Von Disney Interactive werden wir zukünftig wohl weniger Konsolen-Spiele, dafür aber mehr Casual-Games sehen. Das deutete Disney CEO Bob Iger während einer Telefonkonferenz mit Investoren an.

Sowohl im vierten Geschäftsquartal als auch im gesamten Finanzjahr hat sich die Games-Abteilung bei Disney (Interactive Media) gegenüber dem Vorjahr verbessert, kam aber trotzdem nicht in die Gewinnzone zurück und musste einen Verlust von 104 Millionen US-Dollar (4. Quartal) bzw. 234 Mio. US-Dollar (gesamtes Jahr) verbuchen. Bei den Videospielen konnte man vor allem mit Toy Story 3: Das Videospiel einen Erfolg erzielen.

Zukünftig will man sich aber auf andere Bereiche konzentrieren, so Bob Iger. So will man die eigenen Investitionen nicht nur verschieben, sondern auch verringern. „Wir werden wahrscheinlich weniger in die Konsolen investieren als zuvor, wegen dem Wechsel, den wir im Konsum sehen.“ Man wolle sich dort aufhalten, wo auch die Konsumenten sind. Das sind eben nicht nur die Konsolen, sondern auch der Markt für Casual-Games, Soziale Netzwerke und Apps.

Vor wenigen Wochen kündigte Disney auch das Aus von Pirates Of The Caribbean: Armada der Verdammten an, einem vielversprechenden Multiplattform-Titel. Einen Wechsel zu mehr Casual-Games kündigte zudem auch Warner Bros. Interactive kürzlich an.