"Trotz aller Ecken und Kanten ein gutes, unterhaltsames Abenteuer." - Sebastian Thor

„Dragon's Dogma“ ließe sich zerfleddern, bis nur noch mausgraue Wölfe, schicke Rüstungen und aufdringliche Pop-ups übrigblieben. Nach 50 Stunden und gefühlt doppelt so vielen Quests sind die Glieder müde, die Beine schwer, und es bleibt trotz aller Verfehlungen ein Gefühl von landschaftlicher Weite und Abenteuer.

Dieses Gransys mit seinen Ruinen, Brücken, Tälern und Schluchten bleibt ein Stück weit in sich verschlossen, es entwertet sich nicht selbst mit einer Item-Flutwelle und trifft immer wieder den richtigen Nerv zum Weiterspielen. Oder mitten auf die Rübe, wenn euch ein speckiger Zyklop mit einem gezielten Keulenhieb zermalmt.

Es hat einen der finstersten Nachthimmel, unter denen ihr wandern könnt, und Marschrouten für jeden, der in Rollenspielen die Reize solcher Unternehmungen schätzt. Wollt ihr mit wallendem Umhang auf den Klippen stehen, zurückblicken auf Burgen und Täler, euch selbst auf die Schulter klopfen fürs Überwinden der Strapazen und Fußschmerzen? Dann solltet ihr wenigstens einmal im Gransys-Prospekt blättern und mit dem Finger auf der Karte entlangfahren.

Vielleicht ist eure Route auch dabei.

Dragon's Dogma ist für PS3 und Xbox 360 erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen oder direkt downloaden bei gamesrocket.

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Pro

  • Guter Editor zum Erstellen des Helden
  • Ordentlicher Soundtrack
  • Faszinierende Kreaturen
  • Gut gestaltete Dungeons
  • Viele Waffen/Rüstungen
  • Große Spielwelt

Contra

  • Nur ein händischer Speicherstand pro Spiel
  • Blasse Charaktere/Dialoge
  • Teils hektisches Kampfsystem
  • Herbe Texturschwächen
  • Starke Pop-ups

Grafik

Die Welt ist offen, die großen Monster sehen super aus, die Landschaften wirken im Gesamtbild stimmig. Dafür müsst ihr viele verwaschene Texturen ertragen (Mauern, Wappen, Inneneinrichtung usw.) und die Pop-ups sind stellenweise richtig übel.

Sound

Ordentlicher Fantasy-Soundtrack (mit einigen richten guten Stücken), gute englische Sprecher, kreischende Monster. Nichts, was irgendwie negativ auffiele.

Gameplay

Ihr durchstreift das Land, reist von A nach B und zurück, erkundet Höhlen, sammelt, kombiniert, rüstet aus und auf. Die Interaktion mit den Vasallen ist nicht die umfangreichste, auch Quests und Dialoge könnten phantasievoller sein. Aber „Dragon's Dogma“ trifft einen speziellen Nerv und wird nie langweilig.

Multiplayer

Nicht direkt Multiplayer, aber ihr könnt euren Hauptvasallen quasi „vermieten“. Legt ihr euch zum Schlafen in ein Gasthaus, kann dieser in den Welten anderer Spieler mithelfen, Erfahrung und Items sammeln.