Nintendo verkaufte in den Neunizigern das sogenannte Expansion Pak für das N64, das dessen Arbeitsspeicher auf insgesamt 8 MB erweiterte. Der Vorteil war, dass die Entwickler nicht nur höhere Auflösungen, sondern ebenso mehr Grafikqualität herausholen konnten.

Bei den meisten Spielen ist das Expansion Pak völlig optional gewesen, doch einige wenige setzten es voraus, um überhaupt zu funktionieren: Donkey Kong 64 sowie The The Legend of Zelda: Majora’s Mask.

Im Falle von Donkey Kong 64 war aber nicht die technische Limitierung daran Schuld, weshalb dem Spiel das Add-on beilag bzw. dieses vorausgesetzt wurde. Theoretisch hätte es sich ebenso ohne die Erweiterung spielen lassen, technisch wäre das kein Problem gewesen.

Wie der zuständige Programmierer Chris Marlowe verriet, gab es in Donkey Kong 64 einen Bug, der das Spiel zum Absturz brachte. Aus unerklärlichen Gründen tauchte dieser jedoch nur dann auf, wenn man das Spiel ohne die Erweiterung startete.

Niemand konnte die Ursache des Bugs jemals herausfinden, weshalb man sich also dazu entschied, dem Spiel einfach ein Expansion Pak beizulegen und es zur Voraussetzung zu machen. Das Problem war damals natürlich auch, dass das Rare gleichzeitig ein Vermögen kostete, dem Spiel eine zusätzliche Hardware kostenlos beizulegen.

Wer hätte jemals gedacht, dass das erste N64-Spiel, welches das Expansion Pak zwingend benötigte, es technich in Wirklichkeit gar nicht gebraucht hätte?

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