Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging (DS Preview)
von Anja Rudlaff

Im Land der aufgehenden Sonne ist Jung und Alt schon ein Licht aufgegangen. Wo man auch hinschaut: freundlich lächelnde Gesellen, die einen NDS wie ein Buch halten und ihr Gehirn für Höchstleistungen trainieren.

Im Juni ist es auch in Deutschland soweit. Wir durften vorab mit der Gehirntrainings-Software üben und uns einen ersten Eindruck verschaffen. Wenn Ihr mehr über das "Intelligenz-Alter" unserer Spiele-Testerin und natürlich die Möglichkeiten und Wege aus der Verdummung erfahren wollt, solltet Ihr hier unbedingt weiterlesen.

"My brain hurts"
Dr. Kawaschimas Gehirn-Jogging ist in der Tat keine perverse Vorspeise unserer asiatischen Trendsetter, sondern der neueste Hit aus Japan. Hier kommt die ultimative Software, die das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet und völlig neue Wege für den schnuckeligen Handheld NDS erschließt.

Vorbei sind die Zeiten, wo man seine mühsam trainierte Töle durch die vermüllten Straßen einer digitalen Stadt zerrt. Nein, jetzt heißt es, sein Gehirn auf Trab bringen. Alles was man dazu braucht, sind der NDS samt Stift, Stimme und Gehirnschmalz.

Synapsenbildung zum Mitnehmen
Dank des Neuro-Wissenschaftlers Dr. Ryuta Kawaschima und seiner Studien wurde in Zusammenarbeit mit Nintendo eine Trainingssoftware entwickelt, mit der jeder, der einen Stift halten oder sprechen kann, in der Lage ist, seine Gehirnzellen und neuralen Knoten zu neuen Höchstleistungen anregen kann. Und das mit einfachen kleinen Aufgaben.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Synapsenbildung zum Mitnehmen: Der japanische Erfolgshit kommt auch nach Deutschland!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 28/331/33
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Nach einer kurzen Einführung durch das digitalisierte Abbild des Herrn Doktor, der uns mit asiatischer Heiterkeit über die mentalen Unzulänglichkeiten der zivilisierten Überflussgesellschaft aufklärt, geht es auf zum Intelligenzalter-Einschätzungstest. Hier gibt es einen kleinen Rechentest, bei dem Ihr einfache Aufgaben des kleinen Einmaleins lösen müsst. Und zwar dreht ihr dazu den Handheld um 90 Grad. Auf der linken Seite erscheinen die Aufgaben. Rechts notiert Ihr mit dem Touchpen das Ergebnis. Befindet Ihr Euch in einer leisen Umgebung, könnt Ihr auch den Konzentrationstest machen, indem Ihr die Farben der dargestellten Wörter ins Mikro sprecht.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Synapsenbildung zum Mitnehmen: Der japanische Erfolgshit kommt auch nach Deutschland!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 28/331/33
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Das Gemeine daran ist, dass die Wörter auch Farben benennen. Also sind die Hirnverdreher schon vorprogrammiert. Irgendwann erwischt es jeden. Da kann es trotz jugendlichem Alter und Aussehen schon mal vorkommen, dass Euer mentales Alter auf das doppelte eingeschätzt wird. Aber nicht verzagen. Wozu gibt es denn die anschließenden Übungen.

Wenn Ihr dank des integrierten Kalenders jeden Tag nur fünf bis zehn Minuten übt, habt Ihr nach zwei Monaten den mentalen Jungbrunnen gefunden.Zur ständigen Steigerung Eurer fluiden Intelligenz, sprich der Fähigkeit, unbekannte Situationen mit spontanen Lösungen zu meistern, werden nach den anfänglich einfachen Rechen- und Gedächtnisübungen noch weitere Trainingsmöglichkeiten freigeschaltet. Da kann es vorkommen, dass Ihr nach Eurem Abendessen gefragt werdet. Und nach ein paar Tagen prüft der digitale Coach, ob Ihr immer noch wisst, was Ihr an jenem Tag gegessen habt. Oder zeichnet doch mal ein Känguru, aus dem Kopf natürlich. Leseübungen und das seit Kindheitstagen bekannte "Wie viele Leute sind jetzt noch im Haus"-Spiel sowie lustige Memory-Spielchen stimulieren auf unspektakuläre Weise den Denkapparat.

