Donkey Kong? Hüpfen in endloser Perfektion, weil es so viel Spaß macht, Hindernisse pixelgenau zu überwinden, weil es kracht und knackst, wenn man in eine Kiste donnert, weil Trial-&-Error so befriedigend sein kann wie zuletzt auf Wii und 3DS.

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„Donkey Kong Country: Tropical Freeze“ (ab hier gelegentlich abgekürzt als DKCTF) rückt keinen Meter davon ab. Und warum? Wikingertiere überrennen den Dschungel und alles drumherum. Genauso gut wie Tiki-Figuren im Vorgängerteil und völlig egal. Sie sind nur da, weil das Intro sonst traurig-leer wäre. Ein Grund für Donkey Kong, sich wütend auf die Brust zu trommeln und acht Welten zu durchqueren, und für Diddy Kong, ihn dabei zu begleiten.

Einzelspieler ziehen alleine los, mal mit Diddy und seinem Jetpack, wenn man ein Fass findet, meistens ohne, aber stets unter Strom, weil DKCTF ein Jump-and-Run bleibt, das Fehler mit fortlaufender Spieldauer immer weniger verzeiht. Wer kürzlich das Duck-Tales-Remake spielte, hat eine vage Richtung, wie anspruchsvoll, aber auch befriedigend ein Hüpfspiel mit seinen Trial-&-Error-Momenten sein kann.

Donkey Kong Country: Tropical Freeze - Affengeil

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Anspruchsvoll, verträumt, wundervoll: Spiele wie dieses gibt es viel zu wenige.

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DKCTF wird euch abstürzen und untergehen lassen, immer und immer wieder. Und wenn es euch ähnlich geht wie mir, werdet ihr darüber lachen, weil es trotz allem sehr sanft ein Gefühl von Unfehlbarkeit vermittelt, immer und immer wieder. Man kichert über sich und die wahnsinnigen Herausforderungen auf dem Weg voraus. Jeder Fehler kommt von euch, und er spornt an.

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Natürlich haben die Retro Studios den Wii-U-Nachfolger um den leichteren Modus erweitert, der euch drei Energieherzen statt nur zweien verleiht und damit verschätzte Absprungmomente wesentlich großzügiger unter „Kann mal passieren“ verbucht.

Lorenfahrten werden angenehmer, die Abschnitte in den fliegenden Raketen scheitern nicht am erstbesten Felsen, gegen den man scheppert. Ist aber alles optional und es tut sehr gut, zu sehen, wie man bei Nintendo Anspruch buchstabiert und ihn mit Geduld herausfordert.

Der Kern ist selbstverständlich dieselbe harte Nuss aus Sprüngen über verbogene Schienen und tiefe Abgründe, hinter denen massive Totems zusammenbrechen und die Affenbande zu begraben bedrohen, und Gegnern an fiesen Stellen.

Ich konnte nur einige Level aus der ersten und aus der zweiten Welt spielen, und soweit sich das beurteilen lässt, ist der Schwierigkeitsgrad wieder ein sanft ansteigender und perfekt austarierter. Es geht immer noch mehr, schlimmer, knapper und härter, ohne ins Unfaire abzudriften.

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Die beinahe schon obligatorischen Lorenfahrten dürfen natürlich auch auf der Wii U nicht fehlen.
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Man schnappt sich Bomben und sprengt damit Holztore, um Bonuslevel zu öffnen, oder wirft Gegner auf Schalter und entdeckt Geheimnisse inmitten von riesigen, den Kopf drehenden Statuen. Die Levels strotzen vor bunten Details.

Die Grundrichtung beim Springen, Fahren und Tauchen (neu) bleibt von links nach rechts gerichtet, nur geht es ab und zu auch in die Tiefe. Ihr lasst euch von Fässern in alle Richtungen schießen, die Kamera fängt wunderbare Perspektiven in schwindelerregender Höhe ein, fährt an Schienen entlang, die sich um einen Baum herum winden. Niemals herrscht Ruhe, ständig passiert etwas.

Wird klasse. Freut euch drauf.Ausblick lesen

Ansonsten ist DKCTF Fanservice, wie man ihn von Nintendo erwarten darf: Es wird nichts verändert, nur verfeinert. Und es bleibt bei einem anspruchsvollen Jump-and-Run, das euch fluchen lassen und im gleichen Atemzug anspornen wird. Weil es einfach viel zu viel Spaß macht.