Unter allem, was Entwickler Ninja Theory im letzten Jahr entgegenschlug, war Hass noch so etwas wie ein halbwegs netter Bekannter, den man zwar nicht sehen will, aber doch erträgt und akzeptiert. Der Rest war böse und gemein. Alles wegen gewisser Veränderungen, ohne die so ein Reboot kaum funktioniert. Eine gute Idee, wie Devil May Cry zeigt.
Legt die Mistgabeln weg und löscht die Fackeln. Dieser Neustart sollte nicht verteufelt werden.FazitDie Geschichte des Teufeljägers Dante wird mit Ninja Theorys DmC zurück auf Anfang gesetzt. Dante ist ein rebellischer junger Mann, gerade erst der Pubertät entwachsen. So wirkt er zumindest, bis er seinen Mund aufmacht. Der coole Dante, früher immer einen kernigen Spruch auf den Lippen, ist jemand, den man heute nur noch in einer Verpackung mit drei HD-Überarbeitungen findet. Dieser neue Dante hat eine große Klappe und nimmt kein Blatt vor den Mund. Zurückhaltung ist nicht so seins.
Im Inneren hat sich mehr geändert als nur der Wortschatz. Nicht nur, dass Dante jetzt mit schwarzen Haaren und Emo-Frisur auftritt, er ist auch kein Halbmensch mehr. Seine vom Höllenfürsten Sparda vermachte, dämonische Hälfte schlummert noch immer in ihm, doch statt einer Menschenfrau nahm sich der ungewöhnlich gutherzige Papateufel in diesem Reboot einen Engel zur Frau.
Gestatten, Dante, der Dämonenkiller.Das macht Dante und seinen Zwillingsbruder Vergil zu Nephilim – halb Engel, halb Dämon – mit ungeahntem Machtpotenzial. Diese Macht fürchtet vor allem Dämonenkönig Mundus, der Dante gnadenlos verfolgt. Devil May Cry dreht sich zum größten Teil um die Herkunftsgeschichte Dantes, der sich der Vergangenheit stellen und seine schwere Bestimmung erfüllen muss. Sie ist zwar nicht sonderlich originell, aber unterhält trotzdem bis zum furiosen, vorausschaubaren Finale.
Dantes neuer Charakter sorgte bereits im Vorfeld für Aufregung, wurde der ikonische Mr. Cool zum großmäuligen Rotzlöffel umgestaltet. Allerdings gewöhnt man sich doch recht schnell an den neuen Dante, wenn man sich darauf einlässt. Auf seine Frechheit, den neuen Look, die „Fuck you“-Einstellung.
Am Ende ist er mir nicht unbedingt ans Herz gewachsen, ich hätte aber auch nichts dagegen, ihn in weiteren Teilen zu sehen und die stetige Weiterentwicklung zum coolen Dante zu beobachten. Doch die Umgestaltung des Charakters fiel schlussendlich kaum ins Gewicht. Denn das Wichtigste stimmt bei DmC: das eigentliche Spiel.
Das erste Devil May Cry erlangte sicher nicht durch seine Geschichte Ruhm und natürlich nicht nur wegen des coolen Helden, sondern vor allem wegen der herausragenden actionreichen Kämpfe mit endlosen Kombos, bei denen man sich ins Pad verbiss und immer mehr wollte, schneller sein, cooler, gnadenloser, besser.
Die junge Kat macht Dante zu Beginn ausfindig.Das neue Devil May Cry ist auch so. Es trägt ein stattliches Waffenarsenal als Rucksack und begeistert von Anfang bis Ende. Dass Ninja Theory die verkrampfte Steuerung der alten Teile vereinfacht hat, kommt dem Spiel nur zugute. In keinem anderen Ableger der Reihe ließen sich beeindruckende Kombos so einfach aufbauen und am Laufen halten. Man spielt sich in einen Rausch, einen eleganten Klingentanz, wirbelt herum wie ein Teufel, erst hierher, dann dorthin. Wunderschön anzusehen.
Müssen die Veteranen und alteingesessenen Fans der Serie nun eine Vereinfachung fürchten? Jain. Der Schwierigkeitsgrad ist im Vergleich zu den alten Teilen zwar spürbar leichter geworden, doch dafür auch vielschichtiger. Während euch bei dem ersten Durchlauf lediglich drei Härtegrade zur Auswahl stehen, können noch vier weitere, deutlich anspruchsvollere Modi freigespielt werden.
