Autor: Anja Rudlaff

In Japan ist sie längst ein Straßenfeger. Mit der Gehirntrainingssoftware Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging beschreitet Nintendo neue Wege. Alt und jung können ihrem Gehirn

eine digitale Frischzellenkur verpassen, und das völlig ohne ärztliche Verordnung. Ob die gewünschten Ergebnisse nicht nur einfach bunt sind, sondern auch fit für den nächsten Pisa-Test machen, könnt Ihr gleich hier nachlesen:

Kleine Knobeleien mit großer Wirkung
Zusammen mit dem Gehirnforscher Dr. Ryuta Kawashima von der japanischen Sendai-Universität wurde ein "Spiel" entwickelt, mit dem man zwar nicht den Schlüssel zur Weisheit finden, aber durch einfache spielerische Übungen seine Gehirnwindungen ordentlich auf Trab bringen kann.

Ob Rechenaufgaben im kleinen Einmaleins oder Silbenzählen, die leichten Übungen schärfen die Sinne und stärken das Gedächtnis und die Kombinationsgabe.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Heute schon Gehirn-Jogging gemacht? Der ultimative Workout für das Oberstübchen.

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Workout für die grauen Zellen
Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging verspricht, dass bereits fünf Minuten Training am Tag die Gehirnleistung um ein Vielfaches steigen lässt.

Packshot zu Dr. Kawashimas Gehirn-JoggingDr. Kawashimas Gehirn-JoggingErschienen für DS und PC kaufen: Jetzt kaufen:

Anders als sonst wird der NDS diesmal um 90 Grad gedreht und für sämtliche Übungen wie ein Buch gehalten. Selbst an Linkshänder wurde gedacht. Im Laufe des Übungsprogramms wird jeder Teilnehmer diesbezüglich abgefragt. Entsprechend kann der NDS in die andere Richtung gedreht werden.

Im sehr übersichtlichen Startmenü grinst euch jedoch erstmal das digitalisierte Gesicht des ehrenwerten Dr. Kawashima entgegen. Wenn man ihn mit Namen anspricht, wird er darauf reagieren.

Im Auswahlmenü stehen eine Demoversion für eine kurze Vorführung, Übungen, Sudoku und die Möglichkeit zum Downloadspiel zur Auswahl.
In der Demoversion kann ein kurzer Alterstest, ein entsprechendes Training und ein Demo-Sudoku angetestet werden. Die kurzen Erläuterungen erklären die Regeln anschaulich.

Unter Übungen findet Ihr den Haupttrainingsmodus. Nach Auswahl eines Speicherplatzes und Bestätigung von Datum und Uhrzeit geht es auf zum Intelligenzalter-Einschätzungstest.

Nach einer kurzen Einführung durch das digitalisierte Abbild des Herrn Doktor, der uns mit asiatischer Heiterkeit über die mentalen Unzulänglichkeiten der zivilisierten Überflussgesellschaft aufklärt, gibt es eine kleine Einführung über die Aktivitäten des Gehirns.

Ihr erfahrt Wissenswertes über den effektiven Einsatz der Stirnlappen, bei der erläutert wird, dass die größte Aktivität tatsächlich im Zusammenhang mit Musizieren, dem schnellen Lösen von einfachen Rechenaufgaben sowie lautem Vorlesen erreicht wird.

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Bevor jedoch mit den Übungen begonnen werden kann, muss erstmal ein Alterstest absolviert werden.

In leiser Umgebung gibt es hier den allseits gefürchteten Farbentest, bei dem man die erscheinende Farbe deutlich ins Mikro sprechen muss. Das tückische an der Sache: Die Farbe der Schrift widerspricht meist dem Text. So lest ihr beispielsweise "blau" in roter Schrift.

Dies kann zu einiger Verwirrung führen, wie einige unsere Probanden feststellen mussten - nur um dann plötzlich doppelt so alt eingeschätzt zu werden.

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In lauter Umgebung müssen einfache Rechenaufgaben aus dem kleinen Einmaleins gelöst werden. Beides erfolgt natürlich unter Zeitdruck, der, wie wir jetzt ja erfahren haben, zu Höchstleistungen anspornt. Nach Eingabe des Geburtsdatums erfährt man das ermittelte geistige Alter und kann so einige Überraschungen erleben.

