Es ist mal wieder das übliche Spiel. Die beiden führenden Grafikkartenhersteller ATI und Nvidia versuchen sich gegenseitig auszustechen, indem sie der potentiellen Zockerkundschaft ihre tollen Benchmarkergebnisse präsentieren. Gerade Software-technische Meilensteine wie der Horror-Shooter Doom 3 eignen sich natürlich hervorragend, um die vermeintlich beste Spieleperformance der eigenen Hardware anzupreisen.

Nun werfen sich die beiden Streithähne gegenseitig vor, die Ergebnisse ihrer Doom 3-Benchmarks manipuliert zu haben. In einer Stellungnahmen gegenüber dem Fachmagazin c't, wirft ATI seinem Konkurrenten vor, die Testergebnisse durch Shader-Replacement verfälscht zu haben. Der spezielle Nvidia-Treiber wäre nach einer Analyse des Shooters so angepasst worden, dass nur die wichtigsten Berechnungen ausgeführt würden und somit mit weniger Instruktionen auskämen. Das hätte natürlich zur Folge, dass der Treiber schneller arbeite.

ATI würde solche Shader Replacement-Techniken selber anwenden hieß es dazu von den Kanadiern, schon der nächste Treiber für die Radeon-X800-Chips wird mit einem solchen Verfahren aufwarten, jedoch könne der Anwender dann selber entscheiden, ob er die Technik einsetzen will oder nicht.

Nvidia bestreitet die Vorwürfe zwar nicht grundsätzlich, allerdings werfen sie dem Konkurrenten im Gegenzug vor selber schon die Shader in seinem aktuellen Treiber ausgetauscht zu haben und so ein um 14% besseres Ergebnis erzielt zu haben.

Letztendlich bleibt die Frage, ob es für uns Zocker wirklich wichtig ist, ob eine Highend Grafikkarte nun 14% schneller oder langsamer arbeitet.

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