Wer sich also die Zähne ausbeißen will, wer von Anfang an gegen knüppelharte Gegner kämpfen und nach nur einem Treffer das Zeitliche segnen will, der wird genauso bedient wie die sanfteren Naturen, die ohne größere Mühe zum Ende des Abenteuers gelangen wollen. Woanders in der Capcom-Geschichte hieße es: die einen gemütlichen Spaziergang dem Bergsteigen vorziehen.
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das bisher beste dmc für mich
der alte dante kann zwar auch gern nebenher zurückkehren, aber zu diesem teil will ich unbedingt eine fortsetzung sehen :)
"Sack Satzzeichen zuwerf"
Klasse Artstyle, toller Soundtrack, Gameplay stimmt auch und macht übelst Laune.
Und an der Story ist, finde ich, auch nix auszusetzen, ist meiner Meinung nach ein guter Einstieg ins neue DmC-Universum und setzt auch soweit die wichtigen Eckpunkte:
Dante als (weißhaariger) Dämonenjäger und sogesehen Verteidiger der Menschheit, Vergil als der Bruder, der die Menschheit unterjochen will.
Dass Dante noch ein bisschen unreif ist, ist doch klar, er ist noch viel jünger, als in den anderen Spielen, außerdem zeigt er zum Ende hin doch durchaus eine gewisse Reife.
Nur Kat hat mich ein bisschen gestört, super sympathischer und auch wichtiger Charakter, leider bleibt sie ein bisschen blass :/
Insgesamt finde ich es aber unheimlich unfair gegenüber den Machern zu sagen "Böö Dante hat jetzt kurze, schwarze Haare, das Spiel spiel ich nicht!"
Abgesehen davon entgeht einem ein wirklich sehr gutes Spiel, was nur noch ein bisschen Politur in Sachen Grafik und Synchronisation (und Sprungsteuerung^^) gebrauchen könnte.
Spiele es erst einmal durch, danach klärt sich auch indirekt die Sache mit den Haaren. Für den nächsten Durchgang steht dir dann auch noch ein kleines Schmankerl zur Verfügung ;).
Aaa mal kein Grund den Sand in den Kopf zu stecken;),... der Voodjin ist ja auch noch da.:D
Leider steht DmC drauf, was halt schon ein eigener Name war.
Vieles ist zwar Ähnlich, aber ich spiele das Game so, als wenn es kein
DmC wäre. Somit ist es ein guter Klon geworden.
Ich persöhlich finde die Synchro jetz auch nicht sooo gut, wie sie eigentlich hätte sein sollen, aber die englische Sprachausgabe ist auch keinen Deut besser mMn.
Ich finde eher, dass der neue Dante wie ein Drogenjunkie aussieht :p
Eine Gewisse Ähnlichkeit zum Chef Designer von Ninja Theory, Tameemi Antoniades, ist nicht von der Hand zu weisen :p
community.us.playstation.com/.../original
...hihi, ein Grund mehr, neben dem prächtigen Soundtrack sich das Spiel doch noch zuzulegen...
Hab dann die Demo angezockt und das stumpfe Geballer mit Schimpflauten, wie Evangelion es beschreibt fällt nicht nur auf...ich finde es sogar so überzogen, dass es schon fast zum Schmunzeln einlädt.^^ Was dieser Madendämon da von sich lässt geht schon extrem unter die Gürtellinie.
Was Grafik und Synchro angeht, ist mir allerdings nur wenig Negatives aufgefallen.
Ich bin bisher durchweg positiv überrascht, da mir das Redesign auch nicht gefallen hat.
Aber da es freischaltbare Kostüme gibt, hab ich auch diesbezüglich Hoffnung. :)
So viel dumpfes rumgefluche, überall Schimpfworte aller Arten, ich finde das unerträglich. Dann kommen solche genialen Wortgefechte wie: "Fuck You", "Fuck YOU !", "Fuuuuuuck YOUUUUU", das macht mich dann ziemlich sprachlos. Wo sind die Ironie, der Sarkasmus und die coolen Sprüche der Vorgänger nur hin?
Das Niveau des Spiels ist ziemlich in den Keller gesunken und wenn der neue Dante nicht so eine zurückgebliebene Persönlichkeit bekommen hätte, dann könnte ich vielleicht auch ungestört das sonst ganz nette Spiel genießen.