Eine britische Studie im Auftrag des BBC hat ergeben, dass Gehirntraining-Spiele nicht wirklich schlauer machen. Ein Spaziergang hingegen wäre ein besserer Zeitvertreib.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging - Studie: Gehirntraining macht nicht schlauer

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Spaß kann man mit den Spielen trotzdem haben
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Von Spielen wie Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging sollte mittlerweile jeder etwas gehört haben. Die bieten kleine Spiele, in denen z.B. euer Gedächtnis oder logisches Denken gefragt ist. Zwar werden Spieler im Laufe der Zeit immer besser, die Erfolge lassen sich aber nicht auf andere Bereiche übertragen.

Insgesamt nahmen an der Studie 11.430 Menschen teil, die solche Gehirntraining-Spiele jeweils mindestens 10 Minuten täglich und drei Mal die Woche absolvieren mussten. Das ganze über einen Zeitraum von sechs Wochen. Vor und nach dem Training wurde ein Test durchgeführt, welcher die Gehirnfunktionen bewertet.

„Die Ergebnisse sind eindeutig,“ so Dr. Adrian Owen vom Medical Research Council. „Statistisch gesehen gibt es keine bedeutenden Unterschiede zwischen den Teilnehmern, die unsere Gehirntraining-Spiele nutzten und denjenigen, die während der gleichen Zeit nur im Internet unterwegs waren.“

Clive Ballard von der Alzheimer Society erklärt: „Dieser Beweis könnte die Art wie wir Gehirntraining-Spiele sehen, verändern. Es zeigt, dass man die Zeit auch besser nutzen und etwa einen Spaziergang machen kann, um aktiv zu bleiben.

In einem Statement von Nintendo gegenüber der BBC heißt es, dass deren Dr. Kawashima Spiele nicht behaupten die kognitiven Funktionen des Gehirns zu verbessern. Die Aufgaben können aber helfen, das Gehirn zu stimulieren.

Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging ist für DS und seit dem 28. Mai 2009 für PC erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.