BioWare kämpft seit der Veröffentlichung von Dragon Age 2 an allen Fronten. Für Aufregung sorgt da ein Spieler, der aufgrund einer negativen Äußerung in den offiziellen Foren nicht mehr auf sein Spiel zugreifen kann. Außerdem komme angeblich der SecuROM-Kopierschutz zum Einsatz, obwohl BioWare angekündigt hatte, man würde darauf verzichten.

Dragon Age 2 - BioWare über Kontosperrung und Kopierschutz

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Derzeit muss BioWare viel Kritik einstecken
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Die Spiele von BioWare sind alle an einen Account gebunden, der auch fürs Schreiben im Forum genutzt werden kann. Bei Fehlverhalten kann das natürlich Auswirkungen haben.

Das musste Forennutzer „Arno“ erleben, der sich mit dem Satz „Have you sold your souls to the EA devil?" einen temporären Bann (72 Stunden) eingefangen hat. Der galt allerdings nicht nur für das Forum, sondern für seinen kompletten Account. Dass EA/BioWare das Recht dazu hat, ist in den Nutzungsbedingungen festgehalten. Seine erworbene Dragon Age 2-Kopie konnte er dadurch allerdings nicht aktivieren und somit auch nicht spielen.

Mittlerweile hat sich die Situation allerdings aufgeklärt. So stellt BioWare klar, dass es ein Fehler des Moderators war, der zu extrem reagiert hatte. Es hätte nicht über einen temporären Foren-Bann hinausgehen dürfen.

Doch selbst wenn ein Account eine Zeit lang gesperrt wird, sollte man noch in der Lage sein, das Spiel offline zu spielen, schreibt Fernando Melo von BioWare. Nur die Online-Inhalte würden nicht mehr zugänglich sein. Das trifft allerdings auch auf die Registrierung eines neuen Spiels hin, was nun als Problem festgestellt wurde. Man werde Maßnahmen ergreifen, dass die Aktivierung in Zukunft auch nach einem Bann möglich sein wird.

BioWare stellt auch die Situation zum Kopierschutz von Dragon Age 2 klar. So wurde berichtet, dass SecuROM zum Einsatz kommt, obwohl es in den Nutzungsbedingungen nicht geschrieben steht und auch anders angekündigt wurde.

In einer Stellungnahme heißt es: "Wir nutzen Sony Release Control, welches einige Funktionalitäten mit anderen Sony-Produkten (SecuROM) teilt, aber wir nutzen kein SecuROM als DRM." Nach dem einmaligen Online-Check, der nur das Datum prüft, gibt es keinen Prozess, der im Hintergrund läuft. Zurück bleibt nur ein inaktiver Registry-Eintrag, der nichts bewirkt und einige Dateien in einem Temp-Ordner, der nie wieder aufgerufen wird.

Das sei allerdings etwas nachlässig und könnte noch bereinigt werden, was möglicherweise mit einem Patch passiert.

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