Generell dauert ein Level selten länger als 15 Minuten und gerade wenn einem das aktuelle Gebiet anfängt langweilig zu erscheinen, ist das Kapitel auch schon vorbei und das Abenteuer wird fortgesetzt. Umfangreich ist "Revenge of King Piccolo" trotzdem, denn der Sidescroller versucht jedes wichtige Ereignis der Serie wiederzugeben, sogar gegen Prinz Pilaf und seine Schergen mussten wir im Verlauf unseres Abenteuers antreten.
Je nach Gebiet wechseln auch die Fallen, in einer finsteren Höhle muss Son Goku etwa Lava-Fontänen ausweichen, in der Festung der Red-Ribbon-Armee warten Stromzäune. Trotzdem spielt sich das neue Werk des Entwicklers Media Vision sehr zäh, sowohl den Kampf- als auch Jump'n'Run-Einlagen mangelt es an Geschwindigkeit. Warum müssen wir warten, bis ein Gegner vom Boden aufsteht, um ihn wieder anzugreifen, und warum dauert das immer so lang? Warum gibt es keinen Doppelsprung?
Einige der Bosskämpfe sind durchaus unterhaltsam.Die zahlreichen Bossgegner stellen die Höhepunkte des Spiels dar, allerdings muss man hier in zwei unterschiedliche Arten von Obermotzen unterscheiden. Die gelungenen Bossgegner bekämpfen wir auf der normalen 2.5D-Ebene. Wir müssen Muster erkennen und darauf reagieren, jeder Fiesling hat zudem andere Tricks auf Lager – das weckt Erinnerungen an NES-Klassiker wie Megaman. Die weniger gelungenen Bossbegegnungen finden in einer 3D-Arena statt, ähnlich dem offenen Spielfeld der Budokai-Titel. Auch hier müssen wir die richtige Vorgehensweise erkennen. Problem: Diese ist nahezu bei jedem Gegner gleich: Blocken, Angreifen, Wegrennen, Blocken, Angreifen etc.. Vor allem die Mitte des Spiels wird dadurch außerordentlich dröge, denn vor, während und nach dem ersten großen Turnier, an dem Son Goku mit seinen Freunden teilnimmt, finden eben diese wenig inspirierten Bosskämpfe statt.
Der umfangreiche Abenteuermodus, der euch schließlich gegen Piccolo selbst antreten lässt, sollte euch über zehn Stunden beschäftigen. Länger, wenn ihr euch auf die Suche nach den versteckten Gegenständen macht. In jedem Level gibt es geheime und teilweise sehr geschickt platzierte Schätze, die ihr sammeln könnt. Außerdem lassen erledigte Gegner wertvolle Objekte fallen, die sich in Punkte umwandeln. Auch am Ende eines Levels wird abgerechnet, je besser man sich geschlagen hat, desto mehr Punkte gibt es. Mit diesen Punkten kauft ihr euch im Shop außerhalb eines Levels Charakter-Portraits und Musikstücke für die Galerie oder Lebens-Upgrades für Son Goku.
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