Das aktuelle DOOM bietet mit der SnapMap eine ganz neuartige Möglichkeit für versierte Shooter-Player. Die Idee ist simpel und sie könnte die Gaming-Welt revolutionieren: Ein Editor, mit dem ihr euch eure eigene Karte, samt Platzierung von Dämonen, Waffen, ausgewählter Sounds, Spezialeffekten und Vielem mehr erstellen könnt. Wir erklären euch in diesem Guide, was die sogenannte SnapMap so alles kann und wie ihr euch eure eigene Map erstellen könnt.

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Die Vorgänger der Doom-Reihe aus den 90er Jahren beinhalteten bereits ähnliche Editoren und auch jetzt wird dem Gamer wieder etwas Großes geboten, bei dem er seine Kreativität ausleben kann und nicht nur stur einigen vorgegebenen Maps folgen muss. Mods sollen übrigens bei Release am 13.5.2016 vorerst nicht unterstützt werden. Macht aber erst einmal nichts, denn die SnapMap kann durchaus das ein oder andere Modder- und Bastler-Herz höher schlagen lassen. Id Software überlegt im Übrigen ohnehin, später noch ein komplexeres Tool für die hiesigen Modding-Szene zu entwickeln.

DOOM – SnapMap: Steuerung, Community & Co.

DOOM - SnapMap-Editor: Eigene Karte erstellen

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Doom bietet euch mit der SnapMap grenzenloses Spielabenteuer.
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Um bei Doom eine eigene Map mit dem Editor zu erstellen, braucht ihr keine große Einführung oder ewig lange Tutorials zu durchlaufen. Je nachdem, wie interessiert und penibel ihr für gewöhnlich an solchen Bauvorhaben in Spielen arbeitet, könnt ihr eine Map in 10 Minuten erstellen oder auch mal ein oder zwei Stündchen dafür investieren.

Die Entwickler id Software behaupten, dass wirklich jeder sich seine eigene Karte mit der SnapMap erstellen kann, ohne irgendwelche Vorerfahrungen darüber zu haben. Das Ganze erinnert an eine große Kiste Lego oder Bauklötzer, mit denen ihr euch eine kleine eigene Welt zusammenbastelt: Das bedeutet Spaß, Individualität und Freiheit.

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Besonders viel Zeit ist in die Steuerung der SnapMap geflossen, die über das Gamepad sowie Maus und Tastatur reibungslos funktioniert. Bei der Erstellung einer Map navigiert ihr über die Ego-Perspektive. Aber, ihr könnt auch die Ansicht „Blaupause“ wählen, gerade, wenn es sich um größere Karten handelt, denn somit behaltet ihr einen guten Überblick über eure Kreation. Ihr könnt aber genauso schnell durch die Räume „fliegen“ oder euch die Map in einer Außenansicht angucken, bei der eure Karte wie ein Raumschiff wirkt. So ist es euch unter anderem möglich, einen ganzen Raum ganz einfach per Mausklick zu markieren und diesen zu nehmen, zu drehen oder an eine andere Stelle zu versetzen. Außerdem könnt ihr die Karte auch aus der Sicht eines Spielers erforschen und austesten, bevor ihr sie euren Freunden präsentiert.

DOOM - SnapMap-Editor: Eigene Karte erstellen

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Zahlreiche Raum-Elemente können bei Doom über den Map-Editor "SnapMap" eingebunden werden.
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Die Benutzeroberfläche ist denkbar einfach und das SnapMap-Tool im Menü kaum übersehbar. Ihr könnt Karten für alle möglichen Modi erschaffen: Einzelspieler, Mehrspieler oder den Koop-Modus. Außerdem dürft ihr das Endresultat auch anderen Gamern frei zur Verfügung und somit öffentlich stellen. Dies wiederum ermöglicht ein Repertoire an nahezu unbegrenztem Kartenmaterial bei Doom. Ist die Karte fertig? Dann ladet sie blitzschnell auf den Server und spielt sofort los.

