Ohne ins Spoiler-Detail zu gehen: Das Rollenspiel Divinity II - Ego Draconis hatte kein Happy End und einen insgesamt eher unbefriedigenden Abschluss. Genau dort schließt nun, genau ein Jahr nach Erscheinen des Hauptspiels, das Addon Divinity II - Flames Of Vengeance an. Inklusive "Was bisher geschah"-Videointro, das uns abermals in die Fantasywelt Rivellons versetzt. Erneut steht das Reich vor seinem Untergang und nur unser vom Drachentöter zum Drachenritter mutierter Held kann das verhindern.
Wer wissen will, wie die Geschichte des Drachenritters ausgeht, kommt am soliden Addon nicht vorbei.FazitDamit ist auch klar: Wer die Erweiterung spielen will, benötigt das Originalspiel, darf sich dann aber auch entscheiden, ob er seinen eigenen Spielcharakter importieren will oder lieber mit einem vorgefertigten Alter Ego in die Schlacht gegen böse Zauberer zieht. Beides hat Vor- und Nachteile. Wer seine lieb gewonnene Spielfigur weiterverwenden möchte, muss vom letzten vorhandenen Speicherstand weiterspielen und damit mitunter einige Stunden (je nach Spielstand) aufholen, bevor die Handlung mit Flames Of Vengeance weitergesponnen wird.
Entscheidet man sich dagegen für einen brandneuen Helden, startet dieser zwar mit Level 35, hat aber bis auf ein ansehnliches Startkapital nichts Brauchbares im Inventar. Immerhin dürft ihr in diesem Fall wählen, ob ihr die Fertigkeitspunkte manuell verteilt oder zur vordefinierten Klasseneinstellung greift.
Behrlihn, Behrlihn, wie fahren nach, ähm...Nicht nur die Handlung wird nahtlos fortgesetzt, auch das Spielgeschehen selbst wird ohne große Änderungen fortgeführt. Wer das Hauptspiel kennt, findet sich sofort zurecht. Anders jedoch, wenn man eine längere Pause eingelegt hat oder totaler Neuling ist: Der Einstieg gerät recht zäh und die nach wie vor unausgegorene Spielbalance beschert vor allem Nahkämpfern ein nerviges Trial & Error-Experiment mit vielen Toden und Neulade-Arien. Umgebungen wie Verließe und Höhlen mit ständig respawnenden Feinden sind für diese Klasse - wie bereits beim Hauptspiel - kaum zu kontrollieren.
Unangetastet blieb demzufolge auch das Kampfgeschehen, bei dem ihr euch für die Standardattacke in einen wahren Klickmarathon stürzt und auf diese Weise euren Kontrahenten zusetzt. Zusätzlich werden, wie bei den meisten modernen Rollenspielen, neben den Standardschlägen per Kurzwahltasten Spezialfertigkeiten ausgelöst. Warum diese nicht erweiterbar sind, ist uns schleierhaft.
Immer wieder werden wir vor schwierige Entscheidungen gestelltDer belgische Entwickler Larian bleibt den spielerischen und inhaltlichen Grundsätzen seines Rollenspiels also überwiegend treu, schafft es jedoch trotzdem keine Langeweile aufkommen zu lassen. Das Geschehen ist diesmal jedoch kompakter angelegt, kürzere Wege sind die Folge. Statt Abenteuer in weitläufigen Landschaften zu erleben, streunen wir mit unserem Helden nun fast ausschließlich durch die unter Belagerung stehende Metropole Rivellons - Aleroth.
Diese steht kurz davor, von den dunklen Horden des "Schwarzen Rings" überrannt zu werden. Da man den Teufel bekanntlich am besten mit dem Beelzebub austreibt, machen wir uns auf die Suche nach einem gefährlichen Dämon, der die Lösung für alle Probleme liefern soll. Bis es zum Showdown kommt, warten jedoch über 35 neue Quests, die mit ca. 15 Stunden Spielzeit annähernd so viel bieten, wie der Vorgänger.
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Zum Artikel: Ich werds spielen, fand das Hauptspiel einfach cool. Und die Klassen an sich fand ich nicht so hart unbalanced, wenn man von einigen hart unnützen Talenten absieht.
Weniger Drachenkämpfe find ich blöd, fand das immer sehr cool eigentlich und hat halt nebenbei noch gut Abwechslung gebracht.
Aber mal schauen demnächst, wenn ich Dragon Age: Awakening durch hab, kommt hier das nächste Addon :) Zum Glück hab ich meinen Superhelden noch.