Im folgenden Menü kann man zwischen einem dreiteiligem Alterstest, dem Trainingsmodus, Grafik und weiteren Optionen wählen.Der Alterstest kann täglich einmal gemacht werden. Hier werden per Zufallsverfahren drei von sechs verschiedenen Testarten ausgewählt. Natürlich gibt es einen Trick, sich die persönlich bevorzugten Tests auszusuchen.

Aber dazu müsst Ihr Euch schon selbst ein bisschen ins Zeug legen. Die Tests beziehen sich natürlich auf die unter Training aufgeführten Übungen. Hier kann man anfänglich nur unter Rechnen und Lesen auswählen. Beschäftigt man sich täglich mit den Übungen, werden schnell zusätzliche Kategorien frei geschaltet.

Bei der Übung Merken werden für drei Sekunden Zahlen sichtbar. Diese muss man sich schnell einprägen und dann auf dem Touchscreen mit dem Standort der kleinsten Zahl beginnend in richtiger Reihenfolge zuordnen.Hinter "Silben" verbirgt sich schlichtes Silbenzählen. Das Ergebnis wird wie beim Rechnen mit Hilfe des Stylus auf dem Touchscreen notiert. Bei "Haus" geht um das Zählen der Figuren, die ein Haus betreten und verlassen.

Im Verlauf des Trainings werden verschiedene Schwierigkeitsstufen frei geschaltet. Das Endergebnis wird wiederum notiert. Im "Magischen Dreieck" werden je zwei Zahlen addiert oder subtrahiert, um deren Ergebnisse dann wiederum zu addieren. Mit dem Ergebnis wird wie üblich verfahren.

Die Übung "Zeit" ist schon etwas kniffliger. Untereinander werden zwei analoge Uhren mit unterschiedlichen Zeiten eingeblendet. Nun gilt es, die Differenz in Stunden und Minuten auf dem Touchscreen zu notieren.Die letzte Kategorie heißt "Laut Rechnen" und wird mit Hilfe des Mikrofons gelöst. Je nach benötigter Zeit wird anschließend bildlich dokumentiert, in welcher Geschwindigkeit ihr die Aufgabe gelöst habt.

Ein entsprechender Kommentar von unserem freundlichen Dottore lässt dabei nicht lange auf sich warten. Zwischendurch gibt er noch kleine Tipps, wie Ihr weitere Übungen auch ohne die Software im täglichen Leben umsetzen könnt.

Zwischendurch könnt ihr euch auf einige Überraschungsaufgaben einstellen. So kann es beispielsweise passieren, dass Ihr plötzlich zum Maler werdet und eine Mona Lisa, ein Känguru oder einen Feuerlöscher zeichnen müsst.

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Oder Ihr werdet nach dem Traum von letzter Nacht gefragt. Eine unter Umständen etwas delikate Frage, aber die Antwort bleibt ja unter Euch zweien. Nach ein paar Tagen wird Euch der Digi-Doktor fragen, was Ihr damals geträumt habt. Also überlegt Euch Eure Antwort gut.

Für jeden Übungstag gibt's einen Stempel in den digitalen Kalender. Dieser wird größer, je mehr Kategorien ihr pro Tag bewältigt. Die Ergebnisse und benötigten Zeiten werden Tag für Tag dokumentiert. Unter "Grafik" könnt ihr die eigenen Ergebnisse mit denen der anderen vergleichen.Sudoku - übersetzt "die Zahl, die alleine steht" - gibt es in drei Schwierigkeitsgraden.

Ziel ist es, neun mal neun Ziffern so in die neun mal neun senkrechten und waagerechten Reihen einzutragen, dass weder waagerecht noch senkrecht noch in jedem der neun kleinen Quadrate (3x3) eine Ziffer zweimal vorkommt.

Dazu kann man sich genau wie in der analogen Version auf Papier Notizen auf dem Spielfeld machen. Pro Feld können bis zu neun Miniaturziffern notiert werden. Hat man sich für eine Ziffer entschieden, wird diese dann noch mal groß notiert. Es sollen über 100 Aufgaben zu lösen sein.

