe Handlungsstrukturen oder erstaunliche Wendungen erwartet, liegt falsch. Denn die Dragonball-Reihe ist und bleibt eine klassische Prügelspielserie. Und damit dürfte klar sein, dass das Geschehen in etwa die Komplexität von Fallobst aufweist. Immerhin ist es in der Storyline möglich, verschiedene Wege einzuschlagen. Je nachdem, für welche Klopperei man sich an unterschiedlichen Stellen entscheidet, gibt es verschiedene Wege zum Ziel. Die Grundrichtung der Geschichte bleibt allerdings immer gleich: Man muss die Welt vor der Zerstörung durch ein riesiges, rosa Baby retten und alle Schergen erledigen, die sich einem in den Weg stellen.

Packshot zu DragonBall Z: Shin Budokai 2DragonBall Z: Shin Budokai 2Erschienen für PSP kaufen: Jetzt kaufen:

Das ist Dein Ende!
Erfolgreiche Schläger leben länger. Zwar ist die Storyline so ausgelegt, dass es auch bei Niederlagen weitergeht. Doch dann bekommt man ein alternatives, fatales Ende der Geschichte vorgesetzt. Um das zu vermeiden, müssen in den einzelnen Abschnitten Erfolgsbedingungen erfüllt werden. So müssen nicht nur diverse Gegner innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit erledigt, sondern auch Städte vor ihrer Zerstörung bewahrt werden.

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Ärzte warnen: Bohneneintopf mit Zwiebeln kann bei Schluckauf gefährlich sein.
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Prügeltechnisch beinhaltet »Shin Budokai 2« im Vergleich zu ähnlichen Titeln - im Besonderen natürlich zu jenen der Dragonball-Reihe - leider nichts wirklich Innovatives. Zwar gibt es einige neue Kampftechniken, an der grundsätzlichen Bedienung ändert dies allerdings praktisch nichts - wer einen Dragonball-Titel kauft, der bekommt halt genau das, was er erwartet. Immerhin geht die Steuerung auch auf der PSP gut von der Hand, so dass man schon nach kurzer Einarbeitungszeit die Grundtechniken aus dem FF beherrscht. Natürlich sind wieder zahlreiche Kombos mit wunderbar martialischen Namen möglich.

Die Effekte bei Treffern sind nett animiert und schön bunt in der jeweiligen Farbe des ausführenden Schlägers, reißen einen aber nicht vom Hocker. Wie üblich sollte man mit seinen Kräften haushalten. Denn für Spezialtechniken und -schläge benötigt man so genannte Ki-Energie. Ist das Ki verbraucht, muss man solange kleine Brötchen backen, bis man wieder genug Power angesammelt hat, um die nächsten Superattacken wirkungsvoll anbringen zu können. Das kann besonders bei Anfängern zu manchem Ärger führen, denn je heftiger es zur Sache geht, desto eher läuft man Gefahr, sein Ki in kurzer Zeit zu verbraten.

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Neue Sexpraktik für SM-Fans: der Fisting-Sprung.
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Ist man siegreich, erhält man Bonuskarten, die so genannten Powerbooster. Mit denen kann man den Status der eigenen Profilkarte erhöhen. Auf der werden diverse Eigenschaften verwaltet, beispielsweise die Menge des insgesamt zur Verfügung stehenden Ki oder auch die Stärke und Effektivität der unterschiedlichen Spezialschläge. Da die Booster vielfältig eingesetzt werden können, sollte man sich über die richtige Verwendung Gedanken machen. Glücklicherweise steht unentschlossenen Naturen ein Berater zur Verfügung, der das Booster-System erklärt und Tipps für den richtigen Einsatz der Karten gibt. Das mag wahren Profis nur ein müdes Lächeln entlocken, doch besonders für nicht so erfahrene Dragonball-Kämpfer ist die Hilfestellung durchaus sinnvoll.

Blasenschwäche
Sehr beliebt und unübertroffen in ihrer erhabenen Qualität und stillen Größe sind die Dialoge im Dragonball-Universum, die neben den Kämpfen das zweite Herzstück von »Shin Budokai 2« bilden. Man trifft bevorzugt auf sie in Form sehr ausführlicher Textpassagen zwischen den einzelnen Kämpfen.

Da die Cut-Scenes nicht animiert sind, muss man sich dabei leider durch großzügig bemessene Sprechblasen vor Hintergrundbildern klicken, die die Handlung vorantreiben. Um dabei inhaltlich nicht völlig aus dem Tritt zu geraten, gibt es natürlich für jene, die mit komplizierten geschriebenen Dialogen Schwierigkeiten haben, eine Sprachausgabe. Die gibt den eingeblendeten deutschen Text wahlweise in sehr hemdsärmligem Englisch oder auf japanisch wieder.

Natürlich ist die Wahl der Sprache Geschmackssache. Echte Fans werden sicherlich aus Gründen der Authentizität Japanisch bevorzugen. Das tun wir auch, denn auf diese Weise müssen wir die peinlichen Dialoge im Spiel wenigstens nicht verstehen.

Der Weg ist das Ziel
Wer sich nicht länger mit dem Storymodus beschäftigen mag, kann sich auch in Arcade-Schlägereien ohne wenn und aber mit Gegnern seiner Wahl duellieren. Für gewonnene Matches gibt's Kohle, die dann im Shop in Form von frisch designten Profilkarten umgesetzt werden kann. Neben der Möglichkeit, virtuelle Penunze zu verdienen, bringt der Sofortschläger-Modus natürlich auch Spaß, weil man hierbei nicht auf die festgelegten Figuren aus der Storyline beschränkt ist.

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Erneuter Fall von Kindesvernachlässigung: Säugling trägt seit drei Wochen die gleichen Windeln.
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Wer es gern besonders martialisch mag, der testet sein Können im Z Trial-Modus, bei dem man eine Reihe von Bedingungen in den einzelnen Kämpfen erfüllen muss, um erfolgreich zu sein. So kann man sich hier entweder in einer Art »Last Man Standing« ausprobieren oder innerhalb einer knapp bemessenen Zeit so vielen Gegnern wie möglich vors Brett hauen. Dabei ist Stress vorprogrammiert, denn um erfolgreich zu sein, ist Fressepolieren im Akkord angesagt. Insofern ist durchaus auch Dragonball-Veteranen ein Blick in die Trainingsoptionen zu empfehlen, damit die einzelnen Kombos so in Fleisch und Blut übergehen, dass man sie auch nachts im Tiefschlaf herbeten kann.

Wer es mit dem Spiel wie mit dem Sex hält und es deshalb lieber zu zweit mag, gibt seinem besten Freund im Ad-Hoc-Modus auf die virtuelle Kauleiste. Leider muss jeder der beiden Kontrahenten ein Exemplar des Programms haben, damit die Mehrspielerkeilerei vonstatten geht. Dafür geht's dann aber recht munter zur Sache.

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Fiese Kontertechnik: mutierter Mittelstrahl.
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Optisch spielt das Programm mit seiner unverändert quietschbunten Comicgrafik zwar nicht in der ersten Liga, dürfte aber trotzdem die Erwartungen der Dragonball-Fans erfüllen. Die akustische Untermalung ist genretypisch wie immer Geschmackssache und soll deshalb hier nicht Gegenstand allgemeinen Runterputzens werden. Schließlich wissen wir ja, was wir den Freunden japanischer Mangaprügler schuldig sind. Und genau die werden auch »Shin Budokai 2« massenweise kaufen. Alle anderen werden vermutlich einen Bogen um das Spiel machen.