Eine Community soll zudem dafür sorgen, dass erstellte Maps nach ihrer Beliebtheit sortiert werden und auch plattformübergreifende Karten spielbar sind, also solche, die auf der Konsole erstellt wurden, können ebenfalls am PC gespielt werden und umgekehrt. Jedoch ist vermutlich ein Account auf der Website von Bethesda notwendig, wenn ihr nicht nur eigene oder die Karten von Freunden spielen wollt.

SnapMap: Diese Möglichkeiten bietet der Editor

Neben der eigentlichen Gestaltung der Karte, die durch zahlreiche Bauelemente unendliche Möglichkeiten in der allgemeinen Level-Architektur bietet, stellt Doom alle Elemente in der SnapMap zur Verfügung, die der Ego-Shooter umfasst. Dazu gehören

  • alle Gegner,
  • sämtliche Objekte und
  • Texturen.

Das Herunterladen von Inhalten soll überwiegend schnell und einfach funktionieren, weil jede Doom-Version mit allen notwendigen Dingen ausgestattet ist. Die SnapMap ist sehr tiefgehend. Viele Objekte können individuell eingestellt und in ihrer Funktionsweise bestimmt werden. Zusätzlich ist es möglich, diese noch zu triggern und zu scripten. Ingame werden übrigens aber auch kleine Tutorials angeboten.

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Die Dämonen, die in eurer Karte erscheinen sollen, können in der SnapMap nochmals individuell angepasst werden.
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Das kann der Spieler bei Doom über die SnapMap an seiner Karte einstellen und festlegen:

  • Anbau zahlreicher Raumelemente in unterschiedlichen Formen und Größen.
  • Beeinflussung der Geschwindigkeit von Charakteren.
  • Beeinflussung der Schadenswirkung von Waffen.
  • Einbinden von allen Dämonen und Monstern, dabei Einstellung, wann sie erscheinen und was nach ihrem Tod passiert. Auch eine Umbenennung der Monster ist möglich. Monster können individuell eingestellt werden. Dabei könnt ihr ihre Gesundheit bzw. Lebenspunkte bestimmen, das Spawn-Verhalten oder ob ein Glory-Kill notwendig ist.
  • Platzierung von Objekten über die riesige Datenbank, die sich auch im Nachhinein noch bearbeiten lassen → zum Beispiel brennende Tonnen oder andere explosive Objekte, auf die der Spieler Acht geben muss, wenn er vorbeiläuft; dies kann allerdings hilfreich sein, wenn er von einem Gegner verfolgt wird.
  • Anknüpfung der Objekte an Logikketten, sodass das Spiel weiß, wann ein Level als abgeschlossen gilt.
  • Einbinden von Steuerungselementen, wie Counter mit Knöpfen, die etwas in Gang setzen, beispielsweise das Öffnen einer Tür oder das Beschwören einer Dämonenhorde.
  • Beeinflussung des Gameplays durch beispielsweise Timer, Teleporter-Plattformen mit Wahl des Teleportations-Ziels, Druckplatten, die etwas auslösen, Nutzung von Barikaden und Energiestationen, Platzierung von Munitionsboxen und Panels etc.
  • Platzierung von Licht- und Soundeffekten, die von Raum zu Raum unterschiedlich sein können → zum Beispiel geht das Licht in einem bestimmten Abschnitt aus, wenn man den Raum betritt. Auch Nebel, Rauch oder Feuer kann platziert werden.
  • Einbindung von spielerischen Elementen, wie etwa eine Klaviatur am Boden, einem Drum-Sequencer, ein Tower-Defense-Spiel oder ein Parkour-Level, das stark an Mirror's Edge erinnert und vieles mehr.

Fakt ist, dies könnte die Gamewelt revolutionieren: Spieler bauen sich ihre eigene Map, ihr eigenes Spiel samt ganz neuen Modi. Die Möglichkeiten bei der SnapMap sind grenzenlos und zahlreich. So kommen am Ende Gameplay-Resultate zustande, die völlig neu sind und ein einzigartiges Spielerlebnis erschaffen können.