Die Lernfortschritte werden protokolliert und in aussagekräftigen Grafiken dargestellt. So könnt Ihr spielend klüger werden.Und zu guter Letzt gibt es noch den Suchtfaktor Sudoku. Für alle, die es noch nicht mitgekriegt haben: damit ist nicht der Buhmann aus Pepsidose zwei und drei gemeint, sondern ein simples aber kniffliges Zahlenrätsel, bei dem neun mal neun Ziffern so anzuordnen sind, dass pro waagerechter und senkrechter Reihe sowie in jedem Einzelquadrat jede Ziffer von eins bis neun nur jeweils einmal vorkommen darf. Auch hier sind die Schwierigkeitsgrade steigerungsfähig in Abhängigkeit der Anzahl der vorgegebenen Zahlen. Für kämpferische Kopfmenschen gibt es noch den Multiplayer-Modus. Hier können bis zu 16 Gehirnakrobaten gegeneinander antreten und messen, wer denn nun am schnellsten die Kopfnuss geknackt hat. Dazu bedarf es nur einer Cartridge. Ein echter Großfamilienspaß. Ein Online-Modus ist wohl geplant, konnte aber von uns noch nicht angetestet werden.

Auf dem Königsweg zur Intelligenzbestie
Wieder einmal kommt eine einfache aber großartige Idee aus Japan, dem Land der Rindfleischgrillen-und-Schrei-so-laut-Du-kannst-Wettbewerbe.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Synapsenbildung zum Mitnehmen: Der japanische Erfolgshit kommt auch nach Deutschland!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 28/331/33
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Große Ansprüche an die Grafik sollte und muss man hier nicht stellen. Dr. Kawaschima erscheint als 3D-Kopf mit eindeutig asiatischer Gesichtsakrobatik. Das allein ist schon Anlass zu ungewollten Heiterkeitsausbrüchen. Aber Lachen ist gesund und steigert das Denkvermögen. Für Zahlen, Wörter und andere Darstellungen werden keine Special Effects benötigt.

Die lenken nur ab. Und hier kommt es schließlich auf volle Konzentration, Reaktionsvermögen, Kombinationsgabe und Kreativität an.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Synapsenbildung zum Mitnehmen: Der japanische Erfolgshit kommt auch nach Deutschland!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 28/331/33
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die technischen Möglichkeiten des Dual Screen werden sinnvoll genutzt: links wird gelesen, rechts auf dem Touchscreen zeichnet und schreibt man.

Hier bedarf es noch einiger Verbesserung, denn in unserem Kurztest gab es zeitweilig noch Erkennungsschwierigkeiten der Software. Denn die Zeit für Sonntagnachmittagvordertürstehschrift hat man hier nicht. Akustisch wird uns eine dudelige Musik geboten, die dann doch noch zu überdenken ist. Dafür kommt endlich mal wieder das Mikro zu Wort. Einige Texte müssen nämlich deutlich und flüssig vorgelesen werden.

Ausblick
Abgesehen von leichten Schwächen im Bereich der Schrifterkennung, der etwas enervierenden Musik und dem fehlenden Online-Modus ist diese Software definitiv etwas für jedermann, ob jung, alt, blond, braun, Männlein, Weiblein und solche, die es werden wollen. Hier wird Grips gefordert und trainiert. Und das ist im Zeitalter der PISA-Katastrophen bitter notwendig. Entgegen der landläufigen Meinung, man könnte in bequemer Sitzhaltung nichts lernen: Dr. Kawaschimas Gehirn-Jogging funktioniert in jeder Lebenslage und macht sogar den Faulenzerurlaub am Strand zur sinnvollen Beschäftigung, solange der Akku hält. Übrigens, sehr geehrter Herr Dr. Lehrl: Ball, Wind, Zoll, Dach, Kuh und viele Grüße. Abschließend sei gesagt: es heißt zwar immer "lesen bildet", aber das soll nach empirischen Untersuchungen wohl ein Gerücht sein.

Ganz so drastisch wollen wir das nicht ausdrücken. Es kommt wohl eher darauf an was, und wie man es verarbeitet.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Synapsenbildung zum Mitnehmen: Der japanische Erfolgshit kommt auch nach Deutschland!

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/6Bild 28/331/33
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Also, streicht Euch den 9. Juni im Kalender rot an, vergesst es nicht und besorgt Euch ein optimales Workout für Eure grauen Zellen.