Da es pro Schwierigkeitsstufe nur 26 vollständige Rätsel zu lösen gibt, verbirgt sich mit Sicherheit noch irgendwo eine Kategorie Extra-Knifflig für echte Kenner.

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Vor dem Lösen jeder Aufgabe kann man sich für oder gegen den Mogelmodus entscheiden. Während man im Mogelmodus nach jeder eingetragenen großen Ziffer sofort erfährt, ob diese richtig steht, dabei aber nur maximal fünf Fehler machen darf, kann im normalen Modus so lang herumknobelt werden, wie nötig ist. Ob das Gesamtergebnis stimmt, erfährt man erst, wenn alle Ziffern eingetragen sind.Im "Download-Spiel" könnt Ihr Euch mit insgesamt 16 Gehirnakrobaten die Kopfnüsse zuwerfen.

Mit nur einer Cartridge wird lustiges Wettrechnen veranstaltet und die Demo-Version auf andere Dual Screens übertragen. Außerdem ist es möglich, beim Händler weitere Sudokurätsel herunter zu laden. Einen Online-Modus gibt es leider nicht.

Asiatische Gelassenheit und arabische Ziffern
Ein freundlicher 3D-Doktor leitet mit eindeutig asiatischer Gesichtsakrobatik durch das grafisch anspruchslose Programm. Schließlich handelt es sich hier im weitesten Sinne um eine Lern- bzw. Trainingssoftware mit wissenschaftlichem Anspruch.

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Bei der Darstellung von Zahlen, Buchstaben und kleine Zeichnungen kann man getrost auf Spezialeffekte verzichten. Mit Recht wurde mehr Wert auf die Schrifterkennung gelegt. Was arabische Ziffern angeht, funktioniert dies ganz fantastisch.

Lediglich beim Gedächtnistest, wo innerhalb von drei Minuten Wörter zu behalten sind, die im Sinne von "Am laufenden Band" (ältere Leser erinnern sich an die Show) auf dem Touchscreen buchstabiert werden müssen.

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Hier ist dann die sprichwörtliche asiatische Gelassenheit gefragt, da beim Erkennen der Buchstaben schon mal Schwierigkeiten auftauchen.

Doch lassen wir uns kein X für ein U vormachen. Da sind selbst drei Minuten wie im Flug vorbei, und man ist kurz davor, verzweifelt in die abgerundeten Kanten des formschönen NDS lite zu beißen.

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Trotzdem werden die technischen Möglichkeiten des Dual Screen sinnvoll genutzt: links wird gelesen, rechts auf dem Touchscreen zeichnet und schreibt man - Linkshänder natürlich umgekehrt.

Die ausgiebige Nutzung von Touchscreen und Mikro erfreuen das Herz eines jeden NDS-Tester, denn selten wird so ausgiebig davon gebraucht gemacht wie diesmal.

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Alternativ gibt es auch eine Bedienung über das Steuerkreuz für Rechts- bzw. über die b- und x-Taste für Linkshänder, die aber nicht wirklich notwendig gewesen wäre.

Auf eine Sprachausgabe wurde leider verzichtet. Aber so verpasst man wenigstens nichts, wenn man die Dudelmusik runterregelt. Die ist für westliche Ohren doch eher enervierend.

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Trotzdem werden die technischen Möglichkeiten des Dual Screen sinnvoll genutzt: links wird gelesen, rechts auf dem Touchscreen zeichnet und schreibt man - Linkshänder natürlich umgekehrt.

Die ausgiebige Nutzung von Touchscreen und Mikro erfreuen das Herz eines jeden NDS-Tester, denn selten wird so ausgiebig davon gebraucht gemacht wie diesmal.

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Alternativ gibt es auch eine Bedienung über das Steuerkreuz für Rechts- bzw. über die b- und x-Taste für Linkshänder, die aber nicht wirklich notwendig gewesen wäre.

Auf eine Sprachausgabe wurde leider verzichtet. Aber so verpasst man wenigstens nichts, wenn man die Dudelmusik runterregelt. Die ist für westliche Ohren doch eher enervierend.